Im Land wo Pizza, Pasta und Wein fließen…

…und die Trails rufen – dieses Land heißt Italien. Und um das zu erleben, machten wir uns morgens in aller Frühe von Markt Schwaben auf den Weg ins Trentino. Treffen um 5 Uhr ist nicht Jedermanns Sache, dennoch waren die zwei Busse – zum einen der schöne rote Traffic, zum anderen der zum ersten Mal zum Einsatz kommende Crafter – gepackt. Und zu packen gab es eine Menge: insgesamt 13 Bikes plus Gepäck von 14 Leuten. Doch schon um 5.10 Uhr war alles verstaut – inklusive Jochens Wäschekorb. Notiz für alle, die mal planen, mit uns wegzufahren: Wäschekörbe als Transportutensil sind super unpraktisch!

   

 

 

   

 

Die Fahrt verlief zum Glück unspektakulär und schon um 10 Uhr standen wir am Gipfel auf gut 1.600 m über NN. Von dort startete unsere erste Abfahrt. Diese war zum Eingewöhnen schön flowig und ordentlich lang mit knapp 1400 Tiefenmetern. Im Tal kamen wir direkt an unserer Unterkunft für die nächsten 2 Tage aus: dem wunderschönen Agriturismo Maso Speron D‘Oro. Das Haus liegt schön inmitten der Weinberge. Toll sind die große Terrasse und Garten, der Platz für die abendliche Bikepflege bietet.
Nach schnellem Check-In und kurzer Stärkung ging es sofort weiter, wieder in Richtung Gipfel, diesmal aber „nur“ auf ca. 1000 m Höhe. Auch dort erwartete uns ein wunderschöner Trail in Richtung Tal.
Vor Abfahrt Nummer 3 konnten wir uns noch im Rifugio  bei Kaffee, Apfelstrudel und Selbstgebranntem stärken. Dann wartet mein persönliches Highlight auf uns: der Aufstieg bis zum Gipfel  auf 1.866 m über Meeresspiegel. Von oben hat man einen wunderschönen Blick auf die umgebenden Berge und den Gardasee.
Auch die letzte Abfahrt von Tag 1 hat uns das ein oder andere Grinsen auf das Gesicht gezaubert.
Den Tag ließen wir zunächst im Garten unserer Unterkunft bei Bier und Fachsimpelei und anschließend bei – endlich! – Pizza und Pasta ausklingen.

   

 

 

   

 

Am zweiten Tag nach einem guten Frühstück ging es diesmal los auf den nächsten Gipfel auf 1.603m Höhe. Hier galt es ca. 300 Höhenmeter selber zu treten. Als Belohnung rauschten wir auf einem tollen Trail gen Tal, wo uns wieder unsere verlässlichen Shuttlefahrer erwarteten. Fix eingeladen – man entwickelt irgendwann eine Art Routine – führte uns unser Weg wieder gen Gipfel Tag1, denn wir hatten eine Verabredung beim Wirt des Rifugios. Dieser empfing uns mit Schalen voll dampfender Pasta, Kaffee und natürlich auch wieder Selbstgebranntem. Nun stand der für mich forderndste Trail des gesamten Wochenendes an. Dank vieler Tipps von Peter habe ich aber auch diesen verletzungsfrei gemeistert. Die besondere Schwierigkeit lag für mich in viel losem Schotter und tiefem Laub. Vor allem letzters kann tückisch sein, sieht man doch nicht, was sich darunter befindet. Daher ist Rutschen vorprogrammiert. Man muss sich wirklich darauf einlassen, ganz gelassen das Bike unter sich rutschen zu lassen. Wie Michi so schön sagte: „Man muss das Bike freigeben.“ Nach weiteren 2 Abfahrten mussten wir uns am Abend sputen, um zum Essen zu kommen. Auf dem Plan stand der neue gehypte „Inn-Italiener“, der min. 1 Woche im Voraus reserviert werden muss. Und wir attestieren: Das Essen war wirklich gut! Peter und Anja freuten sich über frisch angemachtes Tartar und Matthias hatte hart mit dem riesigen Fischteller zu kämpfen. Satt und zufrieden fiel die Truppe ins Bett.

