Rennbericht von Chris (Leiter Factory Racing Team)

Specialized/Sram Enduro Series

oder Specialized Slip and Slide Series powered by Sram.

.

Irgendwie sollte es ein schwieriges Wochenende werden, im Vorfeld hatte sich Sven verletzt und fiel somit bei seinem ersten Rennen aus. Gute Besserung an dieser Stelle.

Mich erwischte eine fiese Erkältung in der Woche vor dem Rennen und das Wetter hatte sich zu allem Überfluss alles andere als freundlich angekündigt, aber dazu später mehr.

Ich war also wieder halbwegs fit und habe mich auf die feinen Trails der Kitzbüheler Alpen gefreut. Mich begleitete Adrian, ein weiterer Enduro-Neuling, der sein erstes Rennen bestreiten sollte.

Das freie Training begann früh, am noch sonnigen Samstag, denn die Trails um die FleckAlm sollten ab 10Uhr für den Kitzalpmarathon gesperrt werden. Krasse Vorstellung, dass dort die Marathon Jungs und Mädels runter geschickt werden, wohlgemerkt am ende eines durchaus sportlichen Marathons. Hut ab, dafür! Für uns war der Trail in zwei wahnsinns Stages unterteilt. Lang, rough und abwechslungsreich. Steile Wurzelpassagen, lange Wiesen-Single-Trails und enge switchbacks im Wald. Durch die starken Bremswellen vor den Kurven sollten diese zwei Stages brutal für Fahrer und Fahrrad werden.

Stage 1-3 am Gaisberg hingegen sind schön gebaute Bikepark Trails mit zahlreichen aber abwechslungsreichen Anliegern und Sprüngen. Wir hatten so viel Spass beim shreddn, dass wir uns schier bremsen mussten, um nicht alle Körner schon vor dem Rennen zu verschießen. Die starken Vibrationen der ruppigen Trails haben Adrians Bike gut zugesetzt, er hat gleich 3 (!) Kettenblattschrauben gleichzeitig verloren. Also haben wir unsere Bikes vor dem Prolog erstmal wieder hergerichtet, geputzt und eingestellt um perfekt zu starten, denn der Prolog zählt als Stage 0 in die Gesamtzeit.

Die Strecke des Prologs war sehr kurz aber mit einer Crux versehen die es in sich hatte. Auf ein Highspeed-Stück folgte eine rutschige Kurve in einer Senke und ein Uphill, der mit dem richtigen Speed gerade so zu meistern war ohne zu schieben. Und da ging es dann also los mit dem Pech. Im 15sec abstand wurde gestartet, der vor mir fahrende ist durch eine technische Panne genau in dem besagten Steilstück „hängen geblieben“ als ich ihn eingeholt hatte. Ich konnte nicht mehr ausweichen und so stürzten wir gemeinsam. Pech….

 

 

 

Sonntag:

Am Sonntag morgen waren wir über den Sonnenschein nach dem Regenschauer verwundert, es sollte doch durchgehend regnen? Unsere Startzeit war erst um Elf, und ein weiter Check der WetterApp machte uns schnell klar, dass dieses Rennen nicht „fair“ ablaufen wird. Regen ab 11 Uhr, das heißt wir stehen bei einsetzendem Regen am Start während viele Fahrer sich schon auf die letzten 2 Stages begeben würden. Pech….

So kam es dann auch, pünktlich zur Start Freigabe am Fahrrerlager fing es an zu regnen, zunächst schwach, dann aber immer stärker werdend. Auf Grund der Wettervorhersage hatte ich mich mich von beginn an auf solche Bedingungen eingestellt. Anstatt der Klickpedale habe ich Flats montiert und mich für einen stabilen „MuddyMary“ vorne wie hinten entschieden. Direkt auf Stage 1 habe ich mich über diese Entscheidung gefreut, der Trail war zwar noch gut fahrbar aber die Kurven waren extrem rutschig! Mit dem gewählten Set-Up ging das dann aber sauber vorwärts.

In Stage 3 habe ich mich leider auf dem Boden wiedergefunden nachdem ein Anlieger nicht gehalten hat. Pech….? – Nein das war einfach zu viel Optimismus. Der Trail fuhr sich dank dem Brechsand ähnlich wie im Trockenen, ich war einfach zu schnell für die Kurve und mein Vorderrad ist über die Oberkante des Anliegers raus gerutscht. Blöööd!

Kommen wir nun zum großen Finale auf dem Fleckalmtrail, Stage 4&5! Das Wetter war inzwischen vollkommen eskaliert, strömender Regen. Wir haben uns noch frische, trockene Handschuhe angezogen und die Schaltung am Bikewasch freigespült, mussten uns aber beeilen, um im durchaus knappen Zeitlimit zu bleiben. 2 min vor Ablauf der Zeit sind wir am Start angekommen, nach ca 200 m auf der Stage habe ich durch mein Brille kaum noch was sehen können. Die Befürchtung vom Vortag, der Trail sei sehr lang hat sich bewahrheitet. Vielmehr ist er auch deutlich anspruchsvoller als die anderen Stages und in den Bedingungen absolut selektiv. Adrian hat leider auf der Letzten Wertungsprüfung einen technischen Defekt erlitten und konnte so sein erstes Rennen nicht zu Ende fahren.

Pech…..

Ich konnte eine Gesamt Rennzeit von 25,28min über die Ziellinie retten und somit mir noch einen Platz unter den Top 30 auf 23 sichern, womit ich nach den vielen Schwierigkeiten sehr glücklich bin.

Was lernen wir aus diesem Wochenende? Outdoorsport ist nicht „fair“, driften mit „Fuß raus“ macht mächtig Spaß und Kirchberg hat feinste Trails. die auch im Regen Spaß machen.

 

 

Ich habe Lust auf das nächste Rennen, vielleicht mit etwas mehr GLÜCK!

 

Die gesamten Ergebnisse und den offiziellen Rennbericht findet ihr auf der Veranstalterseite

2 Kommentare
  1. chris
    chris says:

    danke für den link,
    da sieht man wie „trocken“ es die ersten noch hatten, wir sind leider ein komplett anderes Rennen gefahren im starken Regen.

Kommentare sind deaktiviert.