Am Freitag reiste der gesamte Tross (10 Teilnehmer und 4 Trainer)  ins wunderschönen Italien. Nachdem sich der Großteil gegen 20-21 Uhr im Hotel eingefunden hatte, war der Hunger natürlich groß. Allerdings erwies es sich als Ding der Unmöglichkeit, ein fußläufig vom Hotel zu erreichendes Restaurant zu finden, welches ausreichend Platz für uns hatte. Daher wurden spontan im angesteuerten Restaurant einige Parkplatzpizzen bestellt und mit dem ein oder anderen Bier hinunter gespült. Während des “Parkplatz-Abendessens” gab es  dann von Peter (bzw. dem Wayne Gretzky des Bikesports) bereits die ersten Instruktionen sowie einen Ablaufplan was uns an diesem Wochenende erwarten würde. Gestärkt mit Parkplatzpizza steuerten einige von uns noch die ein oder andere Bar an.

Am Samstag früh ging es dann endlich los: Verladen der Bikes und Ausrüstung um 8:45 Uhr, Abfahrt 9:00 (zumindest lautete so der Plan). Mit geschlagenen 7 Minuten Verspätung starteten wir dann das Vorhaben Hinterradversetzen und steuerten den ersten Drop Off an. Angekommen an einem kleinen Parkplatz gab es erst mal einen Bike- und Fahrwerkscheck (der teils auch dringend nötig war). Nachdem bei Timo alle lockeren Speichen wieder fest waren, gab es die ersten Trockenübungen, um unserem Ziel, dem Hinterradversetzen, näher zu kommen. Hier haben wir ausgiebig geübt, wie man das Hinterrad überhaupt in die Luft bekommt (erst nur aus dem Dämpfer, dann nur aus der Bremse und dann kombiniert) sowie den Sweet Spot zu finden. Bei der folgenden Trockenübung “Hinterradversetzen am Hütchen” hatten ein paar Teilnehmer anfangs noch Probleme die bisher gelernten Schritte in einer kombinierten Aktion umzusetzen (bekanntes männliches Multitasking-Problem).

Im Anschluss an die Trockenübungen wurden wir in Gruppe 1 (Trainer Sebi), Gruppe 2 (Trainer Anja) und Gruppe Ärsche (Trainer Sven) eingeteilt. Peter stand als Mädchen für alles sämtlichen Gruppen mit Rat und Tat zur Seite und hat an der ein oder anderen Stelle im Trail (sagen wir mal mit “sanften Worten”) nachgeholfen. Jetzt stand der Umsetzung des bisher gelernten aber nichts mehr entgegen und es ging in den ersten Trail. Nach lockerem Einrollen warteten auch schon die ersten Spitzkehren auf uns. Zu Beginn noch etwas gewöhnungsbedürftig, gelang es den Teilnehmern immer besser und flüssiger das Hinterrad um die Spitzkehren zu zirkeln (auch in Kurven die man locker auch mit dem Hollandrad hätte durchfahren können).

Angekommen am Ziel unseres Trails machten sich drei wackere Teilnehmer mit dem Kult-Volvo auf den Weg, um die Shuttlefahrzeuge wieder abzuholen. Der Rest der Teilnehmer und Trainer hatte nun etwas Zeit, um zu verschnaufen. Ein ganz unermüdlicher Teilnehmer und Trainer machten sogar in der “Pause” noch brav ihre Übungen um dem Sweet Spot näher zu kommen (mit den ein oder anderen trainerseitigen Blessuren).

Nachdem die Shuttlefahrzeug am Pausen-Spot angekommen waren, wurden diese in rekordverdächtiger Geschwindigkeit beladen und es ging sofort weiter zum nächsten Drop Off. Angekommen am Drop Off warteten erst mal ca. 500 HM auf uns, die es mit Muskelkraft zu bewältigen galt. Angekommen am beeindruckenden Gipfelkreuz galt es, sich von den Strapazen des Kurbelns zu erholen. Nach einer Gedenkminute für einen leider viel zu früh verunglückten Bergsportfreund machte sich der Tross auf zum nächsten Trail. Hier ging es gleich von Anfang an zur Sache und in schier endlosen Spitzkehren konnte das bisher gelernte weiter verfeinert und geübt werden. Immer wieder waren auf dem Trail die Ansagen unserer Trainer (kilometerweit) zu hören: “Schau auf meinen Arsch”, “Mach die sch**** Bremse auf, “TIEFER”, “Kein T-Rex”. Angekommen am Zielpunkt ging es für einen Teil direkt in die Birreria, während 3 weniger glückliche Biker die ehrenvolle Aufgabe hatten die Shuttlefahrzeuge einzusammeln. Nun machte sich die 7-minütige Verspätung von heute Früh bemerkbar und die für 19 Uhr geplante Reservierung im Parkplatzpizza-Restaurant konnte leider nicht eingehalten werden. Aber dank unserem Ralle bekamen die ausgehungerten Biker doch noch ihr Abendessen (Matthias sogar sein zweites an diesem Abend). Wieder zurück im Hotel ging es in die bereits vom Vorabend bekannte Bar zum Fachsimplen und entspannten Ausklingenlassen des doch sehr anstrengenden Tages.