 

   

 

 

   

 

Tag 3 hieß: Taschen packen und umziehen. Denn Peter hatte sich noch weitere Trailschmankerl in der Po Ebene, ca. 1 Stunde Autofahrt von Rovereto entfernt, ausgeschaut. Das Ziel liegt am südlichen Rande der Alpen mit freiem Blick auf die Po-Ebene. Hier sind die Berge zu Ende. Highlight hier sind definitiv die Militärwege, die das gesamte Gebiet durchziehen. Auch dieser Tag war gespickt von feinen und eher technischen Trails. Hier galt es auch die ein oder andere Spitzkehre mehr oder weniger dynamisch zu versetzen. Um den letzten Abend noch zünftig zu begehen, führte der Weg der Truppe in das Oktoberfest. Haxn gab es dort zwar nicht, aber leckeres deutsches Bier und große Burger, die unsere Energiespeicher für den letzten Tag wieder auffüllten.

 

   

 

 

   

 
Etwas wehmütig saßen wir dann am Sonntag beim Frühstück, wohlwissend, dass die Zeit schon fast zu Ende war. Zum Glück aber nur fast. Denn heute sollten endlich die berühmten Gallerien der Militärwege unter die Räder genommen werden. Shuttlend und tretend erreichten wir diese zusammen mit einer Busladung eher greiser Wanderer. Diese überholten wir schnell und konnten die Sentieri Militari ausgiebig genießen. Diese Wege sind einfach unglaublich: in den Fels gehauen geht es auf der einen Seite mehrere hundert Höhenmeter bergab und auf der anderen Seite ebenso weit bergauf. Schwindelfreiheit ist angebracht. Neben der ausgesetzten Lage sind auch die zu durchfahrenden Tunnel eine eher ungewöhnliche Herausforderung. Ungewöhnlich sind aber offensichtlich auch Biker auf diesen Wegen. So wurden wir zu einem beliebten Fotomotiv der besagten Wanderer. Der zweite Teil des Trails schlängelte sich in ungezählten Spitzkehren gen Tal. Damit das auch gut klappt, haben wir in einer der ersten Kehre noch ein spontanes Techniktraining abgehalten. Das Gelernte konnten wir dann im weiteren Verlauf optimal vertiefen. Im Tal angekommen teilte sich die Gruppe. Ein Teil nahm noch eine weitere, traumhafte Abfahrt unter die Stollen, wohingegen Gruppe zwei schon den Weg gen Heimat antrat.
Glücklich und zufrieden kamen wir am Abend wieder in Markt Schwaben an. Das Wochenende war rundum gelungen. Nicht nur die Touren, sondern auch Unterkünfte, Essen und vor allem die tolle Truppe haben das Wochenende zu einem echten Erlebnis gemacht. Wiederholungssucht garantiert!

 

Eure Katrin

 

     

 

Erstmals in Bozen!

 Ein Wochenende zum Biken mit meinen Söhnen sollte stattfinden. Aber wo? Geisskopf, Lenggries oder im Wienerwald? Die Nachricht im Freeridefactory Blog von Peter und Anja zum biken in Bozen kam wie gerufen. Der Schnee fegte in Bayern alle Optionen weg, sodass  Toni-Joe, Philip und ich Freitag um Mitternacht mit dem VW Bus starteten. Zwei Liteville 301 und ein Spezialized Enduro (Bj 2007) im Gepäck. Punkt 9:13 gings mit der Bahn über den Kalterersee hinauf. Zusammen mit Peter und Anja. Hoch sommerliches Wetter versetzte uns in nur 5 in gute Laune. Mit Blick in das diesige Etschtal und 1,5 bar in den Reifen, begrüsten uns ein trocknen Trail in Tal hinab. Anja und Peter fühlten sich sichtlich wohl in deren Biker Heimat!

 

    

 

 

    

 

Die 3 Volker’s erkannten Nachholbedarf beim  Spitzkehren fahren! Trotzdem bleibt das Jauchzen nicht aus! Die zweite Anstiegshilfe nutzen wir im Eisacktal (80% Neigung). Hoch zur herrlichen Hochebene von Bozen. An der Berggaststätte verstärkten wir uns mit einem isotonischen Hopfenkaltgetränk. Der Naturtrail war unser Highlight! Danach war noch Zeit für einen letzten Trail. Direkt aus Bozen mit der kleinen Seilbahn. Alle waren neugierig auf Peters neuen Trail. Ohne Verletzungen und mit einem fantastischen Guiding durch Peter verabschiedeten wir uns. Ein herzliches Dankeschön an Anja und Peter – euer Biker Zuhause wird uns wieder sehen. Nach dem gutem Essen und einer entspannt leeren Autobahn, fielen wir todmüde in unsere Betten.

