Im Land der weißen Spitzen und Kugeln

          

 

Am Donnerstagabend machten wir uns wieder auf in Richtung Alpen, und das mit einem unguten Gefühl, da es die Tage immer wieder geschneit hatte. Wir nächtigten in Sulden und machten uns bereits um 8 Uhr auf den Weg zur Gondelbahn.

Mit der ersten Fahrt ging es bereits auf 2600 Meter ü.M. Nach einem kurzen WC-Stopp an der Bergstation ging es anschließend, wenn auch nur kurz auf dem Bike, dem Berg entgegen. Nach wenigen Metern war dann wie immer Bike schultern angesagt. Noch einige Höhenmeter auf gefrorenem Stein ging es zügig in den Schnee und anschließend auf Eis. Einige legten für die Gletscherbegehung ihre Grödeln an und wir teilten unser Team in zwei Gruppen und marschierten anschließen weiter. Nach einigen Höhenmetern schlängelte sich der Weg durch ein Labyrinth von Spalten bis hin zum Steilanstieg, den wir in perfekter Teamarbeit überwunden haben. Im oberen Teil des Gletschers entspannte sich die Situation sehr schnell, der Weg wurde zunehmend flacher bis hin zum Übergang auf Stein und Fels am Gipfelgrad. Für viele war das der höchste Punkt, mit dem sie jemald auf dem Rad unterwegs waren.

Euphorisch durch das, was wir da geleistet hatten, ging es dann via Bike über Fels und Schnee in Richtung Hütte, hier stand nun eine ausgiebige Pause auf den Programm bei dieser wir den neugierigen Wanderern unseren Aufstieg schilderten.

 

 

 

 

Nach unserer Pause auf der 3269 Meter hoch gelegenen Hütte machten wir uns auf den Weg ins Tal. Los ging es im ersten Teil mit einem Steilstück das zum Teil noch mit Schnee bedeckt war und grundsätzlich durchaus fahrbar gewesen wäre. Im weiteren Verlauf kamen wir an einer weiteren Hütte vorbei die, der Sonne und der niedrigeren Lage geschuldet, nun ein Bier auf der Terrasse zulies. Von hier an schlängelt sich unser Weg über grüne Wiesen hinab gen Tal wo der Trail nochmal an Steilheit zulegen sollte…..

Nach eine kurze Stück Teerabfahrt und einem Plattfuß bei Sebi wechselten wir die Talseite. Hier ging es laufend auf und ab, bis wir zu unserem zweiten Aufstieg des Tages gelangten. Obwohl jetzt nur 250 Höhenmeter auf den Navi standen, kam uns die Lauferei wie eine Ewigkeit vor, schließlich hatten wir die erste Hütte innerhalb von nicht mal 3 Std. ab Talstation erreicht und schon einige Körner verschossen.

Die letzten Meter, der Wald lichtet sich und wir erreichen die gelbgrünen Bergwiesen hoch über Santa C. wo wir nochmal inne halten und anschließende die Abfahrt über einen genialen und top gepflegten Spitzkehren-Trail beginnen.

Kehre für Kehre schrauben wir uns nach unten, man kann das Feierabendbier schon rufen hören und nach ein paar sehr engen und kniffligen Teilstücken in unserem Weg ist es auch soweit…..Willkommen beim Wirt.

 

 

 

 

 

An Tag 2 unserer Reise erwartet und Petrus erstmal mit einem sauberen Regenschauer beim Frühstück….wir beschlossen aber dann trotzdem zumindest mal mit dem Auto in Richtung Pass zu kurven. 3 Grad und böiger Regen, keine Traumbedingungen. Nach einer weiteren Kaffeepause am Berg entschlossen wir uns nun doch einen Trail unter die nassen Stollen zu nehmen. Zwar weichten wir hier nun von unserem eigentlichen Plan ab aber wurden mit einem durchaus brauchbaren Trail belohnt, der sich im unteren Teil sogar als echter Trial-Hammer herausstellen sollte.

Nach einem kurzen Bikewash und machen wir uns wieder auf in Richtung Pass, hier auf der knapp 2600 Meter hoch gelegen Passhütte machen wir eine ausgiebige Pause und trocknen dabei unsere Sachen. Im Anschluss geht es auf einen erst nebelreiche Südabfahrt die sich im Anschluss zu echten Enduro Rennstrecke entpuppt.

Wieder oben am Pass, geht es nun über eine kurze aber doch spannende Abfahrt wieder in Richtung Hotel, wo wird die Bikes nochmal waschen und verladen für die morgige Abreise, denn Petrus lässt am Sonntag keine Trails mehr zu 🙂