Beiträge

Am Dienstag starteten bereits zwei unsere Guides an den Comersee in der Hoffnung endlich gutes Wetter und trockene Trails zu finden, da der Sonntag zu vor etwas Schnee bedeckt war. Am Mittwoch stand der Monte Legnoncino auf dem Programm. Von Colico aus ging es über Teerrampen und einigen Höhentrails komplett auf die Südseite des Berges. Anschließend folgte, wiedermal eine Teerauffahrt.

Der Gipfelanstieg jedoch hatte es in sich, ein Karrenweg der nun mit einem Monster Geländewagen befahrbar ist. Im oberen Verlauf des Tracks, wandelte sich die Weg zu einem genialen Trail, auf dessen Abfarht wir uns bereits beim Tragen freuten.

Am Gipfel des  Legnoncino  eröffnete sich uns, trotz der leichten Bewölkung, eine neuen Ansicht des Lago di Como die wir nur viele Jahr zu vor vom Monte Legnone kannten. Dieser blieb uns auch dieses Jahr auf Grund des vielen Schneefäll im Winter verwehrt. Dafür wurden wir anschließend mit einem hervorragenden Trail belohnt.

Unterschiedlich konnten die einzelnen Trialabschnitte nicht sein. Oben verblockt, technisch nur sauber und mit bedacht zu fahren, im Mittelteil wechselten sich Wesen-Passagen und mit Speed gefahrene Waldetappen ab. Im unteren Bereich des Trial querten wir Bauernsiedlungen und diverse Wegüberfahrten…….

 

Am darauf folgenden Donnerstag stand wieder mal eine Erkundungsfahrt an. Zum einrollen ging es erst mal 4 KM am traumhaften Ostufer des Lago di Como entlang, bis sich anschließend die Straße über kleine Bergdörfer dem Himmel empor windete. 22 KM sollte der Aufstieg dauern in der Erwartung einer hoffentlich endlich geöffneten Hütte. Und tatsächlich die Hütte die man uns am Vortag als geöffnet beschrieben hatte, war bewirtet. Das Wetter war allerdings bei der Ankunft schon etwas unruhig. Nun kam der letzte Akt im Aufstiegskampf. Der Gipfelanstieg! Hier hieß es nun tragen was das Zeug hält. Umso näher wir dem Gipfel kamen umso mehr wurden die Wolken dunkler, bis dann plötzlich ein Sturm und Regen einsetzte. Dies war aber nicht von langer Dauer und wir konnten unseren Trailride fortsetzen. Fassetten reich zeigte sich der Trail ins Tal, ob Endurorennstrecke oder Spitzkehrengemetzel, alles war dabei…..

 

Bernie war am Sonntag mit unseren Mitglieder im Landkreis beim Trailriden, während der Rest sich in Bozen vergnügt hat.

Schlussendlich waren alle glücklich und zufrieden.

Landkreistour

 

ff

fff

Und eine Delegation des Vereins war mal wieder in Bozen bei Julian zum Training. Leider war dieser Ausflug von einigen Reifenschäden geprägt.

Peter machte die erste Testfahrt mit dem 301. Lediglich durch die Reifenpannen war er zu bremsen.

Und da war ja noch unser Freund Robert, der wohl ein längeres Ausdauertraining beginnen wird 🙂

Bozen

ein Bericht von Freeridefactory Bike e.V. der MTB Club für München, Markt Schwaben und Oberbayern.

Morgens früh um 3 Uhr geht es los nach Kroatien. Die Kollegen eingesammelt und los auf die Autobahn. Die Stimmung ist gut, das Bier gekühlt und der Karren randvoll. Eigentlich alles wie immer. Doch es ist der 28.12.13 und nicht Juni oder Juli.

Salzburg – Nebel 2 Grad

Villach – Nebel 4 Grad

Lublijana – Nebel 6 Grad

Kroatien – Sonne 19 Grad

Gut angekommen, erkunden wir erst eimal den Ort mit dem Bike und führen uns das morgige Ziel vor Augen.

 

 

Tag 1:

Sonntag: 7.54 Uhr – Schrank und Bett wackeln und Peter schreit im Halbschlaf: „Macht´s die Kaffeemaschine aus!“ Alle sind etwas verwirrt, als wir uns beim Anstieg unterhalten  – „Was hat die Anja heut  früh in der Küche gemacht?“ Nach einigen Diskussionen ist es uns klar, es war wirklich ein kleines Erdbeben.