Bericht: Edwin

 

    

 

 

    

 

      

 

Mein erstes Tourenangebot für die Freeridefactory sollte für mich perfekt werden. Daher war klar gewesen, die Gegebenheiten bezüglich Wegebeschaffenheit aufgrund des vielen Regens der letzten Tage und den Schneeverhältnissen in den höheren Lagen vorab zu checken. Deshalb bin ich bereits am Donnerstag meine geplante Tour einmal abgefahren und wurde positiv überrascht. Die Wege waren schneefrei und das Gelände nicht übermäßig nass, so dass der Tourendurchführung am Samstag nichts im Wege stand.

Bei blauem Himmel und angenehmen Föntemperaturen trafen wir uns (wir waren vier Bikerinnen und vier Biker) pünktlich um neun Nahe Kreuth am Wanderparkplatz. Nach einer kurzen Vorstellung meinerseits, einem ausführlichen Bikecheck und Infos zum Ablauf der bevorstehenden Ausfahrt machten wir uns gleich auf den Weg Richtung Gipfel.

Die Stimmung war hervorragend und die Teilnehmer selbst fanden sofort den passenden Gesprächsstoff, um untereinander bikespezifische Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen. Mir gefiel dies sehr gut, denn somit war kaum zu bemerken, dass es zunehmend steiler wurde und wir immer mehr an Höhe gewannen.

Wir erreichten bereits nach eineinhalb Stunden den Gipfel und somit auch den ersehnten Traileinstieg. Mit hervorragender Unterstützung von Andi und Thomas, erfahrene Mitlieder im Verein, bereiteten wir die Teilnehmer auf den bevorstehenden Abstieg vor.

Wir legten unsere Protektoren an, prüften zusammen nochmals die Bikes und begaben uns zum Trail. Anfangs herrschte bei den Bikerinnen und Bikern noch etwas Unsicherheit, als jedoch das Gefühl für den Untergrund mehr und mehr durchkam, waren die „Ängste“ schnell verflogen und breites Grinsen war in den Gesichtern zu erkennen. An zwei etwas kniffligen Passagen haben wir uns etwas Zeit genommen und die Möglichkeit genutzt, die nötige Technik zu vertiefen. Dabei konnten nach umgesetzten Tipps und Ratschlägen die gefahrenen Linien hervorragend gemeistert werden.

Nach knapp der ersten Wegehälfte wurde der Trail flowiger und wir nahmen an Geschwindigkeit etwas zu. Die ein oder andere Passage erforderte dabei dennoch Disziplin und ordentlich Aufmerksamkeit, stellte für die Gruppe jedoch keinerlei Probleme dar.

So sind wir gemeinsam sturzfrei und voller Euphorie unten angekommen.

Zum Tourenabschluss trafen wir uns gemeinsam im nahegelegenen Gasthof  und ließen die Tour  bei bayerischen Schmankeln Revue passieren.

Für mich war es eine außerordentlich gelungene Unternehmung und das positive Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer trug den Rest dazu bei.

Vielen herzlichen Dank an alle für die tolle Ausfahrt. Ein besonderer Dank geht an Andi und Thomas für die tatkräftige Unterstützung.

 

      

 

 

      

    

Tag 1

Es geht los, 3355km per Flugzeug, Taxi, Fähre und Mietwagen bis zu unserem Ziel. Die Vorfreude auf den lang ersehnten Urlaub ist groß und wir hoffen, nicht enttäuscht zu werden. Treffpunkt ist am Flughafen München, aber für so ein Ziel steht man gern früh auf und nimmt die lange Reise in Kauf.

 

    

 

 

    

 

Nach dem Eincheck-Prozedere dürfen wir den ruhigen Flug genießen und auch die Landung auf Teneriffa überstehen alle ohne Probleme. Der Taxitransfer zum Hafen wartet schon auf uns, wir müssen schließlich unsere Fähre erwischen. Die gehen nämlich nur drei mal am Tag und mit dem ganzen Gepäck nochmal 5 Stunden warten muss nicht sein. Auf der Fähre dann der tolle Ausblick zurück auf Teneriffa, leider sieht man wegen dichtem Sahara Staub den höchsten Berg Tenerriffas – den Teide nicht. Auf See bekommen wir die lang gezogenen Atlantikwellen zu spüren, die Fähre ist nicht gerade klein doch die Wellen werfen uns ganz schön hin und her!

La Gomera ist in Sicht und das Wetter super, unsere Mietwagen stehen bereit und wir fahren einmal quer über die Insel. Zahlreiche Aussichtspunkte lassen uns immer wieder anhalten und die Stimmung ist genial. Den 5. Gang und Geschwindigkeitsbegrenzungen hätten sich die Spanier hier aber wirklich sparen können, es ist ein ewiges Gekurve und wir erreichen nur 50 km/h Höchstgeschwindigkeit.