Sonntag, Tag 2, 8:45 Uhr verladen, 8:50 Uhr Abfahrt (wir haben aus der Verspätung des Vortags gelernt) und los ging es zum ersten Trail. Bei bestem Sonnenschein nahmen wir die letzten 50 HM zum Gipfel aus eigener Kraft unter unsere Bikes. Was nach dem obligatorischen Gipfelfoto folgte, war absolut beeindruckend und für die meisten Teilnehmer Neuland: Es ging mit den Bike durch die  Tunnel, die kaum breiter als unsere Lenker waren. Nach dieser traumhaften Panoramaabfahrt wartete in Teil 2 der nächste Teil auf uns. Nach den ersten Spitzkehren trennte sich an einer Gabelung die Spreu (Gruppe 1) vom Weizen (Gruppe 2 und Gruppe Ärsche). Während sich Gruppe 2 und Gruppe Ärsche schön an den vorgegebenen GPS-Track hielten machte es sich Gruppe 1 (wohl) einfacher und wählte einen nicht ganz so zugewachsenen Trail zur Abfahrt. Da bekanntlich ja alle Wege nach Rom führen, führen auch alle Trails nach unten und die Meute war wieder vereint. Das letzte Stück des Trails war uns bereits vom Vortag bekannt und so konnte hier die ein oder andere Stelle nochmals und verbessert gemeistert werden.

Anbekommen im Ziel, das gewohnte Spiel: Shuttles abholen und weiter gehts. Mit eingespieltem Team waren der Crafter im Handumdrehen beladen (der Weltrekord im Crafterbeladen wurde – trotz ausgeklügeltem Plan und Vorbereitung – knapp verfehlt ).  Nur war alles bereit für den (leider) letzten Trail des Wochenendes. Bereits der Traileinstieg ließ erahnen, was hier auf uns wartete: Spitzkeheren, die ihren Namen verdient haben. Der erste Teil des Trails war sehr technisch und mit sehr engen Spitzkehren und Stufen gespickt. Da die Veranstaltung unter dem Motto “Alles kann, nichts muss” stand, haben hier einige vernünftigerweise “nichts muss” gewählt und die ein oder andere Stelle geschoben/getragen. Im weiteren Verlauf des Trails waren wieder unendlich viele Spitzkehren in allen Variationen zu finden (steil, verblockt, enger als an Kleid in Größe XS).

Anbekommen am Marktplatz  war dann das Abenteuer “Hinterradversetzen” leider und auch viel zu früh schon wieder vorbei. Jetzt gab es nur noch eines zu bewältigen, das Abschlussbier. Nachdem auch dies erledigt war machten wir uns mit Wehmut wieder auf die Heimreise (mit kleinem Abstecher des Kult-Volvo aufgrund eines vergessenen Rucksacks, der eigentlich im Crafter Platz finden sollte).

Mein Fazit dieser Tour: Es war absolute Klasse was Peter mit den Coaches Anja, Sebi und Sven, auf die Beine gestellt hat. Die Trails  waren Großteils für alle (mit den ein oder anderen Hinweisen) fahrbar und haben super dazu beigetragen das gelernte auch direkt umzusetzen. Die Anweisungen und Tipps auf den Trails haben mir geholfen stellen zu meisten, die ich im Alleingang wahrscheinlich nicht mal geschoben hätte. Mich selbst hat dieser Kurs in meiner Fahrtechnik (gefühlt) auf ein neues Level gehoben. Daher an dieser Stelle nochmals vielen vielen Dank an Anja, Peter, Sebi und Sven für euren Einsatz und Eure Geduld mit uns. Macht weiter so!!!!!!

Ein Bericht von Jörg Hoffmann

 

Mitte September zog es uns mal wieder in unsere gefühlte zweite Heimat nach Bella Italia. 5 Tage Biken versprachen viel Zeit für Trails, Aussicht, Birra und Pizza.

 

 

Am Mittwoch Nachmittag ging es bei allerbestem Sommerwetter mit unserem weißen Monster – aka Crafter – gen Süden. Zur Abwechselung mal ohne Stau erreichten wir nach 4,5h Fahrzeit unser Hotel. Peter hatte mal wieder ein gutes Händchen bei der Auswahl, wir wurden vom Chef des Hauses sogar auf Deutsch begrüßt. Die Küche war auch noch offen, so dass die hungrigen Reiseteilnehmer noch ein Abendmahl einnehmen konnten.

Am ersten Biketag ging es früh nach einem guten Frühstück, welches wir uns mit einer Gruppe Rennradler teilen mussten (der arme Koch kam kaum mit dem Rührei-Zubereiten nach) auf den ersten Pass des Tages. Der entspannten Autofahrt folgten weitere ca. 500HM tragen. Hier war Teamgeist gefragt, da wir eine Schlüsselstelle nur mit Bike-Hochreichen überwinden konnten. Auf über 3.000m angekommen machten wir erstmal eine Pause und genossen die Aussicht auf den bevorstehenden Trail. Dieser enttäuschte uns nicht: zuoberst hochalpin-feslig suchten wir den Weg entlang der rot-weißen Markierungen. Anschließend ging der Pfad erst in einen alten Militärweg und dann in einen Wiesentrail über, der einiges an Kehren für uns bereit hielt. Im untereren Teil dann tauchte er in den Wald hinein und führte uns über Wurzeln und Waldboden flowig zum Auto.

