Frühlingsgefühle im Winter

    

 

7 Wochen ohne einen neuen Blogeintrag der Freeridefactory. Gab es sowas überhaupt schonmal? Vermutlich nicht.
Deshalb werde ich hiermit den Bann brechen. Denn 5 Gefährten hat es am 19. 02 sehr kurzfristig noch nach Bozen gezogen. Schnee, Sonnenschein, Schnee, Regen und wieder Schnee. Das Wetter spielte uns einen Streich. Nicht jedoch an diesem Wochenende,  denn laut dem Wetterbericht sollte es 14-17 °C geben.Die innerliche Freude stieg an, denn ab diesem Trip fängt für uns die neue Saison 2016 an.Am Freitag Abend nach der Arbeit starteten wir geschlossen in unser Bikerdomizil Itailen unterwegs.  Nach einer Stärkung im Brauhaus Bazen bereiteten wir uns auf das kommende Wochenende vor.

 

 

 

 

Nach dem Frühstück fuhren wir vom Hotel ca. 20 Minuten mit dem Auto an den Fuß eines in der Sonne strahlenden Berges. Vereinzelt waren noch Schneefelder zu sehen, jedoch konnte man fast meinen, dass man dem Schnee beim Schmelzen zusehen konnte. Solch eine unglaubliche Kraft hatte die Sonne, weshalb wir kurz überlegten, ob wir nicht die Daunenweste im Auto lassen sollten.
Am Parkplatz der Gondel angekommen, schraubten wir erst noch ca. eine halbe Stunde an unseren Bikes. Wieso denn das; Fragt sich bestimmt der ein oder andere.
Lasst es mich euch erklären.
Wir hatten nämlich aus diesem Tripp sage und schreibe 3 Jungfernfahrten. Die Anja der Matthias und ich sind vom Liteville 601 auf das neue Banshee Rune 2016 V2 umgestiegen. Desshalb mussten wir das Grundsetup des neuen Dämpfers, die Geometrie des Rahmens sowie die richtige Lenkerposition auf dem Parkplatz einstellten.  Das es bei der Grundeinstellung nicht geblieben ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Nach 2-3 Abfahren und ständiger Korrektur am Fahrwerkssetup, spielte sich nach und nach eine Harmonie zwischen dem Fahrer und dem Bike ein.  An den hohen Aufbau jedoch, sowie das ungewohnte Laufverhalten des 29″ Vorderrads brauch man jedoch etwas mehr als ein paar Downhill Kilometer.  Hat man sich jedoch erst einmal damit angefreundet, ist man kaum noch auf dem Trail zu bremsen.
Nachdem wir die Gondel nochmal für 2 weitere Abfahrten gewechselt hatten, fuhren wir in der Abenddämmerung in Richtung Hotel zurück um uns fürs bevorstehende Abendessen und gutem Wein  im Restaurant Nussbaumer in Bozen vorzubreiten.

 

    

 

 

    

 

Am nächsten Morgen kitzelte uns die Sonne aus den Betten. Trotz leichtem Muskelkater waren alle gut gelaunt und nach einem gemütlichen Frühstück suchten wir uns für die Morgenstunden eine Auffahrt in der Sonne heraus.
Für die ersten 1000 Höhenmeter nutzten wir ebenfalls wie am Tag zuvor die kleine Sardinendose. Die Panoramaauffahrt  links der Dolomitenausläufer war hierbei wieder einmal ein Highlight bei der Auffahrt.

Es kurbelte sich fast wie von selbst;)  Da in Italien auch die Gondelführern die Mittagspause vergonnt sei, wurde uns die 2. Auffahrt leider verwehrt. Dies nahmen wir zum Anlass, um uns in Bozen am Waltherplatz auf einen Kaffee und Sandwitch niederzulassen. Gestärkt und bei herrlichen 17 °C entschlossen wir uns abschließend noch den Nordhang zu erobern. Diese letzten 1100 Tiefenmeter, auf einem guten S3 Trail erforderten dann nochmal höchste Konzentration und körperliche Anspannung.
Erschöpft und Glücklich zugleich traten wir am späten Nachmittag die Heimreise ins verregnete Deutschland an.

Danke für das schöne Wochenende

Jochen