 

    

 

 

    

 

Auf dem Bike ist auf Gomera auch nicht an schnelle Trails zu denken: das Gelände ist etwas für technisch versierte Mountainbiker. Jedenfalls, wenn man alles auf kleinen Trails bis zum Meer hinab fahren will, sollte man keine Angst vor steilen Stufen haben und das Hinterrad versetzen beherrschen. La Gomera hat eine einzigartige Vegetation: oben auf der Insel befindet sich der mysthische Nationalpark Garajonay mit seinem Regenwald. Farne und Flechten an den Lorbeerbäumen zeigen, dass  es in diesem Gebiet wohl häufig nass und nebelig ist.

 

    

 

 

    

 

Tag 2

An unserem ersten Biketag haben wir Glück: es ist nicht bewölkt und auch weiter oben ist außer dem allzeit herrschendem Passatwind top Wetter. Drei Trails schaffen wir heute auf der Westseite der Insel. Anfangs rollen wir auf einer breiten Forststraße, bis wir nach einem kleinen Dorf an die Kante des Berges kommen. Der Blick nach unten macht uns nachdenklich: da sollen wir runter kommen? Doch es funktioniert besser als gedacht. Auf Gomera sind fast alle Wege angelegt und wir können sehr viel fahren.  Hier nochmals herzlichen Dank an Veronika für die Bereitstellung einiger Tracks, die wir gefahren sind. Krass – das hören wir die Tage öfters – zahlreiche Schluchten und Täler und tausende schwierige Wanderwege, die auf uns warten. Gefühlt ändert sich nach jeder Ecke die Landschaft…diese Insel ist etwas besonderes! Unsere anfängliche Planung müssen wir über den Haufen werfen; alles dauert hier etwas länger als gedacht.

 

    

 

 

    

 

Tag 3

Was für die einen in den Alpen gerade den Kitzel ausmacht, ist für andere wiederum hinderlich: die schwierigsten Stellen sind im bayerischen Raum normalerweise in Gipfelnähe. In Gomera ist das genau umgekehrt. Uns kommt das entgegen, erst flowig „einfahren“, dann geht´s ans technische Biken. Außerdem hat sich schlechtes Wetter rund um die Inselspitze gebildet und wir fahren erst ab 700 HM bis auf null hinunter. Auf der Südseite zeigt sich die Kanareninsel wieder von ihrer besten Seite und es geht auf trockenen Wegen bis hin zum Meer. Unsere Unterkunft befindet sich in Valle Gran Rey auf der Ostseite. Die letzte Abfahrt des Tages planen wir uns so ein, dass wir direkt bis zu unseren Apartements fahren können.

 

    

 

 

    

 

Tag 5 & 6

Wieder tolles Wetter und die Erkenntnis: hier leben ja noch richtige Aussteiger! Und zwar gar nicht so wenige; gefühlt besteht der Tourismus der Insel aus 50% Hippies und 50% Rentnern… Am Strand wird abends getrommelt und es geht sehr beschaulich zu. Wer Kultur oder einen Partyurlaub sucht, wird hier nicht fündig werden. Für sportliche Individualtouristen ist La Gomera jedoch ein Geheimtipp. Die Strände mit ihrem schwarzen Lavasand sind nicht überfüllt, keine Strandmuscheln oder Liegen versperren die Sicht. Restaurants gibt es in den etwas größeren Dörfern genug und es ist für jeden etwas dabei.

    

 

 

    

 

Tag 7 & 8

Wir entschließen uns, nochmals einige der schwer eingestuften Trails zu fahren. S3 kann hier wirklich als „flowig“ beschrieben werden… Da wir Richtung Norden durch die Wettersituation eher weniger gefahren sind, probieren wir es erneut. Bis zum Strand werden wir im Wind und bei 20° Grad schon trocknen.

    

 

 

    

Tag 9

Der letzte Tag – wir starten nochmals einen Versuch in Richtung Norden. Das Wetter ist dieses Mal relativ gut, ausnahmsweise kaum Wind und es regnet nicht. Die Treppen sind leider immer noch rutschig und erschweren die Abfahrt. Im Vergleich zu den anderen Trails sind wir heute richtig zackig unterwegs und wir lassen es nochmal krachen. Die Beine sind nun aber auch beim Letzten schwer und müde, deswegen geht es nachmittags an den Strand -den Luxus muss man sich hier wirklich gönnen.

