Um für den Verein neue Veranstaltungen zu organisieren, bedarf es neuer Gebiete und neuen Strecken.

 

Steffi und Peter machten sich daher auf den Weg ins schöne Trentino um die Region um den

Lago di Caldonazzo zu erkunden.

1.Tag : Auf der Suche nach neuen Jagdgründen!

Wir starteten unseren ersten Tag im E-Bike shuttle Modus. Es ging für uns ca. 20km bergaufwärts durch zahlreiche kleine Bergdörfer, vorbei an alten Bauernhöfen zu einem kleinen hochgelegenen Bergsee auf 1111 m s.l.m. Dort genossen wir die Aussicht und den besten Eiskaffee. In den letzten Zügen unseres Gipfelanstieges ging leider der Akku leer. Also stand Schieben auf den Plan. Aber wir hatten ja nur noch 300 Meter zu unserem Ziel den Traileinstieg.

Leider kam es dann anders als gedacht! Erst lagen nur drei Bäume am Weg und teilweise waren schon große Stücke ausgeschnitten, so dass man durchgehen konnte. Dann wurden es immer mehr. Es waren aber nur noch 200 Meter. Es wurden immer mehr umgeknickte Bäume, teilweise konnten wir die Räder darunter durch schieben, bei manchen darüber heben. Nur noch 150 Meter! Dann lief Peter voraus und fand einen günstigen Abschnitt mit weniger Baumbruch. Also weiter! Nur noch 100Meter. Es hörte aber nicht auf. Das Ausmaß des Baumbruches war riesig. So was hatten wir zuvor noch nie gesehen, massenweise riesige umgestürzte Bäume. Was für eine Naturgewalt! Es musste ein wahnsinnig großes Unwetter gewesen sein! Wir überlegten kurz was wir machen sollten? Vor uns lagen noch weitere Bäume hinter uns auch?! Pfadfinder geben nicht auf! Nach weiteren 30 min mühsames vorankommen mit den Bikes hatten wir nur noch 50 Meter bis zum Traileinstieg. Wir kletterten etwas den Hang hinunter, wollten versuchen die riesigen Baumkronen zu umgehen und schafften es auch. Da war endlich die Lichtung zum Traileinstieg. Wir machten es uns auf einer Bank bequem und schnauften erst einmal durch und hatten einen wundervollen Blick auf den Caldonazzosee.

Dann starteten wir talwärts in den Trail. Im oberen Teil offenbarte uns der Trail eine anspruchsvolle Bergabpassage. Erst im steil durch den Wald, dann noch steiler in einem Klettersteig wechselnd, welches mit dem E-Bike aufgrund des Gefälles nicht zu bewältigen war. Also trugen wir wieder die Bikes ein Stück. Im unteren Teil der Wegführung normalisierte sich die Situation und der Trail wurde zu einem spaßigen und flowigen breiteren Wanderweg.

Nach dieser Anstrengung bergauf und bergab hatten wir uns ein großes Bier direkt am See verdient. Für die äußere Abkühlung bot sich der Sprung in den Caldonazzosee an.

3.Tag Flowrückgewinnung!

Wir startete am frühen Morgen Richtung Paganella Bikepark.

Wie wir schnell herausfanden, hat der Bikepark Paganella mehr als nur gebaute Strecken zu bieten: Nämlich wunderschöne technische Trails, die Wanderer und Biker gleichermaßen nutzen können und diese wir mindestens in einen Schwierigkeitsgrad S2-S3 einstufen. Wir hatten großen Spaß auf den gebauten Strecken, aber noch mehr Spaß auf den verblockten Singletrails.

Zusammenfassend geben wir die Note 1 für das Verhältnis Preis/Leistung sowie den Service und das Gute Essen in den Hütten.

Am selben Abend machten wir uns nach der obligatorischen Augustiner-Bierpause auf den Weg in die Dolomiten genauer nach Wolkenstein.

4.Tag epische Landschaft!

Wir nahmen die erste Gondel an diesem Morgen als Aufstiegshilfe. An der Bergstation angekommen, genossen wir den traumhaften atemberaubenden Blick über die beeindruckenden Gipfel wie die Sella, den Schlern oder den Langkofel. Nicht umsonst hat die UNESCO vor 10 Jahren die Dolomiten zu den Weltnaturerben ernannt.