Zwischenzeitlich hatte es sich ordentlich zugezogen, aber noch war es trocken. So ließen wir uns von Peter und dem Crafter wieder den Pass bergauf fahren, um erneut oben auszusteigen. Kurzer Bikecheck, noch einen Riegel in den Rucksack und los gings. Diesmal ohne tragen zunächst parallel zur Passstraße fast eben bis leicht ansteigend. Der Spaß ging dann richtig los, als der Trail sich in einem Taleinschnitt neben einem kleinen Bächlein wirklich nach unten stürzt. Nicht zu schwer, aber auch nicht zu leicht zirkeln wir um Steine, über Wurzeln und versetzen fleißig das Hinterrad in den Spitzkehren. Leider erwischt uns nach ca. der Hälfte der Regen – und zwar sturzbachmäßig. An Fahren ist kaum mehr zu denken, wir rutschen, schieben, fluchen bis wir endlich nach gefühlter Ewigkeit und komplett durchnässt den Ort erreichen, wo der Crafter an einer überdachten Brücke auf uns wartet. Klamotten aus und rein in den Plastiksack, ab ins Auto und nur noch unter die heiße Dusche. Diese und die große Pizza bringen unsere Lebensgeister wieder zurück.

Tag 2 – gleiches Prozedere beim Frühstück, jetzt noch verschärft durch eine Busreisegruppe. Die bewegen sich zwar den Tag über kaum, essen aber mindestens so viel wie die Rennradler.

Wieder geht es mit Motorunterstützung zum Pass. Nun steht eine Kammquerung mit anschließender Abfahrt an. Wetter passt, das Panorama, aber auch der konditionelle Anspruch auf den letzten Höhenmeter (standesgemäß tragend zu meistern) rauben den Atem. Oben dann Gipfelfoto, Riegel, Schoner, Jacke und los gehts. Die Anstrengung wird durch eine tolle, endlos scheinende Abfahrt belohnt, die uns direkt im Ort wieder frei gibt. Das Erlebte wird natürlich am besten in der Bar an der Piazza Centrale verarbeitet.

 

Tag 3 bricht nach nächtlichem Regen mit strahlender Sonne an. Heute wollen wir einen MTB Klassiker unter die Stollen nehmen. Rauf auf den Pass, kurze Passage rauf pedailieren in den Einstieg und schon kann es losgehen. Auch hier auf fast 3000müNN ist das Panorama auf die umliegenden Berge der Wahnsinn, der uns immer wieder zum Anhalten zwingt. Die Spitzkehren sind gerade steil genug, nicht zu ausgesetzt und meist ausreichend grippig, so dass jeder ausgiebig üben kann.

Wie immer klappt das Aufsammeln mit dem Crafter einwandfrei, GPS sei dank. Wir fahren zum nächsten Drop Off und schaffen die Gondel vor der Mittagspause. Oben an der Hütte beratschlagen wir uns: eigentlich sollte es nun, von knapp 2600müNN direkt auf dem Trail wieder ins Tal gehen. Doch das Wetter ist super, kein Schnee, T-Shirt Temperaturen und wir haben die frühe Gondel bekommen. Somit entscheiden wir, noch bis zum Joch auf über 3.000 aufzusteigen und einen alternativen Trail zu nehmen. Der Crafter wird auch noch mit den neuen Koordinaten des Pick ups versehen und schon starten wir nach entspannter Mittagspause gut gestärkt zum Joch. 600HM tragen und schieben, diesmal aber ohne Schlüsselstelle vergehen rasch und schon können wir die Abfahrt angehen. Diese zeigt sich zu Beginn durchaus herausfordernd, wird dann aber wundervoll flowig, um zum Ende hin wieder etwas mehr Anspruch mit Wurzeln, Steinen und Steilstufen zu haben.

Zufrieden erreichen wir die Bar am Pick up und können dem Einkehrschwung nicht widerstehen. Im letzten Licht des Tages erreichen wir unsere Pension. Turbodusche, denn es gibt nur noch 20 Minuten warmes essen.

Tag 4 und damit der letzte Tage. Der Crafter bringt uns zuverlässig den Pass hinauf. Ein letztes Mal für diese Tour packen wir die Bikes aus, wechseln noch rasch die Bremsbeläge wo nötig und kontrollieren den Luftdruck. Kurzes Pedalieren, dann heißt es mal wieder tragen und mal wieder die 3.000er Marke hinter sich lassen. Wir steigen bis zum Gipfel auf. Außer uns nur eine Truppe jungebliebener Damen, denen wir beim Gipfelfoto assistieren. Sonst lediglich Aussicht.

Der Trail führt erst steil in ein Hochtal, dann gemächlich über Kuhweiden längs des Baches. Um zum Talort zu kommen, müssen wir jetzt noch den Berg auf einem Höhenweg halb umrunden. Dieser Pfad ist kaum begangen und entsprechend schmal, so dass vor allem ich ordentlich gefordert bin, trittsicher mit dem Rad auf den Schultern zu gehen. Dank der mentalen und physischen Unterstützung meiner Vereinskollegen gelingt mir das. Die Abfahrt stellt sich dann als abenteuerlich heraus, da diese ebenso wenig begangen ist, wie die Querung. Dank GPS sowie unserer späherischen Fähigkeiten finden wir den Pfad und folgen diesem sicher ins Tal. Kurz vor dem Ende müssen wir noch eine Herde Kühe durchqueren.

Im Ort wartet wieder unsere beiden zuverlässigsten Vereinsmitglieder: Crafter und Fahrer Peter. Beide bringen uns, die Bikes und unsere Taschen wieder sicher in die Heimat. Italien über 3.000 – immer eine Reise wert.

Eigentlich war für das Wochenende um den 25.08 ein Trip in den warmen Süden, genauer an den Lago di Garda geplant. Aber schon am Donnerstag war die Entscheidung klar nicht zu fahren. Der Kälteeinbruch wie auch der Starkregen machten die Pläne zu Nichte….

Also was tun mit dem angebrochenen Wochenende. Martin, Markus und ich fuhren statt dessen am Freitagabend noch eine Runde am beliebten Tegernsee um anschließend noch einen Stopp im Bräustüberl einzulegen, wo wir Stefan trafen der ebenfalls beim biken war.

