Drei Tage Dolomiten, viele Tiefenmeter und absolute Trailhighlights

Tag 1: zusammengefasst hat es den ganzen Tag geregnet. Laut Wetter App 77 Liter, so hat es sich auch angefühlt. Deshalb die zuvor gekaufte Gondelkarte etwas ausnutzen und oben in den Hütten Kaffee trinken. Danach freuen wir uns durchgefroren auf die Sauna im Hotel. Alternativprogramm für Biker.

Tag 2: Bestes Wetter, strahlender Sonnenschein. Wir haben bereits alles vorbereitet und treffen Andi und Robert pünktlich um kurz nach 8 Uhr an unserer ersten Gondel. Diese bringt uns mit der ersten Fahrt direkt hinauf zum Grödnerjoch. Trotz Sonne ist es empfindlich kalt, die spitzen der Gipfel sind sogar leicht angezuckert – Schnee im August!

Wir starten auf die erste Abfahrt, leider sind die „Trails“ breiteren Schotterpisten zum Opfer gefallen – schade. Abweichend von der vorgegebenen Strecken finden wir dann aber doch noch den ein oder anderen schmalen Pfad.

Die nächste Gondel bringt uns direkt hinein in Skigebiet Alta Badia. Hier ist die Aussicht auf den Sellerstock, die Civetta und den Marmolada Gletscher einfach gigantisch. Auf leicht hügeligem Gelände rollen wir dahin und genießen die Bergwelt der Dolomiten. Die Abfahrt nach Arabba ist rasant. Ein schmaler, sehr gut gepflegter Trail. Wir nehmen Tempo auf!

Nach der nächsten, nun 5. Gondelfahrt geht es von 2500m steil hinab zum Pordoijoch. Eine kleine Pause gönnen wir uns jetzt auf der Hütte, wir liegen sehr gut in der Zeit. Deshalb wird spontan noch eine kleine extra Abfahrt eingebaut. Kein Problem denn Lift Nummer 6 nimmt uns wieder mit hinauf aufs Pordoijoch und von dort hinab nach Canazei. Während der Seilbahnfahrt entscheidet ein Teil der Gruppe spontan noch einen Trail direkt unter der Bahn zu nehmen, wir entdecken einen absoluten Geheimtip. Schmaler, unbefahrener, mit Spitzkehren durchzogener Singletrail über 1000 Tiefenmeter. Trailgrinsen pur in allen Gesichtern. Nach erneutem Gondelaufstieg nun die finale Abfahrt mit Gegenanstiegen nach Wolkenstein. Gegen 18:30 Uhr sind wir geschafft aber glücklich und lassen den Abend beim Wirt gemütlich ausklingen.

Auf dem GPS stehen folgende Daten: 9h 45min – 79km – 5650 Tiefenmeter

Tag 3: Die Lattemar Umrundung

Mit noch etwas müden Beinen vom Vortag starten wir dennoch hochmotiviert in den neuen, ebenfalls sonnigen und warmen Tag.

Der erste Trail und die erste Gondelfahrt in aller Früh. Wer einmal herum will um die Berggruppe muss früh dran sein. Das Panorama entschädigt aber für alles. Herrliches Sommerwetter und wolkenloser Himmel. Die Runde wird deutlich mehr bergauf getreten als noch am Vortag. Uns erwarten auch nur 3 Liftfahrten statt der neun vom Vortag. Die Trails sind absolut einsam und man merkt, dass hier deutlich weniger Tourismus herrscht. Wir haben Spaß auf engen, teils noch recht schlammigen Trails. Hütteneinkehr ist Pflicht und so schaffen wir ganz entspannt auch diese Umrundung. Highlight ist der Karersee der mit wunderschön türkisem Wasser direkt vor dem Bergmassiv beeindruckt.

Auch hier die Daten vom GPS: 7h 45min – 57km – 2520 Tiefenmeter