Techniktraining 1 – wir trotzen Kälte und Schnee

Techniktrainings gehören mittlerweile fest zum Jahresplan der Freeridefactory. Und so stand am 22.04. das erste Techniktraining für Anfänger auf dem Plan. Dem vorangegangen waren einige Diskussionen, ob wir das Training angesichts des Wettereinbruchs überhaupt durchführen können. Vor allem standen wir vor der Herausforderung, einen Trail zu finden, der schneefrei, nicht zu leicht und nicht zu schwer ist. Dank Sven und Peter, die am Freitag noch zum Scouten im Inntal unterwegs waren, und einer leichten Wetterbesserung (immerhin keinen Schnee mehr!) entschieden wir, das Training wie geplant durchzuführen.

Freitag Abend dann zunächst Platz kehren, von Scherben befreien und Hindernisse aufbauen – Samstag früh das Zelt aufstellen und die Getränke bereit stellen.

Langsam trudelten die ersten Teilnehmer ein. Peter, Michi und Bernie halfen beim Bikesetup. Das alleine war schon ein wirklicher Mehrwert für die meisten.

Um 8.45 Uhr standen alle 22 Teilnehmer vor dem sechsköpfigen Trainerteam. Unter Anleitung vom Cheftrainer Sven ging es los mit warmfahren und den Positionen am Bike: Fleißig wechselten alle von der Grund- in die aktivierte Position und zurück. Für den ein oder anderen war es ein ganz neues Gefühl, die Pedale waagerecht zu halten. Immer wieder hörte man die TrainerInnen „Gorilla“ über den Platz rufen.

Nun waren alle warm – beachtlich, bei ca. 6 Grad Lufttemperatur! – und Sven teilte die Truppe in 4 Kleingruppen. Hier konnten die Trainer sich nun voll auf die Ansprüche und Bedürfnisse ihrer Schützlinge konzentrieren.

Der Trainingsplan aller Gruppen umfasste Gleichgewicht, richtiges Bremsen, Kurven fahren, Vorderrad und Hinterrad anheben und über Hindernisse fahren.

Punkt 12 Uhr leutete es zur Mittagspause bei Semmeln, Brezn und Spezi. Danach wurden alle Bikes in den Bus verladen und los ging es zum Trail ins Inntal.

Ca. 250 HM mussten erkurbelt werden, um den Einstieg zu erreichen. Oben gingen wir nochmal in Ruhe die notwendigen Vorbereitungen für den Start in den Trail durch: Reifendruck, Protektoren anlegen, Dämpfer öffnen (Ja: man kann einen Dämpfer auf- und zumachen!) und vor allem der Hinweis, dass jeder sein Tempo fährt, es keine Schande ist, abzusteigen und jeder Passagen gerne wiederholen kann.

Wir Trainer postierten und an allen Schlüsselstellen, um im Fall des Falles helfen zu können. Souverän meisterte die Gruppe den bei der Witterung doch sehr anspruchsvollen Trail und kam vollzählig, unverletzt und ohne Defekt wieder am Parkplatz an.

Natürlich liessen wir die Jungs und Mädels dann nicht einfach von Dannen ziehen, sondern versammelten uns nochmals gemeinsam zu einem schönen Ausklang beim Wirt. Hier zeigte uns Michi noch, was man alles unbedingt in seinen Bikerucksack packen muss – u.a. min. 3 Labellos und 2 Sonnencremes.

Durchaus müde aber zufrieden machten wir uns dann wieder auf den Weg nach München.