Sentiero Militare – Tiefenrausch in den Vizentiner Alpen

  

 

Freitag, Wochenende, Biken? Selbstverständlich. Da die Tage mittlerweile langsam aber stetig kürzer werden, mussten wir uns fürs bevorstehende Wochende
etwas besonderes einfallen lassen. Nachdem wir unseren Naturliebhaber und guten Freund Albert als Shuttlefahrer gewinnen konnten, entschlossen wir uns für
folgendes Motto:
Tiefenrausch von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Gesagt getan. Die 8 Gefährten fuhren über den Brenner an Trento vorbei mit nur einem Ziel. Die Vizentiner Alpen.
Nachdem die Begeisterung bei jedem sehr hoch war, verlief die Fahrt, bei Fachgesimpel und Knüpfung neuer Freundschaften, wie im Flug.

 

 

 

Nach einer Stärkung bei Live-Musik und bayrischem Bier im nahegelegenen Lokal „Oktoberfest“ vor Ort endete der erste von 2 Abenden auch schon.

Sonnenaufgang 7:30: Die Freerider verladen nach üppigem Frühstück schon das Auto. Keine Zeit verlieren hieß die Devise.
Nach endloß erscheinenden Serpentien auf den ersten der geplanten 3 Bergbefahrungen, schraubten wir unsere Bikes zusammen, genossen die Aussicht auf die
mit Nebel bedeckte Poebene und ließen im Anschluss auf mit Laub bedeckten Trais unser Fahrwerk wahre Worte sprechen.

 

 

 

An der Kirche im Tal angekommen, wurden wir, wie nicht anders erwartet, bei bester Laune von unserem Albert empfangen. Nach dem erneuten Anstieg stärkten wir uns
zunächst etwas, sodass wir genügend Energie für den nächsten Downhill mit einigen Spitzkehren hatten.

Während unserer letzten Abfahrt, welche sich an einer senkrechten Wand durch zahrleiche Galerien hindurchzug, konnten wir mit der rot leuchtenden Abendsonne
im Rücken linkerhand ins leicht neblige Tal hinabsurfen.

Bei einer gemeinsamen Begutachtung der Fotos während des Abendessens konnten wir noch einige lustige Geschichten und Erlebnisse, welche während der
gesamten 3068 Tiefenmeter Abfahrt entstanden sind,
unserem personal Taxi-Driver Albert erzählen.

 

 

 

 

Trotz schwerer Beine am Sonntag waren alle überpünktlich am Auto versammelt um die einstündige Anreise an unser nächstes Ziel anzutreten. Ein dichter Nebel
hüllte uns dort im Tal ein. Auf dem 1600 Meter hohen Gipfel hatten wir jedoch einen traumhaften Ausblick auf die Dolomiten sowie das niemals endene Meer aus Wolken.
Nach einer teilweise unfahrbaren Teilstrecke konnten wir jedoch bei den anderen beiden Abfahrten unser fahrtechnisches Können, bei Spitzkehren und teils losem
Geröll, unter Beweis stellen. Körperlich erschöpft konnten wir vor der langen Heimreise immerhin noch 2860 Tiefenmeter sammeln.

Großen Dank möchte ich noch dem Albert für seine großartigen Shutteldienste aussprechen. Ohne ihn wäre solch ein Tripp nicht möglich gewesen.
Ebenfalls möchte ich dem Peter noch führs professionale Guiding danken.

Danke fürs Wochende mit guten Freunden
Jochen