Tag 1: Unser Guideteam, bestehend aus Peter, Bernie und Anja, machte sich bereits am Mittwoch Abend auf den Weg nach Bella Italia. Unsere Freunde Bene und Dennis konnten sich ebenfalls frei nehmen und begleiteten uns beim Scouting…

 

 

Tag 2: Gradwanderung; ja das hatte uns Peter angekündigt – und es wurde letztendlich eine richtige Wanderung, nur mit Rad auf dem Rücken. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Peter hat in der Vergangenheit durch Ausprobieren einige sensationelle Trails gefunden. Es kann aber genauso gut eine unfahrbare, anstrengende Angelegenheit werden. Natürlich kann man nur die in Büchern und im Internet befindlichen Touren abfahren, aber da entgeht einem doch das ein oder andere Schmankerl – vor allem für uns Bikebergsteiger lohnt es sich, abseits der gängigen Routen zu suchen. Nach ungefähr 3 Stunden bergauf kurbeln mussten wir unsere Bikes schultern und aufsteigen. Der Gratweg war sehr verfallen, teilweise nur Fußbreit und einige Schneefelder erschwerten uns den Weg. Hinzu kam noch ein böiger Wind, also Abenteuer pur. 5 Stunden zogen wir nun von Berg zu Berg an der schier endlosen Gipfelkette. Nur ein paar entdeckungslustige Ziegen kamen uns entgegen. Endlich am Abstieg angekommen, fing der Trail erst einmal gut an, verlief sich dann aber im nichts. Aber eine neu gebaute Hütte stand auf einmal vor dem schönen Panoramablick auf den Comer See. Dann Spurensuche – GPS in die Hand und Weg suchen – ja da war mal einer… und der ist auch nicht mehr begangen… Tja, was nun? Irgendwie müssen die doch hier rauf zur Hütte gekommen sein. Und dann endlich – ein Weg! Und der war gar nicht so schlecht zum Fahren. Als wir in einem Bergdorf ankommen, endet der Wanderweg und wir müssen die Schotterstraße herunter fahren.

 

 

Tag 3: Gipfelsturm

So, nun sind sie da! Ein ganzer Bus erwartungsvoller Biker kam gestern Nacht noch beim Hotel an. Also morgens gut gefrühstückt, den Rucksack gepackt und auf zum Startpunkt unserer Tour. Die Sonne blinzelte uns ein wenig zu, als wir die steilen Rampen bis zum Gipfel erklommen. Der Ausblick auf der Bergkuppe belohnte uns für die vorherige Anstrengung; die letzten Meter mal wieder mit dem Rad auf dem Rücken. Aber das ist unsereins ja gewöhnt. Der mit groben Felsblöcken anspruchsvolle Trail war genau das richtige für unsere Truppe und der Tag somit ein voller Erfolg.

 

Tag 4: Rundfahrt

Wer sich mit geschultem Auge diese Bilder ansieht, wird sich wahrscheinlich denken: „Ah, das kenne ich doch! Die Tour muss echt toll sein.“ Ja, das ist ein echter Klassiker und wirklich empfehlenswert. Die alte Zugspur entlang zu fahren; mit ihren vielen langen und kurzen Tunneln, ist etwas ganz besonderes. Nachdem wir bei richtig warmen Sommertemperaturen (im Vgl. zu 15°C Regen Zuhause) den Uphill von 900 HM geschafft hatten, wurde erst einmal der Stausee begutachtet. Dann gings weiter auf dem legendären Panorama-Schienenweg. Nach einer kurzen, knackigen Abfahrt gab es ein richtiges „grande birra“, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Dass das gleich knapp ein Liter ist, wussten wir erst nach der Bestellung, aber es gibt schlimmeres 😉 Danach folgte einer der schwersten Trails, die ich jemals gefahren bin. Blockig, steinig, steil, Spitzkehren, aber irgendwie…schon machbar. Also nicht unfahrbar sondern eher „Wir sehen uns in 2 Jahren wieder, und dann zeig ich es dir!“. Peter, unser Klassenbester, war total im flow und zeigte den anderen, was man alles so mit einem MTB fahren kann. Wahnsinn. Mit der guten Laune gings dann zum Auto, ein bisschen ausruhen am Flussufer und später mit einem Bärenhunger zum Wirt.