Sölden – mit der FRF nix für Flow Racer

Der Wecker klingelt – früh, zu früh – genauer gesagt um fünf Uhr. Aber die Vorfreude treibt uns aus den Betten und wir machen uns auf den Weg nach Sölden. Drei Tage biken und lange, anspruchsvolle Trails sind geplant. Der letzte Besuch unseres MTB Vereins hat uns Neugierig gemacht auf weitere Abenteuer im Ötztaler Land.

40 Kilometer werden wir nach der heutigen Tour gefahren sein, dass wir dabei noch zwei Stunden im Regen kämpfen werden, ist noch nicht zu erahnen. Eine sanfte Steigung, morgentliche Sonnenstrahlen, schöne Landschaft; die erste Distanz ist gemütlich und die Stimmung gut. Je näher wir dem Gletscher kommen, desto widerspenstiger gestaltet sich der Wanderpfad. Es werden uns immer mehr Steine in den Weg gelegt und unsere Räder bocken langsam. Passend zur kommenden Tragepassage zieht ein dichter Hochnebel auf und mit dem Rad auf der Schulter sehen wir aus wie ein Sonder-Einsatzkommando. 😉 Die geniale Speckknödelsuppe auf der Hüttn stärkt uns für den Trail, der anfangs mehr als schwierig ist und sich später auf einem S3-Level einpendelt. Nach einer kurzen Pause geht es dann weiter zur nächsten Gondel, die uns direkt in ein Sommerskigebiet bringt. Nach ein paar Metern fängt es, wie vorhins bereits erwähnt, an zu nieseln und das schlechte Wetter folgt uns bis ins Tal hinab. Am Auto angekommen sind alle froh, aus den durchnässten Klamotten zu kommen. Nur noch duschen, Abendessen und dann Kraft tanken für den nächsten Tag…

Der Morgen zeigt sich wieder in guter Manier von seiner besten Seite – wolkenfrei und relativ warm. Diesmal fahren wir mit dem Postbus, der kostet deutlich weniger als die Gondelfahrten, nimmt aber nur bedingt MTB´ler mit. Die Charakteristik der Abfahrt ist ähnlich der des Vortages: anfangs steil, rutschig, verblockt, Spitzkehren; dann weiteres Gelände, fahrbare Kurven aber auch sehr fordernd. Zum Schluss nehmen wir noch einen Weg durch eine Klamm, bei der wir leider wieder viele Gegenanstiege haben. Das hat Zeit gekostet und wir müssen uns beeilen, den nächsten Bus zu erwischen. Zwei Stunden Wartezeit wollen wir uns bei der schlechten Wetterprognose für den Nachmittag nicht antun, zumal die Fahrtzeit mit einer Stunde auch nicht kurz ist. Auf dem Joch angekommen, gehen wir noch schnell in die warme Hütte und unterhalten uns mit Fernwanderern, die unseren Trail gerade hoch gelaufen sind. Anschließend geht es bei Sonnenschein dem Ötztal entgegen, der Trail geht mal bergab mal bergauf…..überwiegen trocken und vom Charakter ca. S2-S3 würden wir tippen. Einfach eine gelungene Runde…..