Für Samstag war nun auch im gesamten Alpenraum der Himmel mit Regenwolken bedeckt was uns zum Glück im Bayerischen Wald weniger störte…….Hier wartete der Großer Arber und seine bis S5 Trails auf uns…..Die erste Demutspassage war gleich die erste Abfahrt von der Arber Schutzhütte aus. Technisches Basteln würde der eine oder andere Kollege sagen. Harte Arbeit bis dahin zur Unmenschlichkeit……Beine, Arme und Rücken schmerzen bereits nach der ersten Sektion schon so derartig das es nicht schöner sein könnte. Jeden hart erkämpften Tiefeinmeter feiern wir mit einem Millimeter Bremsbelag.

Anschließend ging es wieder einem weiteren Gipfel entgegen und im Anschluss zur Abwechslung mal senkrecht wieder hinab. Zum Schluss noch eine Trail-Sektion entlang der Sonnewand die auch Danny Macaskill gefallen hätte….bis hin ins Tal zum wohlverdienten Bier. Fazit ein geiler Tag im Bereich BBS, Basteln, Spass und Spannung auf 1200 Tiefenmetern.

             

 

 

             

 

 

 

Tag 1: Warm up

Freitagnachmittag geht es in alt bekannter Manier mit dem Vereinsbus gen Süden über die Schweiz, wo wir in Martigny Peter von seiner 4000er Bergsteiger-Woche abends bei strömendem Regen einsammeln. Damit ist die Truppe mit Andi W. alias Mr. Buffet, Sebi unser Junior, Harry Bruchpilot, Meister Peter und Rennfahrer Martl komplett. Durch den strömenden Regen geht es dann nochmal über den S. Bernhard Pass hinunter ins schöne italienische Aostatal.
Trotz der unbeständigen Wettervorhersage lockt uns am ersten Tag bereits am Vormittag die Sonne aus unserer Unterkunft. Wir beschließen, doch unserem geplanten Programm treu zu bleiben und lassen uns in die Anhöhen von Aosta shutteln, von wo wir noch 700hm mit unseren Waden beim Pedalieren und Tragen dazulegen, um einen ersten Gipfelsieg zu feiern. Über einen weiteren Gipfel geht es dann direkt über eine Südflanke hinunter nach Aosta, wo wir mit einem breiten Grinsen und nach bayrischer Tradition unsere erste erfolgreiche Tour vorm Hotel abschließen.

Tag 2: Pila

Nach dem gelungen Gipfelauftakt lassen wir die lokalen Trails von den starken Regenfällen in den Tagen zuvor abtrocknen. Direkt aus Aosta heraus bringt uns eine Gondelbahn in den Bikepark von Pila. Dort wird zufällig an diesem Tag auch die italienische Downhill-Meisterschaft ausgetragen, sodass wir uns auf die wenigen nicht gesperrten Abfahrten verkriechen müssen. Schnell haben wir aber auch hier unseren Favourit gefunden: Die Talabfahrt, die uns abwechselnd technisch & langsam sowie leicht & schnell besonders viel Abwechslung und Spaß bringt. Der Meister hat Spaß auf seinem Vorderrad, der Junior beim Hinterher-Jibben, unser Mr. Buffet genießt die regelmäßigen Riegel- und Salamipausen im Lift, Bruchpilot Harry feiert seine Bikepark-Premiere und unser Racer versucht tunlichst dosierter mit der Hinterradbremse umzugehen. Nach insgesamt fast 5000 Tiefenmetern, den ersten Sätzen Bremsbeläge sowie einen gebrochenen Helm (keine Sorge, da ist der Schrecken größer gewesen als der Schmerz) feiern wir abends in den Gassen von Aosta diesen erfolgreichen zweiten Bike-Tag.

 

