Für diesen Wochenende war eigentlich das Stilfser Joch geplant, doch das Wetter ist an den südlichen Alpen deutlich besser – Planänderung!

Also machen sich vier sonnenhungrige Biker am Freitag Abend auf den Weg nach Bassano del Grappa. Bei Ankunft am späten Abend ist es immer noch erstaunlich mild, wie im Hochsommer. Vorfreude macht sich breit.

Der nächste Morgen begrüßt uns mit Sonne pur und nach ein paar Materialbesorgungen starten wir auf frisch gepflegten Bikes in den Tag. Vor uns eine Auffahrt, die es in sich hat; eine alte Militärstraße eben. Ein grober, loser Schotterweg schraubt sich in über zwei Stunden stetig bergauf. Die restliche Auffahrt zum Gipfel ist geteert und vergleichsweise entspannt. Oben angekommen das Rifugio mit einem atemberaubendem Blick! Man sieht die Dolomiten, die Po-Ebene und sogar Venedig am Meer ganz weit hinten am Horizont. Wir sind absolut überwältigt.

Nach einer Pause machen wir uns auf den Weg hinunter, erst ein Wiesentrail, dann etwas ruppiger und ab der Abzweigung in ein Seitental eng, steil, ausgesetzt. Ein richtiges Abenteuer.

Doch wir haben noch nicht genug, wir shutteln uns selbst. Diesmal ein schneller, flowiger Trail mit doch auch über 1000 Tiefenmetern bei Abendsonne. Wir sind begeistert, hungrig und durstig.

Vom Hotel direkt zum Wirt. Große, leckere Portionen und das ein oder andere Erfrischungsgetränk 😉

Tag zwei, der Wecker klingelt, die Beine schmerzen. Und wir wissen genau was nach dem Frühstück auf uns wartet. Die selbe Auffahrt von gestern. Über drei Stunden bergauf, ohne Flachstück immer das Ziel vor Augen. Und es läuft erstaunlich gut, schneller als gedacht erklimmen wir wieder den Monte Grappa.

Diesmal mit ausgiebiger Pause, für zwei von uns hat es sogar für ein kleines Schläfchen in wärmender Sonne gereicht, wir sind ja schließlich zum Spaß hier.

Die Abfahrt könnte man zusammengefasst als genial bezeichnen. Wiesentrails gefolgt von einem schmalen, spaßigen und langem Trail bis ins Tal. Ich bekomme den ganzen Abend das Grinsen nicht mehr weg 😉

Montag: Büro? Nee, bisschen was geht noch. Wir nehmen eine andere Auffaht und testen einen bis dahin unbekannten Trail bergab. Dieser ist zwar gut fahrbar aber schüttelt einen richtig durch. Das Material leidet, einen Durchschlag und eine Delle im Rahmen kostet uns dieser Weg. Halb so schlimm, Aluminium steckt auch das weg.

Nach dem Trail noch kurzerhand in den Fluss gesprungen, Erfrischung muss schließlich sein und ab Richtung Heimat. Ein sehr gelungenes, sportliches Wochenende mit super Stimmung und unvergesslichen Eindrücken!