Tag 10

Nach der Entschleunigung des Alltags von dem Inselleben kommt uns der Flughafen in Teneriffa wie ein Irrenhaus vor – Frauen in hochhakigen Schuhen klappern, überall Werbung, Konsumgeschehen weit und breit. Der Ausflug in eine andere Welt ist vorbei. Aber das wird nicht unser letztes Mal sein – La Gomera lässt einen zum Wiederholungstäter werden.

 

 

    

 

 

    

 

Bei Fragen zum Artikel oder auch zum Reiseziel einfach unter info@freeridefactory.com melden.

 

    

 

    

 

7 Wochen ohne einen neuen Blogeintrag der Freeridefactory. Gab es sowas überhaupt schonmal? Vermutlich nicht.
Deshalb werde ich hiermit den Bann brechen. Denn 5 Gefährten hat es am 19. 02 sehr kurzfristig noch nach Bozen gezogen. Schnee, Sonnenschein, Schnee, Regen und wieder Schnee. Das Wetter spielte uns einen Streich. Nicht jedoch an diesem Wochenende,  denn laut dem Wetterbericht sollte es 14-17 °C geben.Die innerliche Freude stieg an, denn ab diesem Trip fängt für uns die neue Saison 2016 an.Am Freitag Abend nach der Arbeit starteten wir geschlossen in unser Bikerdomizil Itailen unterwegs.  Nach einer Stärkung im Brauhaus Bazen bereiteten wir uns auf das kommende Wochenende vor.

 

    

 

 

    

 

Nach dem Frühstück fuhren wir vom Hotel ca. 20 Minuten mit dem Auto an den Fuß eines in der Sonne strahlenden Berges. Vereinzelt waren noch Schneefelder zu sehen, jedoch konnte man fast meinen, dass man dem Schnee beim Schmelzen zusehen konnte. Solch eine unglaubliche Kraft hatte die Sonne, weshalb wir kurz überlegten, ob wir nicht die Daunenweste im Auto lassen sollten.
Am Parkplatz der Gondel angekommen, schraubten wir erst noch ca. eine halbe Stunde an unseren Bikes. Wieso denn das; Fragt sich bestimmt der ein oder andere.
Lasst es mich euch erklären.
Wir hatten nämlich aus diesem Tripp sage und schreibe 3 Jungfernfahrten. Die Anja der Matthias und ich sind vom Liteville 601 auf das neue Banshee Rune 2016 V2 umgestiegen. Desshalb mussten wir das Grundsetup des neuen Dämpfers, die Geometrie des Rahmens sowie die richtige Lenkerposition auf dem Parkplatz einstellten.  Das es bei der Grundeinstellung nicht geblieben ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Nach 2-3 Abfahren und ständiger Korrektur am Fahrwerkssetup, spielte sich nach und nach eine Harmonie zwischen dem Fahrer und dem Bike ein.  An den hohen Aufbau jedoch, sowie das ungewohnte Laufverhalten des 29″ Vorderrads brauch man jedoch etwas mehr als ein paar Downhill Kilometer.  Hat man sich jedoch erst einmal damit angefreundet, ist man kaum noch auf dem Trail zu bremsen.
Nachdem wir die Gondel nochmal für 2 weitere Abfahrten gewechselt hatten, fuhren wir in der Abenddämmerung in Richtung Hotel zurück um uns fürs bevorstehende Abendessen und gutem Wein  im Restaurant Nussbaumer in Bozen vorzubreiten.

 

    

 

 

    

 

Am nächsten Morgen kitzelte uns die Sonne aus den Betten. Trotz leichtem Muskelkater waren alle gut gelaunt und nach einem gemütlichen Frühstück suchten wir uns für die Morgenstunden eine Auffahrt in der Sonne heraus.
Für die ersten 1000 Höhenmeter nutzten wir ebenfalls wie am Tag zuvor die kleine Sardinendose. Die Panoramaauffahrt  links der Dolomitenausläufer war hierbei wieder einmal ein Highlight bei der Auffahrt.

Es kurbelte sich fast wie von selbst;)  Da in Italien auch die Gondelführern die Mittagspause vergonnt sei, wurde uns die 2. Auffahrt leider verwehrt. Dies nahmen wir zum Anlass, um uns in Bozen am Waltherplatz auf einen Kaffee und Sandwitch niederzulassen. Gestärkt und bei herrlichen 17 °C entschlossen wir uns abschließend noch den Nordhang zu erobern. Diese letzten 1100 Tiefenmeter, auf einem guten S3 Trail erforderten dann nochmal höchste Konzentration und körperliche Anspannung.
Erschöpft und Glücklich zugleich traten wir am späten Nachmittag die Heimreise ins verregnete Deutschland an.