Tag 3: Col de Lausson

Der morgendliche Blick aus dem Fenster verheißt gutes für unser heutiges Vorhaben: klarer blauer Himmel und eine strahlende Morgensonne sind sicherlich die besten Zutaten, wenn auf dem Rezept 2000 Höhenmeter zum Tragen stehen. Beste Gelegenheit auch für einige von uns endlich die neuen Peakrider richtig lange unter Beweis zu stellen. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt der Tour stellen wir den Motorroller für später an unserem heutigen Endpunkt ab und fahren mit dem Shuttle eines der Seitentäler des Aostatals hinauf. Dort heißt es von Beginn an hoch mit den Bikes, um den gemächlich ansteigenden Weg aus dem Talboden hinaufzugehen und manchmal auch -zuschieben. Weiter oben eröffnet sich ein wunderbares Hochtal an dessen Ende der Col de Lausson mit seinen knapp 3300 Meter Höhe uns besonders zum Schluss alles abverlangt. Nachdem Meister Peter bereits knapp eine Stunde seine Fitness gefeiert hat trudelt nach und nach die verbleibende Truppe ein. Auf der anderen Seite erwartet uns von Beginn an eine schöne Abfahrt, wenn diese auch teils sehr ausgesetzt ist. In Höhe einer auffallend entspannten Truppe von Steinböcken entscheidet sich der GPS-Track aber nochmal dazu uns erneut 400 Höhenmeter per pedes nach oben zu schicken. Was bleibt uns da anderes über. Die Hoffnung, auf der anderen Seite des zweiten Passes einen genialen Trail bis hinab ins Tal fahren zu können ist zu groß. Oben am Sattel angekommen, werden wir als halbprofessionelle Superstars von italienischen Wanderern gefeiert. Die können es auch kaum erwarten sich an vorderster Reihe an der Felskante zu positionieren, um unsere Show mit Handy und Kamera zu verfolgen. Diverse Durchfahrten von Schneefeldern gefallen Martl besonders gut, so wie Peter und Sebi über einige der Felsbrocken trailen und mit ihrem Hinterrad und Vorderrad den Flow finden. Leider sucht sich auch unser Bruchpilot hier den einen Stein, den er unfreiwillig umarmen will. Folge seines jugendlichen Leichtsinns: Sein Handballen schmerzt, jedoch scheint alles noch intakt zu sein. Eine starke Belastung des Handballens ist jedoch nicht mehr möglich, sodass wir beschließen die Gruppe zu trennen. Meister und sein Junior fahren voraus, um den Shuttle mit dem Motorroller zurück zum Ankunftspunkt zu bringen. Unser Rennfahrer und Mr. Buffet hingegen versorgen den Patienten beim Bergabschieben mit Erfahrung, schlauen Sprüchen und Verpflegung. Die Abfahrt stellt sich als absoluter Wahnsinn heraus, auch wenn wir hin und wieder auf den schiebenden Harry warten und auflaufen. Endlich unten in der Talsohle angekommen, pedalieren die drei gemütlich (beglischer Kreisel wohl gemerkt bei zeitweise 50km/h) dann aus dem Tal. Perfekt abgestimmt, kommt die Truppe am Parkplatz zusammen, wo auch 5 Minuten später der Meister mit Crafter und Motorroller im Heck angeschossen kommt. Nach ersten akuten Verpflegungs-Maßnahmen beim Patienten mit gutem bayrischen Hopfentee, fahren wir trotz der Ereignisse wieder mit bester Stimmung zum Hotel. Dort lassen wir den Tag auf der Hotelwiese nochmals Revue passieren.

 

 

 

 

Tag 4: Grenzgänger in La Thuile

Alle Taschen verräumt im Shuttle fahren wir gen Westen in die direkte Nachbarschaft des Mont Blancs. Der dortige Bikepark La Thuile ist nicht nur ein Klassiker bei allen Bikeparkfans sondern ist am Wochenende zuvor wiederholter Austragungsort der Enduro World Series gewesen. Davon merkten wir aber nichts, als wir gemütlich mit der Seilbahn bis an den höchsten Punkt des Parks uns liften lassen. Unser Bruchpilot hat sich bereits am Vortag als Shuttlefahrer bereit erklärt, um seine Hand zu schonen. Oben angekommen geht es weiter zunächst pedalierend, bald aber auch schon tragend in Richtung französischer Grenze. Vorbei an verrostetem Stacheldraht und diversen Bunkereingängen klettern wir erneut auf einen knappt 3000 Meter hohen Gipfel. Von dort haben wir eine fantastische Aussicht in Richtung Mont Blanc Massif, das Gebiet Beaufortain sowie hinüber nach Tignes. Nach einem bayrischen Gipfeltrunk geht es auf französischer Seite hinunter ins Tal. Schnell erkennen wir dabei den hohen Stellenwert des Wintertourismus, denn der Wanderweg der uns nach unten bringen sollte, ist urplötzlich zu Ende. An dieser Stelle haben die Baumaschinen mit dem Weg kurzen Prozess gemacht. Über einige Freeride-Passagen finden wir aber irgendwann wieder zurück zum verbleibenden Weg weiter unten. Leider entpuppte sich dieser Trail, der sich von oben betrachtet perfekt durch die Landschaft schlängelte, als holpriges und anstrengendes Wegerl. Aber nicht nur die Kraft saugt uns die Abfahrt aus den Armen und Körper sondern auch die Lust, weshalb wir unseren Shuttlefahrer bitten uns weiter oben wie geplant einzusammeln.

Tag 5: Val d’Isère

Am Vorabend haben wir nach Ankunft in unserem neuen Hotel noch erfolgreich die neuen Teile, welche wir vor einigen Tagen noch bestellt und ins Hotel schicken lassen haben an den jeweiligen Bikes montiert. Mit frischen Facelift und vor allem neuen Helm für Martl geht es so Mittwochmorgens mit Crafter und Shuttlefahrer Harry hinauf in ein Seitental. Gemütlich pedalierend fahren wir eine Schotterpiste bis zum Talende an einen Stausee. Von dort ging es dann ruckzuck im Zickzack einen Wanderweg hinauf auf einen breiten Sattel, wovon wir eine herrliche Aussicht auf den gegenüberliegenden Nationalpark und die dazugehörigen Gletscherreste genießen können. Zum Bedauern von Mr. Buffet fällt die Pause nicht allzulange aus, um zur Mittagszeit wieder unten in Val d’Isère zu sein. Gemächlich abfallend schlängelt sich der Trail durch die grünen Almwiesen und bringt uns schnell aber mit zunehmend technischen Passagen hinab ins Tal. Genug Gelegenheiten, seine eigene Fahrtechnik bewusst zu verfeinern oder sich von der des Meisters das eine oder andere abzusehen.

Im Ort angekommen beschließen wir die zweite geplante kleine Tour für heute zu ändern, um keine Konflikte mit Wanderern zu bekommen. Da Harry immer noch mit seinem Handballen zu kämpfen hat erklärt er sich bereit uns hinauf zum Col de l’Iseran zu shutteln. Einer der höchsten Pässe der französischen Alpen, von wo wir fast 1000 Tiefenmeter auf einem der Weitwanderwege (GR) unter unsere Stollen nehmen können – und das ohne einen einzigen Höhenmeter bergauf. Klingt also nach einem perfekten Programmpunkt zum Entspannen nach den 4 Tagen auf dem Bike. Und so ist es dann auch. Sanftmütig begleitet uns der GR hinab ins Tal. Wieder mit genug Gelegenheiten Technik-Niveau und Fahrspaß zu erhöhen.

