SSES Riva: Schöne Landschaft, selektive Strecken, aber etwas mehr als wilde Organisation!
Trotz der Verhältnisse schlossen wir für uns ganz akzeptabel ab mit den Plätzen 27. (Sven), 35. (Sam), 61. (Wolf) und 72. (Julian), in der Open Kategorie.

Sich nicht richtig zu verletzen und das Material zu schonen war die Hauptsache für uns, doch lest selber:

Samstagfrüh noch voll motiviert, ging es von unserem Apartment in Torbole am Ufer entlang Richtung Riva Startnummern abholen. Was sich in der Theorie leicht anhörte stellte sich dann als etwas kompliziert heraus, da uns überall etwas anderes gesagt wurde, wo denn die Akkreditierung zu finden sei.
Nach einigen Versuchen fanden wir sie dann und staunten nicht schlecht, als es plötzlich hies: „Wenn ihr bis zum Fuß des Berges shutteln möchtet, heute wird niemand kontrollieren…“ Super, unser Auto stand zu weit weg und wir hatten so etwas nicht erwartet.
Während des Trainings teilten wir uns die Auffahrt teilweise mit den abfahrenden Marathonfahrern, was zwischenzeitlich etwas gefährlich war.

Stage 1 stellte sich als schön mit glitischigen Laub bedeckter alter Karrenweg heraus, der ohne den angekündigten Regen schon unser Glück herausforderte, im Rennen nach dem Regen jedoch nicht viel rutschiger wurde.
Stage 2 war ein schöner schneller Trail mit lockerem Waldboden und einigen Steinfeldern, der ziemlich viel Spaß machte!
Nach einer längeren Auffahrt kamen wir dann auch zur Einfahrt zu Stage 3 die eigentlich ganz lustig zu fahren war, jedoch auch schon im relativ trockenen Training sehr rutschig war, sodass wir an einer Stelle alle vier auf einmal dem (Fels-)Boden näher kamen.
Als wir uns dann die Stage 4 anschauten, bekamen wir bei manchen Stellen schon Zweifel, wie sicher und sauber man das im feuchten Zustand fahren kann, denn die 2,8 km lange Stage hatte es mit Steilstücken und fiesen Steinen ziemlich in sich!

Sonntag dann im Rennen bei Nebel (auf der schnellen Stage 2 bei 5-10 m Sicht) und nach einem Regenschauer, beschlossen Wolf und Julian von Anfang an, dass es das Risiko sich zu verletzen nicht wert sei und fuhren die Stages entspannt und mit dem Fokus heil durchzukommen mit. Sam schloss sich dem nach der zweiten Stage an, nur Sven, der Konditionsstärkste und damit am Beginn der Stage 3 noch mit genügend Kraft im Körper, begann die letzten zwei Stages noch im Rennmodus, was er mit Prellungen an den Rippen und am Fuß bezahlen durfte!

Die vielen HM und die, dank falscher Ausschilderung, für uns längere Rennstrecke wäre bei Trockenheit sicher sehr lustig gewesen, hat durch die Nässe aber ein ziemlich hohes Risiko gefordert, da die Strecke mehr oder weniger aus glitschigen Felsgestein bestand, das bei einen Sturz nicht sehr verzeihend ist.
Mit 72 von knapp über 300, nach dem Training, nicht gestarteten Fahrern, ist die Frage, ob es für eine Veranstaltung mit Amateurfahrern Sinn macht eine solche risikoreiche Streckenwahl zu treffen…