Danke für das schöne Wochenende

Jochen

 

    

 

 

    

    

 

Wie kann für eine begeisterte Bikergruppe das neue Jahr fantastischer beginnen, als mit einem Trip in den Süden; präziser gesagt in das Trentino, ins Bike-Paradies nahe Trento.

Zudem hatten wir unseren Shuttler Albert dabei, der uns jegliches Erkurbeln von Höhenmeter abnehmen sollte. Daher konnten wir uns auf ein supergemütliches Wochenende mit genialen Abfahrten freuen.

Als Treffpunkt war der Neujahrstag um die Mittagszeit vereinbart, was ich persönlich aufgrund der Silvesterfeierlichkeiten etwas riskant empfand. Die Befürchtungen stellten sich jedoch als absolut unbegründet heraus, denn alle waren vom Vortag fit und pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.

Einige waren schon einen Tag früher nach Bozen gefahren, um dort gepflegtes italienisches Silvesterflair zu genießen 😉 !

Der Rest packte seine Taschen und Bikes in den Bus des Carsharings und düsten bereits früher als geplant zum nächsten Treffpunkt, um dort Andi aufzunehmen.

Mit kompletter Mannschaft ging es bei bester Stimmung und voller Euphorie Richtung Süden.

Als wir unten ankamen, haben uns Anja und Peter schon empfangen. Rasch wurden die Zimmer verteilt und ein Zeitpunkt für das gemeinsame Abendessen, in einer von Peter ausgesuchten Location vereinbart.

Nach lecker Pizza, Pasta, Vino und dem Austausch interessanter bikespezifischen Gesprächen verabschiedeten wir uns und fielen müde in unsere Betten.

 

    

 

 

    

 

Am nächsten Morgen trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück, das wie schon beim letzten Mal wieder ordentlich üppig ausfiel und alles beinhaltete, was sich ein Biker wünscht. Frisch gestärkt verluden wir die Bikes in den Bus und shuttelten zur ersten für heute geplanten Abfahrt. Es ging serpentinenmäßig hoch Richtung Gipfel. Auf halber Höhe,  stoppten wir und begaben uns auf die einzige schneefreie Abfahrt. Vorab ging es noch wenige Höhenmeter bergauf, worauf eine super Abfahrt mit allen möglichen Passagen von Flow bis steinigen Stufen und Spitzkehren folgte. Unten in Rovereto angekommen trafen wir, wie ausgemacht unseren Shuttler Albert, der uns beim Verladen unserer Bikes half und umgehend zum Ausgangspunkt unserer zweiten Abfahrt beförderte. Der zweite Uphill, nun vom Rifugio weg, war etwas länger und sicherlich nicht weniger spektakulärer als der erste. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und brachte immer mehr Schnee, was das Niveau von Befahren der Trails enorm steigerte. Jedoch leistete das unserer Begeisterung keinen Abbruch und wir shuttelten noch einmal hoch zum Rifugio Monte Zugna, wo wir unsere hochverdiente Mittagspause einlegten. Mittlerweile sind wir bei den Betreibern des Rifugio bekannt, die ihre Gastfreundschaft gegenüber uns mit selbstgebackenem Kuchen in Form eines Baumstammes und einer Flasche Sekt zum Ausdruck brachten. Nach der leiblichen Stärkung ging es auf die dritte und für diesen Tag letzte Abfahrt. Während unserer Mittagspause hatte es ordentlich geschneit und uns war klar, dass dies nun für uns ein Heidenspaß werden wird. Mit lautem „Juhuuu“ und „Yeahhh“ schlitterten wir die Trails bergab Richtung Rovereto.

Am Abend wurde einstimmig beschlossen, dass uns die Fahrt nach Riva für einen Besuch eines der hiesigen Restaurants wert war. Somit verbrachten wir den Abend bei gutem Essen in einem Ristorante am Ufer des Gardasees.

 

    

 

 

    

 

Am nächsten Morgen war das Wetter nicht wirklich besser und wir beschlossen beim Frühstück in Richtung Norden aufzubrechen. Dort sollten laut Wettervorhersage bessere Bedingungen herrschen. Gesagt, getan und zwei Stunden später standen wir auf Höhe 1363 im Passdorf  zwischen den beiden höchsten Gipfeln. Da ich mich unsicher fühlte, entschied ich für mich, die Abfahrt heute aus zu lassen. Die anderen verbauten ihre Laufräder, prüften Bremsen, Luftdruck und Schaltung an den Bikes und machten sich auf zur ersten und einzigsten Abfahrt für heute. Bei klarer Sicht und wunderbarem Blick in den Bozener Talkessel, schlängelte sich der Trail entlang der Ostrampe bis hinunter nach St. Nikolaus. Dort haben wir uns wieder getroffen und zum letzten Mal die Bikes verladen. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und der wetterbedingten schlechten Wegbeschaffenheit begaben wir uns vor Ort zum letzten gemeinsamen Mittagessen und danach auf den Heimweg Richtung Markt Schwaben.

Für mich war es ein absolut gelungenes Wochenende, an dem ich was Fahrtechnik angeht, wieder mal sehr viel mitnehmen konnte und meine Vereinsentscheidung wieder mal bestätigte.

 

    

 

 

    

   

am 24.12 war es wieder soweit, der Bernie lud zur weihnachtlichen Ausfahrt an Bründl……bei traumhaftem Wetter gingen es mit 15 Mitradlern los.

Am Bründl gab es anschließend Weihnachtsglühwein und ein kurzen ratsch…

Anschließend durften sich alle im Dirtpark noch austoben….

 

Frohe Weihnachten und eine guten Rutsch ins neue Bike Jahr 2016

 

   

 

    

 

der 4. Advent den man so nicht kennt, kein Schnee, kein Eis und nichts außer Sonnenschein. Genauso ist der letzte Sonntag vor Weihnachten zu beschreiben. Sonne pur und warme wohlige Temperaturen im Voralpenland…

 

    

 

 

    

 

Also machten wir uns auch wieder auf um einen neuen Trail zu befahren. Unser Kollege Andreas hatte diesen bereits in 2014 auf seiner Rechnung und hatte uns diese ebenfalls empfehlen können.

 

    

 

 

    

 

Los ging es über eine Teerzufahrt mit anschließendem Schotterweg dem Sattel entgegen. Am Ende des Weges war nun tragen angesagt und das über 300HM recht steil…..leider im Wald ohne Sonne….

Am Sattel jedoch wurden wir mit ausreichend Sonne und einem gigantischen Fernblick belohnt.

Venediger, Tuxer, die Stubaier und auch das Karwendel bis hin zur Zugspitze erstrahlten im vollkommen Glanz.

 

    

 

 

    

 

Nach diesen Eindrücken stand nun die Abfahrt auf dem Programm, im oberen Teilstück sogar im Schwierigkeitsgrad S3 der sich aber im Anschluss in einen S2 und wenige verlief. Die Schwierigkeit diese Gebirges besteht nicht in der Steilheit sonder eher im unwegsamen Trailverlauf mit Blöcken und Rundlinge die auf dem Weg liegen…

 

    

 

 

    

 

Auch wenn nicht alles für die Gruppe fahrbar war, es tat der Stimmung auf diesem Süd seitigen wegen keine Abbruch, alle waren voll zufrieden mit ihren Leistung und auch das sie sich im (eigentlich) Winter mit dem Bike auf den Berg gesellten.

 

    

 

    

 

Dritter Advent und beste Trailbedingungen in Südtirol. Wir machen uns am Freitag Nachmittag auf den Weg in Richtung Süden. Ein letztes mal für dieses Jahr? Vielleicht…

    

    

Nach der Anfahrt am Vortag erscheinen wir alle pünktlich zum Frühstück. Alle im Bikeoutfit, versteht sich. Der Himmel ist wolkenlos jedoch sind die Temparaturen nicht wirklich bikefreundlich. Minus 4 Grad und die Auffahrt ist noch lange im Schatten, schnell kriecht die Kälte in Finger und Füße. Egal, die Aussicht ist gigantisch!

Kehre auf Kehre schrauben wir uns bergauf, oben lockt eine Hütte. Selbstverständlich haben wir im Voraus dort angerufen und nachgefragt ob auch wirklich geöffnet ist. Nichts ist schlimmer als eine verlassene Einkehr.

 

 

    

 

Nach 1500 Höhenmetern erreichen wir die Hütte, der Ausblick auf die umliegenden Berge ist kaum in Worte zu Fassen. Adamello, Altissimo und die Brenta. Die Luft ist extem klar und die Fernsicht ungewöhlich. Inversionswetterlage.

 

    

Uns lockt der Gipfel, noch 300 Höhenmeter auf einer ehemaligen Militärstraße ist dieser entfernt. Das Factory Team genießt nur wenig später den Ausblick von ganz oben. Gipfelglück pur.

Die Trailabfahrt ist die verdiente Belohnung für Anstrengungen bergauf.