Tag 6: Chillout im Park

Aufgrund der labilen Wetterlage und der frühen Quellwolkenbildung um die Gipfel herum, legen wir die ursprünglich geplante Aktion einen Gipfel mit über 3500 Meter Höhe zu erklimmen auf Eis. Alternativ setzen wir uns morgens in eine der zahlreichen Seilbahnen des Skigebiets, um hinauf zu dem im Sommer betriebenen Bikepark von Tignes zu fahren. Dieser macht uns allen nach kurzer Eingewöhnung auch sehr viel Laune. Aber auch heute erleben wir wieder einen kleinen aber zum Glück harmlosen Zwischenfall: Helmbruch Nr. 2 nachdem unserem Junior „aus unerklärlichen Gründen“ das Hinterrad weggezogen worden ist. Glücklicherweise bleibt es beim Schrecken und einer erneuten Abfahrt ins Tal für den eifrig gefragten Ersatzhelm. Nach mehreren weiteren Abfahrten durch die vielen Anliegerkurven und spaßigen Bodenwellen beschließen wir gegen Mittag unser Chillout auf die Weiterfahrt zu unserem letzten Etappenort in Susa zu verlegen. Dank der bekannten Beschleunigungstaktik unseres Meisters sind wir bald auch auf dem kurvigen Weg gen Süden uns bestaunen dabei die beeindruckende Landschaft durch die sich der Crafter schlängeln darf.

 

 

 

Tag 7: Bikeklettern hoch hinaus

Auch dieser Morgen bringt Harry’s Handballen keine spürbare Besserung. Daher fährt uns wieder zum Ausgangspunkt ohne, dass wir später Gebrauch von dem deponierten Motorroller machen müssen. Die Anfahrt ist diesmal weit, da es um ein ganzes Gebirgsmassif geht, das wir vorhaben zu überqueren. Am Ende soll dann für einige von uns über 2200 Tiefenmetern im Rekordbuch stehen. Dazu müssen wir aber erst einmal hinauf. Weit hinauf. Nach ca. 15 Minuten gemütlichem Treten ist auch Schluss damit und die Peakrider oder Hook-a-bikes müssen zum Einsatz kommen. Nach genau einer Stunde gibt es die erste kühle Stärkung bei einer einsamen Hütte. Dessen Hütten wird hinterfrägt erwartungsgemäß interessiert unser Vorhaben. Er gibt uns diverse Tipps und auch Alternativrouten, da er denke, dass ein Aufstieg zum anvisierten Col d’Ambin nach dem schneereichen Winter mit den Bikes unmöglich sein würde. Ihm zufolge würden selbst der Großteil aller Wanderer vor dem letzten Anstieg Kehrt machen, da das Schneefeld, das sich in einer steilen Scharte befinden muss nahezu unpassierbar wäre. Wir versichern ihm, es uns ansehen zu wollen und nehmen nach einer gemütlichen Verschnaufpause wieder die Bikes hinter unsere Köpfe, um bis zum Lac d’Ambin aufzusteigen. Dort erklärt sich schnell beim Anblick der verschneiten Scharte, was der nette Hüttenwirt meinte. Nach 20 Minuten Aufstiegs-Strategie-Durchsprache und Vorbereitung der Ausrüstung folgen wir einem Wander-Päärchen, das sich auch den Col als Ziel vorgenommen hat. Die erste Querung des steil abfallenden Schneefelds gestaltet sich relativ einfach nachdem schon einige Tritte in den Schnee geschlagen sind. An der steilsten Stelle scheint aber die Variante über die benachbarten Felsblöcke zu klettern am sichersten. Schnell bilden wir mehrmals durch die Felswände eine 4er Kette, um die Bikes von Zwischendepot zu Zwischendepot durch die Felsen zu reichen. Nach den intensiven Kletterpartien ist bald der ersehnte Grat erreicht, von dem wir direkten Blick auf das kleine rote Schutzhäuschen am Sattel und somit unserem heutigen Ziel haben. Dort lässt sich die Steinbock-Familie von uns 4 sonderbar ausgestatteten Wanderern nicht beeindrucken. Die vom Tale aufsteigenden Wolken bewegen uns schnell dazu wieder aufzubrechen, um die Abfahrt in Angriff zunehmen. Mr. Buffet packt daher genauso schnell sein Essen wieder ein, wie er es ausgepackt hat und wenige Minuten später befinden wir uns tragends bergab in den nächsten Stufen, die ein wenig Kletterei erfordern. Nach  etwa 200 Tiefenmetern mit dem Bike auf den Schultern, ermöglicht der Weg uns zunehmend die Abfahrt auf den Pedalen zu bestreiten. Trial-lastig und fordernd in Konzentration und Körperbeherrschung finden wir 4 schnell sehr viel Spaß die engen Spitzkehren zu meistern und die Absätze souverän auf dem Bike zu überwinden. Der alte Steinbock, der sich das ganze aus nächster Nähe ansieht lässt sich davon nicht beeindrucken. Dagegen sind wir ziemlich von seinen langen Hörnern beeindruckt. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir leicht ermüdet an einer Hütte vorbei, wo wir uns nochmal mit Cola und anderen isotonischen Getränken uns für die zweite Abfahrtshälfte stärken. Die weitere Abfahrt ist leider nicht mehr so spektakulär wie zuvor, ist aber auch angesichts unseres Kraftpensums auch nicht weiter schlimm. Glücklich und zufrieden strampeln wir unten im Tal unserem Crafter entgegen, wo uns kühle Getränke die Feierlaune verpassen, die dann den ganzen Abend über anhaltend in der Gruppe herrscht.