Nachdem starteten wir sofort mit dem Aufstieg, bevor es zu viele Wanderer auf den Berg schafften. Wir waren jedoch sehr überrascht, wie viele uns bereits um 9 Uhr bei unserem Aufstieg zum nächsthöheren Sattel entgegen kamen. Später erfuhren wir, dass die Augustwochen die meistfrequentierten Wandertage in der Region Wolkenstein seien. Mit den Bikes auf den Rücken*stiegen wir die 250 Höhenmeter auf einen stetig ansteigenden Steig nach oben. Von hier aus querten wir unterhalb des Sattels zum nächst höhergelegenen Bergkamm. Hier starteten wir in unsere ellenlange Abfahrt ins Tal. Wir brauchten 2h bis ins Tal nach Corvara. Auf unserem Weg ins Tal kamen uns erneut viele Wanderer entgegen, jedoch waren alle hellauf begeistert welche Leidenschaft wir an den Tag legten, um den Weg fehlerfrei bergab zu befahren. Diesen Enthusiasmus wünschen wir uns für Deutschland und Österreich auch.

Der obere Teil der Stecke führte uns über eine ehemaliges Gletscherplateau, auf dem wir nur wenige Höhenmeter verloren und der uns keine größeren technischen Schwierigkeiten bot.

Jedoch der zweite Teil hatte es in sich: Es wurde steiler und verbockter. Einige Spitzkehren und Trial-Passagen mussten überwunden werden.

Der 3. Abschnitt war ein Weg zum Verlieben. Er spielte sich komplett im Wald ab. Die Stollen hatten einen super Gripp, ideal zum Runterrollen und in den Spitzkehren zum Versetzen.

Und was darf nach so einer Abfahrt anschließend nicht fehlen? Genau #eintrailbier!

In Corvara angekommen, erfrischten wir uns erst im kühlen Bach und anschließend an der Bar bei einem kühlen Bier. Dann ging es leicht pedalierend mit der Gondel noch einmal bergauf zum Ursprungsstartpunkt. Dort angekommen nahmen wir noch zwei Abfahren der gebauten Flow-Strecken des Bikeparks Wolkenstein mit, bevor es zum Mittagessen auf eine gemütliche Hütte ging.

Wir genossen den herrlichen Tag auf der Dachterrasse und warteten ab, bis die meisten Wanderer den Weg ins Tal nahmen oder mit der Gondel zurück ins Tal fuhren.

Eine Abfahrt stand noch auf unseren Speiseplan. Wir legten also nochmal den #hookabike* an, um die #intensebicycles erneut die 250 Höhenmeter zum Sattel zu tragen. Nach einem kurzen Plausch mit einem Australier und zwei Baden-Württembergischen Wanderern, ging es direkt in die Abfahrt Richtung Wolkenstein.

Dieser Trail jedoch kostete nochmal alles. Wir würden behaupten, dass dieser Weg völlig unbegangen ist, denn wir haben keinen einzigen Wanderer getroffen. Auf diesen 10 Kilometern ins Tal war alles geboten was das Herz eines Mountainbikers höher schlagen lässt und würde in unseren Augen das Prädikat #episch verdienen!!!

Im Angebot waren Steilabsätze, Felsstufen, Steinrinnen bis hin zu flowige Waldpassagen durch die Latschen und Spitzkehren.

Um diesen Trail fehlerfrei zu fahren bedarf es Kraft, Ausdauer und geistiger Aufmerksamkeit. Vor allem der lose, rutschige Schotter, den wir im Streckenverlauf drei Mal querten hatte es in sich! Unten angekommen trafen wir auf eine kleine Kapelle umgeben von Almwiesen und Nadelbäume. Ein geschotterter Wanderweg  brachte uns direkt zu den Toren Wolkensteins zurück.

Wir folgten den Radweg durch Wolkenstein, bis dieser uns direkt in die Bar Saltos #trailbeer führte. Mit einem frisch gezapften Augustiner von Fass in der Hand und showcooking vom Chef der Bar beschlossen wir unseren letzte Pfadfindertag.

Wir freuen uns euch bald wieder von neuen Pfaden zu berichten, Eure Steffi und euer Peter!