Nach ausgiebiger Stärkung und lustigem Beisammensein auf der Hütte gehen wir es an. Bergab auf perfekten, flowigen Trails. Staubtrocken ist der Untergrund, wir spielen mit dem Gelände und den Spitzkehren. Trailsurfen auf höchstem Niveau in Südtirol.

Den Abend lassen wir dann in Kaltern ausklingen, erst auf dem Weihnachtsmarkt bei Glühwein und später zünftig beim Sternwirt. Die Erlebnisse des Tages (und der Wein) machen uns müde und wir starten gut ausgeschlafen in den nächsten Tag.

 

    

 

 

    

 

Die große Acht steht auf dem Programm. Nach üppigem Frühstück starten wir alle noch etwas verspannt vom Vortag mit einer Gondelfaht. Es warten an diesem Tag einige Trailabfahrten aber dennoch auch reichlich selbst verdiente Höhenmeter bergauf.

Gondeln, kurbeln, Trail, Gondel, weiter hinauf, Hütte und wieder Trail. Unterwegs von Sonnenaufgang bis zur Abenddämmerung. So sieht ein perfekter Biketag aus, und das mitte Dezember.

 

    

  

 

Freitag, Wochenende, Biken? Selbstverständlich. Da die Tage mittlerweile langsam aber stetig kürzer werden, mussten wir uns fürs bevorstehende Wochende
etwas besonderes einfallen lassen. Nachdem wir unseren Naturliebhaber und guten Freund Albert als Shuttlefahrer gewinnen konnten, entschlossen wir uns für
folgendes Motto:
Tiefenrausch von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

Gesagt getan. Die 8 Gefährten fuhren über den Brenner an Trento vorbei mit nur einem Ziel. Die Vizentiner Alpen.
Nachdem die Begeisterung bei jedem sehr hoch war, verlief die Fahrt, bei Fachgesimpel und Knüpfung neuer Freundschaften, wie im Flug.

  

 

 

  

 

Nach einer Stärkung bei Live-Musik und bayrischem Bier im nahegelegenen Lokal „Oktoberfest“ vor Ort endete der erste von 2 Abenden auch schon.

Sonnenaufgang 7:30: Die Freerider verladen nach üppigem Frühstück schon das Auto. Keine Zeit verlieren hieß die Devise.
Nach endloß erscheinenden Serpentien auf den ersten der geplanten 3 Bergbefahrungen, schraubten wir unsere Bikes zusammen, genossen die Aussicht auf die
mit Nebel bedeckte Poebene und ließen im Anschluss auf mit Laub bedeckten Trais unser Fahrwerk wahre Worte sprechen.

  

 

 

  

 

An der Kirche im Tal angekommen, wurden wir, wie nicht anders erwartet, bei bester Laune von unserem Albert empfangen. Nach dem erneuten Anstieg stärkten wir uns
zunächst etwas, sodass wir genügend Energie für den nächsten Downhill mit einigen Spitzkehren hatten.

Während unserer letzten Abfahrt, welche sich an einer senkrechten Wand durch zahrleiche Galerien hindurchzug, konnten wir mit der rot leuchtenden Abendsonne
im Rücken linkerhand ins leicht neblige Tal hinabsurfen.

Bei einer gemeinsamen Begutachtung der Fotos während des Abendessens konnten wir noch einige lustige Geschichten und Erlebnisse, welche während der
gesamten 3068 Tiefenmeter Abfahrt entstanden sind,
unserem personal Taxi-Driver Albert erzählen.

 

  

 

 

  

 

Trotz schwerer Beine am Sonntag waren alle überpünktlich am Auto versammelt um die einstündige Anreise an unser nächstes Ziel anzutreten. Ein dichter Nebel
hüllte uns dort im Tal ein. Auf dem 1600 Meter hohen Gipfel hatten wir jedoch einen traumhaften Ausblick auf die Dolomiten sowie das niemals endene Meer aus Wolken.
Nach einer teilweise unfahrbaren Teilstrecke konnten wir jedoch bei den anderen beiden Abfahrten unser fahrtechnisches Können, bei Spitzkehren und teils losem
Geröll, unter Beweis stellen. Körperlich erschöpft konnten wir vor der langen Heimreise immerhin noch 2860 Tiefenmeter sammeln.

Großen Dank möchte ich noch dem Albert für seine großartigen Shutteldienste aussprechen. Ohne ihn wäre solch ein Tripp nicht möglich gewesen.
Ebenfalls möchte ich dem Peter noch führs professionale Guiding danken.

Danke fürs Wochende mit guten Freunden
Jochen