Die Auffahrt: eines Trainingslager würdig, 27 KM bergauf und das auf 1800HM verteilt. Die Steigung ist akzeptabel, dass Wetter hält noch. Doch leider schaffen wir den Gipfel heute nicht. Auf Grund des Wetterumschwungs und der Zeit beschließen wir einstimmig, an einer Schranke zu wenden, zumal der Trail im oberen Bereich noch schneebedeckt ist. Aber der Weg ein paar Kilometer in Richtung Süden entschädigt uns sofort für den verpassten Gipfelsturm. Alle sind gut drauf, dass Wetter erholt sich wieder erwartend und das, was man sehen kann, sieht vom Einstieg vielversprechend aus.

Wir hatten ja schon Trails mit 136 Spitzkehren am Idrosee bewältigt, aber das war im Vergleich zu unserem heutigen Trail eher ein Kindergarten.  Bereits nach dem ersten Drittel haben wir die 136 Kehren passiert. Das Gestein ist lose und zudem sehr griffig, eine sehr tückische Kombination. Beim Rückblick hoch hinaus auf die karstige Landschaft macht es den Anschein, dass man so einen Berg nicht mit dem Bike hinab fahren kann.

Am Trailende erwartet uns ein kleines Bauerndorf. Wie wir auf die Kirche zurollen, winkt uns eine Gruppe einheimischer älterer Herren zu. Sie wollten wissen, woher wir kommen. Die Antwort allerdings löste nicht – wie in Deutschland oder Österreich – Unverständnis aus, sondern pure Begeisterung. Einer der Kroaten spricht sehr gut deutsch und er erzählt uns, dass hier noch nie jemand mit dem Bike herunter gekommen ist….. Wir lassen die amüsierte und kopfschüttelnde Gruppe hinter uns und rollen gemütlich auf einer Teerstraße dem Sonnenuntergang und der wohlverdienten Mahlzeit entgegen.

 

 

Tag 2:

9.30 Uhr – das Shuttle ist pünktlich auf die Minute. Nun steht uns die Fahrt mit einem Kleinbus bevor. Kurz unterhalb der Gipfelstraße ist Schluss. Schnee und Eis versperren den Sommerreifen unseres kroatischen Shuttlefahrers quasi den Weg. Ab hier heißt es noch 30 Minuten Muskelkraft einsetzen bis zum kalten Gipfel. Aber nach dem verpassten Gipfelsturm der letzten Tage ist das heute unser Pflichtprogramm.

Einige Meter tragen, dann wieder fahren und das ganze im Wechsel für 3 Stunden……Der Himmel mal hell mal dunkel, aber die Wettervorhersage hält letztendlich doch, was sie versprochen hat. Trockner Fels! Der Trail ist im oberen Teil  gut fahrbar, bergabwärts wird jede Querung schwerer. Zusätzlich macht uns der verfallene Weg das weiterkommen nicht leicht. Wir machen das Beste daraus und feilen an unserer Technik. Lediglich bei einer Felswand müssen wir dem Trail Tribut zollen, denn nach dem tausensten Hinterradversetzer ist die Kraft verbraucht. Und so quälen wir uns noch bis in Ziel, um anschließend auf einer Nebenstraße heim zu rollen……

 

 

Tag 3:

Donnerstag, 8.45 Uhr, dass Shuttle ist wie immer pünktlich. Wer ist nicht fertig; der Sven. Alle Bikes eingepackt und los geht’s. Nach ca. 40 min. erreichen wir den Landeplatz. Aktuell ist das Wetter noch beständig. Nach ca. einer Stunde allerdings ändert sich die Wettersituation dramatisch. Nun regnet es ergiebig und nach dem das noch nicht alles sein kann, geht der Regen in einen Schneesturm oberhalb von 1500 HM über. Die Situation ist nicht glücklich, die Finger sind sehr kalt, die Klamotten komplett durchgeweicht. Zurück? Weitergehen? Es wird besser, wir wandern Richtung Meer und Traileinstieg. Gegen 14 Uhr erreichen wir die Einfahrt des Downhills. Das Wetter wird, die Sonne kommt langsam. Doch von fahrbar sind wir bei diesem Trail noch weit entfernt. Im unteren Teil wird die Gesamtsituation dann deutlich besser und wir laufen kurz vor Dunkelheit in unserer Unterkunft ein…..

 

 

Tag 4: