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Ich zähle. Eine Unendlichkeit. Noch 20 Tage, noch 12 Tage, noch 3 Tage… Das Winterwetter ist einfach furchtbar für alle Freunde des Mountainbikens. Aber bald geht es wieder einmal auf eine Atlantikinsel.

 

Tag 1

Höllisch früh. 4 Uhr – aber im Urlaub steht man gerne auf. Der Flug verläuft sehr ruhig über die verschneiten Alpen. Also genau der richige Zeitpunkt, um dem Winter zu entfliehen. Die Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln ist wechselhaft, deswegen starten wir gleich nach dem Bezug unserer Unterkunft zur ersten Tour. Von A nach B fahren gestaltet sich auf den Kanaren als Entdeckungsreise: die vermeintliche „Teerstraße“ entpuppt sich als Feldweg mit knietiefen Löchern… also wieder umdrehen und 20 km Umweg fahren. Aussicht ist etwas anderes; als wir an unserem Drop Off den Reifendruck prüfen, sind wir froh, dass wir die Anzeige noch lesen können. Aber es wird besser – mit jedem Tiefenmeter klärt sich der Blick und wir fahren den ersten Flow Trail mit gefühlten 50 Kehren.

Tag 2

Heute geht´s auf den höchsten Punkt der Insel. Leider wieder etwas nebelig, dafür aber wesentlich wärmer.

Schade – der Trail entpuppt sich im oberen Teil als S0-Feldweg. Danach geht´s umso heftiger weiter: S4 mit rutschigen, sandigen Passagen, enges, verblocktes Gelände und keine SIcherheit, dass man wirklich dort hält, wo man selbst geplant hat. Da hilft auch kein Luftablassen der REifen oder eine besonders aktive Position auf dem Bike. Bis ans Meer fahren ist dann leider keine gute Idee – das stellen wir allerdings erst fest, als wir um die 20 km auf Feldwegen im Cross Country Style hinter uns haben.

Tag 3

Ruhetag = Pannentag! Ein komisches Rumsen und zack – wars das mit dem Plan von Strand und Meer. An einem Parkplatz warten wir auf den Wagenvermieter, 15 Minuten hat er gemeint. Mittlerweile tobt ein Gewitter über uns und der Platzregen begrüßt uns im undichten, kaputten Auto, in dem wir ausharren.Allerdings handelt es sich um spanische Minuten – also warten wir 90 Minuten. Der Vermieter stellt fest: Auto kaputt. Ahja… zum Glück erhalten wir dann doch schnell 2 Ersatzwagen: Ein Lieferwagen und ein geländegängiger Landrover. Pauls Tag ist somit gerettet, er hat ein fable für diese Autos. 😉 Wir beschließen, uns am Strand wenigstens ein spätes Mittagessen zu gönnen und dümpeln den Rest des Tages herum. Die Dünen in Maspalomas bringen dennoch ein wenig die Abenteuerlust zurück. Danach wird der Defender noch ausgiebig im offroad Gelände getestet, der Abend ist gerettet und wir lassen es gemütlich bei Spaghetti Bolognese und einem ausgiebigen Bad im Whirpool ausklingen.

Tag 4

2 Autos – 8 Bikes – 9 Leute: jetzt ist organisatorisches Talent gefragt! Letzendlich kommt dann aber doch jeder auf den Berg und auch mit dem Bike wieder runter. Roque Nublo, ein Wahrzeichen der Insel lockt uns. Der Trail startet nass und wir tragen die Bikes 100 Tifenmeter bevor wir in einen unglaublich geschmeidigen Trail starten. Dieses Sahnestück musste hart erarbeitet werden und wir vergessen im Trailrausch schnell die strapazen der vergagngenen Stunde. Weiter geht es im illegalen Shuttle-Modus mit nur 3 Sitzplätzen und 6 Gartenstühlen auf der Ladefläche – egal. Wir sind heiß aufs Trailfahren!

Durch dichtes Grün kämpfen wir uns in der Mittagshitze 350hm tragend bergauf und genießen eine Abfahrt über eine unglaubliche Hochebene. Leider geplagt von zwei Materialpannen, neigt sich der Tag zu Ende. Der finale Trail hat es noch einmal in sich, lose, extrem loses Geröll begleitet uns auf dem gesamten Trail Richtung Meer. Glücklich und geschafft laufen wir im am Strand ein und gönnen uns beim ersten sehr sympathischen Wirt ein Feierabendbier. Ein absolut gelungener Tag, wir können unser Glück kaum in Worte fassen!

