Yalla Yalla auf den Kanaren

 

Immer wieder das gleiche: Die Sonne geht gerade auf, einige müssen sich etwas mit der höhe von 2.426m zurecht finden, alle haben noch müde Augen – bis auf Einen: PETER G.

Kaum ist die Sonne über den Horizont, schon ertönt  das Signal das jedes FreerideFactory Mitglied kennt, fürchtet innerlich alles auf Abfahrt trimmt – YALLA YALLA! Los geht’s, ich muss schon wieder warten! Aber Alles Der Reihe nach…

 

Ausreiseverbot, Bikeparks dicht, Voralpen total überlaufen. Alle waren heiß auf richtig biken und überfällig für ne ordentliche Packung Trails. Da Angi insgeheim auch ne alte Enduristin ist, gab es glücklicherweise das Schlupfloch Kanaren anzusteuern. Klar dass diese einmalige Chance ergriffen werden musste: Unser Kanarentrip 2021 findet statt. 10 Tage biken, 3 Inseln und etliche Höhenmeter mit abschließenden Entspannungstagen.

 

In freudiger Erwartung traf sich der harte Kern der Freeridefactory am 20.Apri zu unchristlichster Zeit, am Abflugterminal MUC ein. Die völlige Unterhopfung führte schon zu Koordinationsproblemen, aber der Abflug wurde geschafft und die erste Destination in Teneriffa nach Plan erreicht. Dann straffes Programm dank des genialen Organisationstalents unseres Präsidenten: Mietwagen holen, Hotelanfahrt, schnelle Radmontage, Ausbau der Rücksitzbank des Transporters, verstauen von Radkoffern und Rücksitzbank im Hotel, schnelle kleine Trailrunde und dann Anfahrt zur Fähre – Rekordzeit! Glücklicherweise eine kotzfreie Überfahrt nach La Gomera und schlussendlich Check-In im Hotel in Valle Gran Rey in den späten Abendstunden.

 

Ab dann glich zum Glück ein Tag dem Anderen: Abfahrt um 8:30 Uhr, Transporter in eingespielter Tetris-Manier beladen (8 Leute + 7 Räder in Standardbus) und auslosen wer das Glück hat, die Erste Bergfahrt in der Loge im Kofferraum zu ergattern. Dann folgten traumhafte Trails meist irgendwas zwischen S2-S4, ausgesetzt und tendenziell von steiler Machart in atemberaubender Natur. Stimmung war gut, Wetter spitze, das isotonische Erfrischungs-Jarra nach den ersten beiden Abfahrten schmeckte und Verletzungen blieben aus, was will man mehr?

Ach ja, vielleicht noch Abendessen direkt am Meer mit Sonnenuntergang bei ein paar Feierabend-Spritz.

 

 

Am sechsten Tag waren gefühlt alle Trails in La Gomera erschöpft und wir kannten alle Dorfhunde beim Vornamen. Daher wurde mit der Highspeed-Fähre mit 70km/h nach la Palme gehoppt,

Dort glich das Programm grundlegend den Vortagen, nur hatten sich die schwachen Mägen der Gruppe schon vorm Logenplatz im Bus retten können (wir sind ja ein sozialer Verein).

Zudem wechselte die Vegetation teils deutlich, kommend vom heißen, sehr felsigen und rauen La Gomera zeigte sich La Palme stellenweise wie im Urwald, in Summe deutlich grüner und die Trails etwas weniger erbarmungslos zum Material. Für Freeride Factory Maßstäbe wurde es öfters richtig flowig!

Die Highlights waren definitiv die eingangs geschilderte Abfahrt direkt nach Sonnenaufgang und die harten Kontraste zwischen schwarzen Lavasand, grünen Bäumen und den knalligen Farben der Truppe. Der Sand hat sich allerdings auch in jeder Ritze abgesetzt und jeden nicht geschützten Millimeter Lack am Rad malträtiert.

Dank unseres ausgezeichneten Shuttle-Fahrers konnten wir bis zu 5 Abfahrten an einem Tag unterbringen – Danke Tom! Gäbe Strava für Shuttle Fahrer, Du hättest alle Insel-KOMs geholt 🙂

 

Bilanz nach 10 Tagen Insel-Biking:

·       9 Reifen teilweise bis zur Karkasse durchgefahren.

·       4 Paar Bremsbeläge.

·       3 Speichenbrüche.

·       Einen Lenkerbruch.

·       Eine abgerissene Sattel-Remote.

·       Ein abgerissener Bremsgeber.

·       Ein undichter Ausgleichsbehälter (welcher bis tief in die Nacht mit Hilfe eines Kondoms gefixt werden konnte).

·       Irgendwas zwischen 40.000-45.000 Tiefenmeter.

Die letzten Tage wurden gediegen, aber daher eher unüblich, großteils mit Ausspannen am Pool und der Hotelbar verbracht (Teneriffa). Das einerseits gefürchtete, anderseits heißersehnte YALLA YALLA! Erklang nur noch wenn es ums Abendessen oder die nächste Runde am Pool gezapfte Jarras ging. So soll es sein.

 

Schöns wars mit euch Idioten! Trails und Insel hin oder her, am Ende ist Niveau der Unterhaltungen, die gegenseitige Liebe und Allem voran der gegenseitig gezollte Respekt das Salz in der Suppe.

 

#FreeHikeFactory

#Fühltsichfalschan

#diegoldeneWandernadel

#Gleitschirmpassage

#takeonme (shittyfluted)

#bikeliebe

#FlyAirKavenz