Tag 8: Finale

Als letzte Tour steht nach dem fordernden Vortag eine etwas ruhigere Runde an, bei der wir uns mit dem Shuttle hinauf in die Mont Cenis Region shutteln lassen. Unser Bruchpilot kann auch heute seinen Handballen nicht vollständig belasten und auch unser Mr. Buffet fühlt sich nach den Strapazen etwas gerädert. Beide kümmern sich somit um den Shuttle, sodass der Meister, Junior und Racer zu dritt sich auf den Weg zum Col de Clapier machen. Das wunderschöne Hochtal lässt es sehr lange zu, dass wir gemütlich tretend in Richtung Pass fahren können. Am Pass ziehen erneut Wolken aus dem Tal herauf und auch hinter uns weisen erste tiefgraue Wolken auf einen kurzfristigen Wetterumschwung hin. Entsprechend zackig geht es weiter, ein kleines Stück nach unten und danach tragend wieder nach oben, um einen der Bergausläufer zu überwinden und um weiter Richtung Westen zu gelangen. Plötzlich erschaudert es in uns kurz, als ein erstes Donnergrollen hinter uns, uns mitteilt, dass wir nicht mehr viel Zeit hier oben haben. Nahezu im Lauftempo erklimmen wir die Grathöhe. Hinterhalb davon bringt uns ein alter Militärpfad zunächst weg von der aufziehenden Gewitterzelle und irgendwann auch in zahllosen Spitzkehren Tiefenmeter für Tiefenmeter nach unten. Auch wenn der Trail nicht sonderlich spektakulär ist, genießen wir noch ein letztes Mal das gemütliche Abfahren und die skurile Kulisse mit den aufsteigenden Wolken. Bald fällt der Weg sehr steil ab, sodass ein Lösen der Bremse fast unmöglich erscheint. Gefühlt schwindet so die Kraft aus den Armen genauso wie der Belag auf den Scheibenbremsen. Endlich unten in der Talsohle angekommen feiern wir alle drei, den Komfort einer leicht abfallenden Teerstraße. Wir sind definitiv am Ende unserer Kräfte.

 

 

 

 

 

  

 

Am Freitag früh trafen sich Peter, Marco, Sven und ich in Seefeld um mit unseren Bikes die westlichen Ausläufers des Karwendels zu erkunden.

Zuerst ging es gemütlich mit der Bahn rauf, um dann unsere Bikes weitere

500 hm auf den ersten Gipfel zu tragen. Über enge Spitzkehren und teilweise seilversicherten Stellen rollten wir in ein riesiges Schotterkar. Es war keine Menschenseele unterwegs und das Wetter spielte, bis auf die Temperaturen die sich um die null Grad Grenze bewegten, gut mit. Jetzt hatten wir aufgrund des Regens in der vorherigen Nacht den zweiten Gipfel links liegen lassen und haben uns für eine Variante entschieden. Nach kurzer Abfahrt, in der das frisch aufgetriebene Weidevieh etwas stur den Trail für sich behauptete, trugen wir der Hütte entgegen.

Dort haben wir uns bei einer Suppe und einem frisch gezapften Bierchen für die 1.600 hm feinsten Trail bis ins Inttal gestärkt.

 

  

  

 

Nachdem unsere Shuttle Fahrerin Laura schon sehnsüchtig auf uns gewartet hat, haben wir nach einem schnellen Trailbier unsere Sachen gepackt und haben unser Lager am Zeltplatz Karwendelcamp Scharnitz aufgeschlagen.

Dort trafen wir dann noch auf die CrossCountry Gruppe mit Katrin, Thomas S. und Thomas B., sowie den Nachzüglern Markus, Michi und Andi.

 

  

  

 

Nach einer frischen Nacht, starteten wir dann von Krün aus um uns auf einer ausgedehnten Runde auf die Spuren des König Ludwig II. zu begeben.

Die BBS Gruppe mit Peter, Sven, Michi, Markus, Andi und mir sammelten auf dem Weg  noch den Stefan auf, um dann die Soiernhütte als Mittagziel anzuvisieren.

Hier wurden wir wie immer bestens verpflegt und setzten dann unsere Runde mit insgesamt ca. 1500 hm Anstieg und traumhaften Trails fort.

Unterwegs hatten wir dann noch den einsamen Trailpiloten Fritz aufgegabelt, der als Begleitung lediglich eine Drohne anstatt Freunde aus Fleisch und Blut dabei hatte. Dies sollte natürlich nicht so bleiben und wir haben ihn dann gleich auf den Campingplatz mitgenommen und in unseren Verein aufgenommen.

Die CrossCountry Gruppe hatte auch eine große Runde gedreht und kamen entsprechend hungrig zurück.

 

Abends hatten wir dann bei Grillfleisch und Bier die Sonnenwende gefeiert und den Duselsieg unserer deutschen Fußballriege nur am Rande mitbekommen.

Sonntag ging es bei sonnigem und sommerlichen Wetter unserm Traumtrail entgegen. Viele Spitzkehren, steile Absätze…….und viel viel Spaß

 

 

 

Die Schweiz und ein neuer See, Grund genug für eine Ausfahrt.

