6:00 Uhr. Es ist nicht Montag. Es ist Samstag. Entsprechend ist die Motivation aus dem Bett zu kriechen früh morgens deutlich höher. Endlich wieder einmal früh morgens statt dem Business-Outfit die bequeme Bikeshort, die weichen Socken und das federleichte Biketrikot anziehen. Statt der inzwischen gewohnten Routine den Laptop im Licht des Morgengrauens anzuschalten schichtet man Helm und Mountainbike in den geräumigen Kofferraum seines nahezu schon vermoosten PKWs. Unterwegs in Richtung Berge wird noch Manuel eingesammelt und schon ist auch die Stimmung auf ungewohnt hohem Niveau, denn zwei Biker im Auto haben sich dann doch mehr zu erzählen wie der Laptop und sein verschlafener Gegenüber.

 

Am Treffpunkt blinzelt bereits die wärmende Sonne durch die Fichten des doch bereits herbstlichen Tals irgendwo in Tirol. Nach und nach treffen sie alle ein. All die, die es genauso wie der Guide bevorzugen früh morgens sich auf unser Lieblings-Zweirad zu setzen anstatt trübselig in die um diese Uhr sicherlich mehrfach wiederbefüllte Kaffeetasse zu blicken. Selbst die Ansage von Martin unserem Guide an diesem Tag, dass uns nun circa 3 Stunden Auffahrt zum Gipfel trennen lässt der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach einer lässigen und unterhaltsamen Auffahrt sowie ein paar Minuten mit dem Bike auf der Schulter stehen wir dann auch schon oben. Das 360-Grad-Panorama fesselt jeden einzelnen und bei schmackhafter Brotzeit, frisch gebrühten Kaffee und ein paar Süßigkeiten rauscht dieser Gipfelmoment nahezu an uns allen vorbei.

Der größte Spaß für uns beginnt aber dann auch erst in der Abfahrt. 90 Minuten feinster Spaß bergab über die Bergflanken hinein in den mit etlichen Wurzeln gespickten Bergwald. Und besonders Spaß und Freude bereiten die tollen und netten Begegnungen mit allen anderen Naturliebhabern an diesem Tag. So freundlich und herzig empfangen wurde hier sicherlich jeder Einzelne schon nicht mehr.+

 

Von dieser Euphorie getrieben, packt es uns zum Ende auch noch dazu, spontan einen sehr abenteuerlichen Ausflug in ein doch eher sehr unwegsames Gelände mit dem Mountainbike zu machen. Bis zum Bach hinab war es ein Gedicht, doch unten angekommen wollte die nahezu unendliche ABfolge von Bachdurchquerungen, Seilpassagen bergauf und bergab nicht enden. Gemeinsam packen wir aber alle mit an und so meistern wir auch diese zwei einhalt Kilometer durch unwegsames Gelände im Team.

Abschließend belohnen wir uns selbst mit einem kühlen Hopfengetränk und lassen die Tour noch gemeinsam ausklingen.

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