Tag 5

Wir erwarten unser defektes Shuttleauto zurück. Da wir aber nicht untätig rumsitzen wollen starten wir im Transporter zum nächsten Trail. Geht schon ist das Motto und wir starten ab dem Parplatz in einen ungeplanten Uphill. Gerade gut genug um das Frühstück und den Dieselgestank des Autos zu verdauen. Die technischen Flowtrails rund um den Roque Noblo warten auf uns. Erst 150hm bergauf und dann vollkommen spaßig aber doch technisch anspruchsvoll bergab. Wir haben echtes Trailgrinsen im Gesicht. Beendet wir die Tour wieder am Strand und bei unserem nun bekannten Treffpunkt in Puerto de Mogán.

Tag 6

Pausentag: und damit auch gleichzeitig Sightseeing und Reparaturtag. Wir schauen uns die Hauptstadt Las Palmas an, gehen am Strand spazieren und essen den wohl besten Fisch der Insel in einem kleinen und einfachen Fischrestaurant. Die Suche nach Epoxidharz für eine gebrochene Carbonfelge ist das Highlight des Tages und wir machen uns einen Spaß aus dem Einkaufstrip. In der Unterkunft angekommen teilen sich die Gruppen, es wird repariert, gebadet und gekocht. Perfekte Zusammenarbeit!

Bis zum nächsten Abenteuer

 

Eure Anschilope

Zur Abwechlung machten wir uns diesmal mit dem Schlitten anstatt mit dem Bike auf den Weg in die Berge. Und das sogar mit fünf Personen & Rodeln in einem Auto, da sind die Bikes im Vergleich schon sperriger. Rolli chauffierte uns sicher (inkl. Starfoto) bis zum Örtchen Birkenstein, von dem wir auf den Breitenstein wanderten. Tommy, unser Läufer, legte ein gutes Tempo vor und Rolli war nicht langsamer. Aber, man ist ja ein Team und Touren in der Freizeit sollen Spaß machen; so nahmen die Schnellen das Gepäck und Schlitten der anderen und so ging´s bis hoch hinaus auf den Gipfel des Breitensteins.

Und dann wow – was für ein Ausblick! So ein Panorama gibt´s nur im Winter! Michi hatte sogar einen Gipfelschnaps dabei und nachdem wir uns von wild fotografierenden Japanern wieder in normale Alpinsportler verwandelt hatten, machten wir uns an den Abstieg bis zu dem Punkt, an dem wir die Schlitten versteckt hatten. Die Expeditionsschuhe von Peter hatten keinen Grip und er kam zur Belustigung der anderen ein paar Mal ins Straucheln. 😀

 

 

Die Abfahrt ebenfalls durch Lachen begleitet: ganz schön scharfe Kurven und Eis-Stücke, die kein Bremsen mehr zuließen 🙂 Peter und ich saßen auf einmal auf allen vieren auf dem Weg… Wir retteten unsere Ehre dann doch noch mit einer 2-er Schlittenkombination mit Tommy, Michi, Peter und mir 😉 Zum Ausklang gab´s Schnitzel mit Pommes beim Dorfwirt in Fischbachau und zu guter Letzt Kaffee und Kuchen bei der Schönen Aussicht in Kleinhöhenrain.

Ein rundum schöner Tag –  Vielen Dank, dass ihr alle dabei wart!

LG Anschilope

 

 

 

 

Die Veranstaltungen des Oidwirt in Lengries sprechen sich rum… Also musste dieses Mal auch die Freeridefactory ein Team schicken, dass an dem Fotowettbewerb unseren MTB Verein Markt Schwaben repräsentiert!