Wir reisen nachts an, es regnet. Egal… die Stimmung in unserem Bus ist top! Der nächste morgen startet gewohnt relativ früh und wir machen uns auf den Weg. Die ersten 1000 Höhenmeter überwindet die Gondel für uns, danach heißt es kurbeln, schieben und tragen. 400 Meter weiter oben stehen wir auf dem Gipfel. Die Landschaft ist neu für uns alle, ein Wechsel aus Sonne und tiefhängende Wolken machen die Szene sehr mythisch.

Die Abfahrt ist nicht ganz einfach, große Felsblöcke mitten im Trail. Dazu unerwartet rutschig aber wir finden uns gut ein. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht alles etwas anstrengender als sonst. Den Abend lassen wir gemütlich am See ausklingen… selbstverständlich!

Der nächste Tag beginnt wie gewohnt, doch diesmal mit etwas mehr Brotzeit und Wasser im Rucksack. Wir wollen gleich mehrere Gipfel erklimmen. Und so treten und tragen wir an diesem Tag über 1300 Höhenmeter, für alle im Team sehr anstrengend bei den feuchtwarmen Bedingungen. Auf unterschiedlichsten Trails, flowig, ruppig, steil und lose kommen wir nach insgesamt 2340 Tiefenmetern am See an und springen einmal direkt hinein. Was für ein Tag!

 

 

Die Trail oberhalb und abseits des Lago di Garda locken uns auch diese Jahr wieder in diese unglaublich schone Landschaft.

Die ersten Trails zeigen direkt was hier geboten ist. Gardasee Schotter, so groß und rutschig wie nirgendwo sonst. Volle Konzentration und die Fahrtechnik und Reaktion wirds‘ schon richten.

Wir fahren und tragen einiges, deshalb sind die Trails so gut. Kaum befahren und sehr verlassen. Genau unser Ding. Andi hat hier wieder einmal das perfekte Gespür für allerbeste Singletrails.

Bericht vom Enduro-Rennen „Enduro du Lion“ in Belfort

Anfang Mai war es soweit: der lange Winter hatte auch in meinem Enduro-Rennkalender Platz für den Sommer mit dem ersten Rennen in meiner alten französischen Wahlheimat Belfort gemacht. Im Vordergrund stand Spaß mit den dortigen Freunden zu haben und vor allem mit intaktem Bike im Ziel heil anzukommen.
Die Stages wurden vom lokalen Verein „Avenir de Cyclisme du Territoire de Belfort“ erwartungsgemäß nach französischer Manier mit einem flowigen bis sehr technischen Niveau abgesteckt. Alles kein Problem, wenn hier mit gut alter bewährter Freeridefactory-Fahrtechnik an die Sache heran gegangen wird. Mit Renntempo sieht das aber dann doch etwas anders aus.
Am Ende kam als guter Kompromiss ein Mischmasch aus „Gratzl-Frontwheelies“ in einigen steilen Spitzkehren und „Jochen-Drift-Einlagen“ heraus. Eine Rezeptur die ich mir ehrenwert beim vergangen TT4 abschauen konnte. Während der vier Stages am Hausberg der Stadt des Löwens ging diese Rezeptur hervorragend bei Kaiserwetter auf, sodass ich stets mit breitem Grinsen am Ende jeder Stage die Kumpels feiern konnte, die mit mir die erste Startgruppe bildeten.
Im Ziel nach der letzten fünften Stage reichte diese Fahrtechnik-Rezeptur sogar (okay, es gab auch  ein paar längere Tretpassagen, wo das Wintertraining sich auszahlte), um einige Zeit im Hotseat neben der netten Miss Franche-Comté als „Roi de la Citadelle“ die Ankunft ein paar Dutzend Starter hinter mir anzusehen.
Am Abend machte ich mich mit einem Packen voller Spaß und Flow auf den Weg zurück in die schwäbische Wahlheimat. Obendrauf gab es dann auch Platz 35 in der Gesamtwertung der knapp 300 Starter.

 Fazit: TT4 besuchen und sich bei seinen Vereinskollegen die richtigen „Sahnestückchen“ abkupfern. 🙂

Danke euch!

Martin Riedle

 

Fotos: Joris Gautier und Thomas Bresson

Venetien, eine extrem schöne Ecke Italiens. Abseits des Troubles am Garda Bike Festival sind die Trails absolut unbefahren und menschenleer! Wir genießen den italienischen Flair und das super Wegenetz und shutteln zum größten Teil. Die Kraft brauchen wir bergab, so muss das sein.

Unser Enduro Crafter bringt uns zuverlässig jede noch so enge Bergstraße hinauf, egal ob auf geteertem oder Schotter als Untergrund.

Die alten Militärwege und Zustiege sind über den gesamten Berg verteilt, wir müssen sie einfach ALLE ausprobieren. Factory Team eben 😉

Es geht endlich los!

Wir wechseln die Insel.

El Hierro Tag 1: Lavasand surfen. Langsam gewöhnen wir uns an den rutschigen Untergrund.

El Hierro Tag 2: Der grüne Jungle der Insel und ein ungewollter Tritt auf einen Seeigel

El Hierro Tag 3: Wiesen und Hochebenen wie in Schottland, nur 20 Grad wärmer. Eine Vulkaninsel mitten im Atlantik. Ein mythischer Baum der Wasser aus den Wolken sammelt und der Blick auf drei weitere Inseln. La Palma, La Gomera und Teneriffa.

Wir wechseln die Trauminsel: La Gomera!

La Gomera Tag 2: Anstrengend aber auch wunderschön

La Gomera: Strandpause und Tag 4. Spontan einen Mega Trail entdeckt und das im letzten Sonnenlicht

La Gomera: Tage 5 und 6

La Gomera: Tag 7 und 8