Saisonauftakt N°2 in Bella Italia

    

Wie unser vorletzter Blogpost beweist, sind wir auch ohne Bike und im Schnee unterwegs. Aber irgendwann ist auch mal Schluss mit Lust auf Schnee und es juckt in den Fingern – das Bike will bewegt werden. Um diesen Schmerz zu lindern haben wir unsere Sachen ins Auto gepackt und uns auf den Weg nach Italien gemacht. Endstation: Finale Ligure. Ziel: Kondition aufbauen, die Trailtechnik des letzten Jahres wieder aus den Tiefen des Gehirns rauskramen und natürlich Sonne, Cappuccino und Pizza genießen.

Der Plan war klar: jeden Tag 1-2 Touren fahren, dabei zwischen 1000-1500 Höhen- und Tiefenmeter selbst gekurbelt überwinden – und somit autonom von jeglichem Shuttleservice und dem damit verbundenen hohen Fahreraufkommen unterwegs sein.

Und so empfing uns Finale nach entspannter und staufreier Autofahrt bei bestem Wetter: Sonne, angenehme 12 Grad – perfekt, um die ersten Höhenmeter in T-Shirt und kurzer Hose unter die Reifen zu nehmen.

Die Trails sind um diese Jahreszeit angenehm leer. Im Ort sind zwar viele Biker zu sehen und die Shuttlefahrzeuge der lokalen Anbieter auch viel unterwegs. Jedoch findet man Ruhe bei tollen Wegen, wenn man sich abseits der bekannten Downhillstrecken bewegt.

So kommen einem höchstens mal ein paar Wanderer oder Kletterer entgegen.

Wir steigern unsere Touren von Tag zu Tag: Sowohl die Höhenmeter werden langsam mehr, aber auch die Trailschwierigkeit, bis wir wieder an dem Punkt angelangt sind, an dem wir Ende 2016 in die Winterpause gegangen sind.

Es ist eine wahre Freude, die Schlüsselstelle im Trail zu meistern. Auch der Ehrgeiz ist geweckt, so dass die wirklich knackigen Passagen durchaus 2 bis 3 Mal in Angriff genommen werden. Denn man will ja nicht nur irgendwie, sondern vor allem schön runter kommen.

Der Tagesablauf unserer 8 Biketage ist schnell gefunden: 7.30 Uhr klingelt der Wecker zur ersten lockeren Laufrunde an der Strandpromenade. Zurück in der Ferienwohnung stärkt das ausgiebige Frühstück mit den auf dem Rückweg vom besten Bäcker in Town mitgebrachten frischen Semmeln für die Biketour. Dann heißt es pedalieren, Knieschoner an die Beine, Sattel runter und ab in den Trail bis zum Mittag. Kurze Pause bei Cappuccino und Brotzeit, und ab in den Nachmittag, der die fleißigen Biker wieder mit tollen Abfahrten und grandiosen Ausblicken auf das Meer belohnt. Angekommen zurück an der Ferienwohnung: Bikecheck, Bikes verschließen, Duschen und ab zum Abendessen. Bei leckerer Pasta und Pizza und natürlich dem ein oder anderen Wein oder Bier planen wir den nächsten Tag und fallen dann zufrieden ins Bett.

Wir haben uns in den 8 Tagen hervorragend auf die Saison 2017 eingestimmt. Mensch und Material harmonieren wieder so gut zusammen wie zuvor.

Und ehrlich: Das ganze blöde Weiß kann sich jetzt bitte mal verziehen 🙂