Für die Registrierung waren Peter und ich bereits um 08:00 im Flow Valley anwesend, dafür gab es dort gleich Red Bull und Energieriegel . Über 60 Teilnehmer in 2er Teams hatten sich aufgemacht, das beste “ Flow-“ und das beste „Spot-Picture“ zu schießen. In der Früh herrschte schon reges Treiben, die ganze lokale Bikeszene hatte sich versammelt und es wurde schon einmal diskutiert, wer wohin fährt und was überhaupt „Flow“ ist…  Wir entschieden uns, etwas weiter weg Richtung Achensee zu fahren und einen Trail zu nehmen, den wir sowieso einmal ausprobieren wollten. Ab der Hütte mussten wir tragen, aber ein paar nette Bilder sind schon dabei raus gekommen….

Getrieben durch die dunkle Wolkenfront hinter uns, machten wir uns dann aber trotz schwer erkämpften Gipfelglück schnell auf die Socken, um wenigsten einigermaßen trocken unten anzukommen… Ab 15:00 Uhr war´s dann endgültig vorbei: Regen, Regen, Regen… wir zum Glück im Wald, der das gröbste abgehalten hat. Biken war nicht mehr drin, also ab zum gemütlichen Teil: noch zwei Pics für den Contest auswählen, trinken, ratschen. Die Bilder der Konkurrenz waren durchgehend auf einem hohen Level, einen Platz auf dem Treppchen war für uns leider nicht drin. Aber die netten Bike-Kollegen, die wir kennen gelernt haben, das Freibier und die super leckeren Burger mit Pommes allein waren es schon wert, daran teilzunehmen. Fazit: Gerne wieder!

 

Hier ein die Fotos unserer Mitglieder und deren Kollegen:

 

 

 

 

Wir freuen uns, unser 30. Mitglied im Verein willkommen zu heißen! Durch unseren angebotenen Schnupperstunden für das Techniktraining könnte Pascal W.  einen tiefen Einblick in unsere Aktivitäten gewinnen. Somit stand für ihn schnell klar, dass wir seine Interessen teilen und entschloss sich uns anzuschließen. Wir freuen uns auf viele gemeinsamen Touren!

Vielen Dank

der Vorstand

   

Donnerstag ist Techniktraining beim MTB Verein Markt Schwaben! Ob WM-Spiele, Nieselregen oder sonstige Hindernisse: wir vesuchen immer, das Training wöchentlich stattfinden zu lassen und freuen uns über alle Teilnehmer der Veranstaltung. Dieses Mal wurde fleißig gehüpft, gesprungen und Kurven fahren geübt. Mit Hütchen, Seil und einer selbst gebauten Rampe wurden verschiedene Übungen von allen Teilnehmern absolviert. Der einsetzende Regen tat dem keinen Abbruch und durch die wohlverdiente Einkehr ins Café College hatte der Abend einen schönen Ausklang. Zu Feien gab´s dann auch gleich was: wir haben nun 30 Mitglieder im Freeridefactory Bike e.V.!

   

Zu guter Letzt noch ein herzliches Dankeschön an Andy für unser neu gestaltetes Stammtisch-Schild, das sieht einfach super aus!

   

   

Wir freuen uns auf jeden Teilnehmer – ob Besucher oder Freund – der bei unserem Techniktraining reinschnuppern möchte

   

 

Freeridefactory Bike e.V zu Besuch bei Neumitglied Andreas im Flow Valley, Trails auf bayrisch…..

 

 

  

Morgens früh um 3 Uhr geht es los nach Kroatien. Die Kollegen eingesammelt und los auf die Autobahn. Die Stimmung ist gut, das Bier gekühlt und der Karren randvoll. Eigentlich alles wie immer. Doch es ist der 28.12.13 und nicht Juni oder Juli.

Salzburg – Nebel 2 Grad

Villach – Nebel 4 Grad

Lublijana – Nebel 6 Grad

Kroatien – Sonne 19 Grad

Gut angekommen, erkunden wir erst eimal den Ort mit dem Bike und führen uns das morgige Ziel vor Augen.

 

 

Tag 1:

Sonntag: 7.54 Uhr – Schrank und Bett wackeln und Peter schreit im Halbschlaf: „Macht´s die Kaffeemaschine aus!“ Alle sind etwas verwirrt, als wir uns beim Anstieg unterhalten  – „Was hat die Anja heut  früh in der Küche gemacht?“ Nach einigen Diskussionen ist es uns klar, es war wirklich ein kleines Erdbeben.

