Auf den Spuren des ersten Weltkriegs

     

 

Dienstag früh kurz vor 10Uhr – Großraum München, Nebel – letzte Schraubaktion in Peters Werkstatt bevor wir drei, Michael, Peter und ich alles in den Caddy packen: Bikes, Bier, Werkzeug, Gepäck. Dann geht es auch schon Richtung Süden. Kaum waren die ersten Berge in Sicht, besserte sich das Wetter – Sonne Pur!
Die erste Station des Trips war dann in Bozen, dort beförderte uns die Bahn (nach der Landesüblichen Mittagpause) ein gutes Stück nach oben. während dem Anschließendem Kurbeln kamen die Dolomiten bei bestem Herbstlicht in das Blickfeld. Die Abfahrt war schnell, technisch und hat einfach nur Laune gemacht! Danach wurde wieder alles in den Caddy gepackt und es ging weiter zur Unterkunft irgendwo in einer kleinen Stadt zwischen Rovereto und Bassano. Mit den zähen 40km schmaler Bergstraße über 1100m im dunkeln hat aber irgendwie niemand mehr gerechnet. Hungrig wie wir waren – Bier und Riegel sind eben doch nicht alles – kamen wir dann  zum Hotel.  Auspacken – Duschen – Hotelrestaurant. Speisekarte: Fehlanzeige, italienisch Kenntnisse:  Begrenzt. Gekommen sind dann Spaghetti Carbonara, Putensteak, Gulasch und Wein. Wir waren versorgt und Müde.

 

 

 

 

Am nächsten Tag spielte das Wetter leider nicht so mit. Regen und kalt – es ist eben doch schon Ende Oktober.  Wir haben versucht der Wetterfront in Richtung  Südosten zu entkommen, die Bikes waren ja noch vom Vortag im Auto – die Aktion war mehr oder weniger erfolgreich. Wir kurbelten um die 800hm Richtung Gipfel im zu Beginn leichten Regen, auf einer groben Schotter Piste bis wir dann doch beschlossen die nächste Abzweigung zu nehmen. Rutschig, nass und kalt ging es dann über eine schmale Querung zur Abfahrt. Wurzeln, Steine und Laub taten während der Abfahrt ihr übriges. Nicht desto Trotz haben wir dann in einigen Kehren, unter Anleitung von Peter, die Chance genutzt das Hinterrad versetzen zu üben. Zu Mittag gab es dann Pizza und Augustiner Edelstoff aus dem Pitcher – Passt! Zu Später Stunde kamen dann noch unsere Nachzügler Berni und Thomas, wir gönnten uns in der Hotelbar noch einen Wein, oder zwei. Die Wetterprognose war weiterhin noch bescheiden und wir nutzten den nächsten Morgen um entspannt auszuschlafen. am Tag darauf folgte dann ein Stadtbummel in Vicenca, zum Mittag Bier aus dem Maßkrug und Pizza und der Hausbesuch bei EXT Extreme Shoxs.
Freitag, als wäre nichts gewesen, dann bestes Wetter. Wir radelten direkt von der Hoteltüre los auf den nächsten Berg. Wie in Italien üblich: Asphalt bis fast an den Gipfel, lief gut. Am Gipfel dann eine Gedenkstätte, weites Panorama und ein Italiener mit ferngesteuerter Drohne.  Die Abfahrt war wieder mit Spitzkehren gespickt und stellenweise richtig schnell. Zur zweiten Tour mutierte der Caddy zum Shuttle – fünf Bikes und fünf Männer, geht alles! Der Trail hatte dann auf ca. 10km einfach alles, Flow, Speed, Technik. Ein Traum.

 

 

 

Samstag war dann für Michael und mich der letzte Tag, um noch einmal möglichst viel von der neuen Gegend zu sehen entschieden wir uns alle nochmal für den Shuttle betrieb. Am nächsten Gipfel dann wieder wer hätte es gedacht – eine Gedenkstätte. Der Trail bergab schlängelte sich durch alte Geschützbunker aus dem ersten Weltkrieg – Helmlampen waren angesagt, am Abgrund entlang auf den Versorgungswegen, und später über eine Vielzahl von Kehren erst eng und am Ende weiter mit viel Flow durch den Hang. Top Trail. Die zweite Tour am Tag ging dann noch einmal mit dem Shuttle hoch auf den Gipfel, dieses Mal testeten wir eine andere Abfahrt, welche auf der Karte sehr vielversprechend aussah, aber in der Realität sich als nahezu unfahrbar herausstellte – schade. Aber wer nichts wagt der nicht gewinnt.

 

 

 

 

Die anderen Kollegen wurden noch einmal hoch gefahren und konnten die Abendsonne noch in den letzten Zügen genießen. Michael und ich mussten allerdings schon wieder auf den Rückweg nach München.
Immer wieder eine top Sache mit der Gruppe – So muss Urlaub sein!
Grüße
Dennis