Bereits bei der gemeinsamen Ausfahrt in Bozen sind die Würfel für mich gefallen: das alte All Mountain ist einfach nicht mehr das richtige, ein neues Bike muss her! Nach kurzer Probefahrt war klar: es muss ein Liteville werden, ein 601 um genau zu sein. Laufräder und Rahmen wurden bereits kurz danach gebraucht organisiert, für den Rest habe ich ein wenig Zeit gebraucht. Diese Zeit konnte ich nutzen, um den Rahmen, der deutliche Gebrauchsspuren aufwies mit Schleifpads so lange zu bearbeiten, bis dieser in neuem Glanz erstrahlte. Ich entschied mich, den Rahmen in Raw zu fahren, da ich mich während den Schleifarbeiten immer mehr in diesen puristischen Look verliebt hatte.

Nachdem ich bald endlich alle notwendigen Komponenten zusammen hatte, machte ich mich eines samstags bepackt mit Bike-Parts und Frühstück auf in die Werkstatt, so dass aus dem Haufen Aluminium die ultimative Trailmaschine entstehen konnte.

Das Ergebnis? Der Hammer! Bereits bei der ersten Ausfahrt offenbarte sich das Potential des neuen Gefährts. Nach kurzer Einrollphase fühlte ich mich im Trail sofort heimisch und sehr viele Passagen, bei denen ich früher sicherheitshalber abgestiegen wäre einfach überfahren. Der Aufbau, den Trailfuchs Peter mir geraten hatte überzeugt auf ganzer Linie. Das Rad geht bergauf mit seinen 13,8kg so gut wie mein altes All Mountain, bergab ist einfach kein Vergleich möglich.

Das Bike ist aufgebaut auf Basis eines Liteville 601 MK1 Rahmens. Wir haben am Tretlager einen eigens von Freeridefactory engineerten Bashguard montiert, der das Kettenblatt bei Felskontakt schützen soll.

Für die XX1-Kurbel verwenden wir ein Custom Kettenblatt von Wolftooth mit nur 26 Zähnen. So haben wir maximale Bodenfreiheit und einen leichten Klettergang. Die Gabel ist eine Rock Shox Pike Dual Air mit 160mm Federweg für 29″ Laufrad, der Dämpfer ein Marzocchi Roco TST mit 240mm Einbaulänge.

Nachdem alle Teile zusammengefunden hatten, war es Zeit für das erste Aufsitzen und die Feinabstimmung von Fahrwerk, Bremsen und Schaltung. Das Ergebnis kann sich, wie ich finde, mehr als sehen lassen. Es ist ein wunderschöner Zuwachs in der Familie der Freeridefactory Bikes geworden.

Inzwischen sind die auf den Bildern zu sehenden Ice-Tec Bremsscheiben gegen rote Hope Scheiben getauscht worden, der Optik und des noch knackigeren Bremspunktes wegen.