Die Auffahrt: eines Trainingslager würdig, 27 KM bergauf und das auf 1800HM verteilt. Die Steigung ist akzeptabel, dass Wetter hält noch. Doch leider schaffen wir den Gipfel heute nicht. Auf Grund des Wetterumschwungs und der Zeit beschließen wir einstimmig, an einer Schranke zu wenden, zumal der Trail im oberen Bereich noch schneebedeckt ist. Aber der Weg ein paar Kilometer in Richtung Süden entschädigt uns sofort für den verpassten Gipfelsturm. Alle sind gut drauf, dass Wetter erholt sich wieder erwartend und das, was man sehen kann, sieht vom Einstieg vielversprechend aus.

Wir hatten ja schon Trails mit 136 Spitzkehren am Idrosee bewältigt, aber das war im Vergleich zu unserem heutigen Trail eher ein Kindergarten.  Bereits nach dem ersten Drittel haben wir die 136 Kehren passiert. Das Gestein ist lose und zudem sehr griffig, eine sehr tückische Kombination. Beim Rückblick hoch hinaus auf die karstige Landschaft macht es den Anschein, dass man so einen Berg nicht mit dem Bike hinab fahren kann.

Am Trailende erwartet uns ein kleines Bauerndorf. Wie wir auf die Kirche zurollen, winkt uns eine Gruppe einheimischer älterer Herren zu. Sie wollten wissen, woher wir kommen. Die Antwort allerdings löste nicht – wie in Deutschland oder Österreich – Unverständnis aus, sondern pure Begeisterung. Einer der Kroaten spricht sehr gut deutsch und er erzählt uns, dass hier noch nie jemand mit dem Bike herunter gekommen ist….. Wir lassen die amüsierte und kopfschüttelnde Gruppe hinter uns und rollen gemütlich auf einer Teerstraße dem Sonnenuntergang und der wohlverdienten Mahlzeit entgegen.

 

 

Tag 2:

9.30 Uhr – das Shuttle ist pünktlich auf die Minute. Nun steht uns die Fahrt mit einem Kleinbus bevor. Kurz unterhalb der Gipfelstraße ist Schluss. Schnee und Eis versperren den Sommerreifen unseres kroatischen Shuttlefahrers quasi den Weg. Ab hier heißt es noch 30 Minuten Muskelkraft einsetzen bis zum kalten Gipfel. Aber nach dem verpassten Gipfelsturm der letzten Tage ist das heute unser Pflichtprogramm.

Einige Meter tragen, dann wieder fahren und das ganze im Wechsel für 3 Stunden……Der Himmel mal hell mal dunkel, aber die Wettervorhersage hält letztendlich doch, was sie versprochen hat. Trockner Fels! Der Trail ist im oberen Teil  gut fahrbar, bergabwärts wird jede Querung schwerer. Zusätzlich macht uns der verfallene Weg das weiterkommen nicht leicht. Wir machen das Beste daraus und feilen an unserer Technik. Lediglich bei einer Felswand müssen wir dem Trail Tribut zollen, denn nach dem tausensten Hinterradversetzer ist die Kraft verbraucht. Und so quälen wir uns noch bis in Ziel, um anschließend auf einer Nebenstraße heim zu rollen……

 

 

Tag 3:

Donnerstag, 8.45 Uhr, dass Shuttle ist wie immer pünktlich. Wer ist nicht fertig; der Sven. Alle Bikes eingepackt und los geht’s. Nach ca. 40 min. erreichen wir den Landeplatz. Aktuell ist das Wetter noch beständig. Nach ca. einer Stunde allerdings ändert sich die Wettersituation dramatisch. Nun regnet es ergiebig und nach dem das noch nicht alles sein kann, geht der Regen in einen Schneesturm oberhalb von 1500 HM über. Die Situation ist nicht glücklich, die Finger sind sehr kalt, die Klamotten komplett durchgeweicht. Zurück? Weitergehen? Es wird besser, wir wandern Richtung Meer und Traileinstieg. Gegen 14 Uhr erreichen wir die Einfahrt des Downhills. Das Wetter wird, die Sonne kommt langsam. Doch von fahrbar sind wir bei diesem Trail noch weit entfernt. Im unteren Teil wird die Gesamtsituation dann deutlich besser und wir laufen kurz vor Dunkelheit in unserer Unterkunft ein…..

 

 

Tag 4: