Techniktraining 1 – wir trotzen Kälte und Schnee

Techniktrainings gehören mittlerweile fest zum Jahresplan der Freeridefactory. Und so stand am 22.04. das erste Techniktraining für Anfänger auf dem Plan. Dem vorangegangen waren einige Diskussionen, ob wir das Training angesichts des Wettereinbruchs überhaupt durchführen können. Vor allem standen wir vor der Herausforderung, einen Trail zu finden, der schneefrei, nicht zu leicht und nicht zu schwer ist. Dank Sven und Peter, die am Freitag noch zum Scouten im Inntal unterwegs waren, und einer leichten Wetterbesserung (immerhin keinen Schnee mehr!) entschieden wir, das Training wie geplant durchzuführen.

Freitag Abend dann zunächst Platz kehren, von Scherben befreien und Hindernisse aufbauen – Samstag früh das Zelt aufstellen und die Getränke bereit stellen.

Langsam trudelten die ersten Teilnehmer ein. Peter, Michi und Bernie halfen beim Bikesetup. Das alleine war schon ein wirklicher Mehrwert für die meisten.

Um 8.45 Uhr standen alle 22 Teilnehmer vor dem sechsköpfigen Trainerteam. Unter Anleitung vom Cheftrainer Sven ging es los mit warmfahren und den Positionen am Bike: Fleißig wechselten alle von der Grund- in die aktivierte Position und zurück. Für den ein oder anderen war es ein ganz neues Gefühl, die Pedale waagerecht zu halten. Immer wieder hörte man die TrainerInnen „Gorilla“ über den Platz rufen.

Nun waren alle warm – beachtlich, bei ca. 6 Grad Lufttemperatur! – und Sven teilte die Truppe in 4 Kleingruppen. Hier konnten die Trainer sich nun voll auf die Ansprüche und Bedürfnisse ihrer Schützlinge konzentrieren.

Der Trainingsplan aller Gruppen umfasste Gleichgewicht, richtiges Bremsen, Kurven fahren, Vorderrad und Hinterrad anheben und über Hindernisse fahren.

Punkt 12 Uhr leutete es zur Mittagspause bei Semmeln, Brezn und Spezi. Danach wurden alle Bikes in den Bus verladen und los ging es zum Trail ins Inntal.

Ca. 250 HM mussten erkurbelt werden, um den Einstieg zu erreichen. Oben gingen wir nochmal in Ruhe die notwendigen Vorbereitungen für den Start in den Trail durch: Reifendruck, Protektoren anlegen, Dämpfer öffnen (Ja: man kann einen Dämpfer auf- und zumachen!) und vor allem der Hinweis, dass jeder sein Tempo fährt, es keine Schande ist, abzusteigen und jeder Passagen gerne wiederholen kann.

Wir Trainer postierten und an allen Schlüsselstellen, um im Fall des Falles helfen zu können. Souverän meisterte die Gruppe den bei der Witterung doch sehr anspruchsvollen Trail und kam vollzählig, unverletzt und ohne Defekt wieder am Parkplatz an.

Natürlich liessen wir die Jungs und Mädels dann nicht einfach von Dannen ziehen, sondern versammelten uns nochmals gemeinsam zu einem schönen Ausklang beim Wirt. Hier zeigte uns Michi noch, was man alles unbedingt in seinen Bikerucksack packen muss – u.a. min. 3 Labellos und 2 Sonnencremes.

Durchaus müde aber zufrieden machten wir uns dann wieder auf den Weg nach München.

Ostereiersuche in der Sonne

Ostern – vier Tage umsonst frei. Das muss genutzt werden! Vier Tage biken, ein wenig entspannen und gerne noch das ein oder andere Osterei finden – so der Plan. Die Trails sollten noch nicht allzu schwer sein (die Saison beginnt ja gerade erst) und ein bisschen Konditionstraining durch selbst erradelte Gipfel sollten es sein. Und – wichtig – bitte keinen Schnee, kein kaltes Wetter mehr. Mit diesen Parametern ausgestattet gingen wir an die Suche und wurden rasch fündig: wie so oft sollte es nach Italien gehen.

Und so klingelte am Freitag für den einen der Wecker erst um 4.25h, für den anderen schon um 3.30h und es machten sich die ersten beiden wackeren Biker auf den Weg in der Dunkelheit ins Licht. Das frühe Aufstehen wurde mit Cappuccino, Croissant und der Gondel schon um 9 Uhr belohnt.

An Tag 1 standen 2 Trails auf dem Programm, die mit Gondelunterstützung und nochmals jeweils 600HM selber treten erreicht wurden. Trotz Osterfeiertage waren die Wege überraschend leer – zumindest am Berg. Im Tal bei der Mittagseinkehr dann treffen wir auf andere Radler aller Colour: Körbchenfahrrad, E-Bike, Radelanhänger mit Nachwuchs – bei dem Wetter treibt es alle raus. Nach Kaminwurzn, Latte Macchiato und Cola für den Zuckerhaushalt machten wir uns auf, die zweite Abfahrt unter die Stollen zu nehmen. Wir nutzten diese auch, um unser Setup nochmals feinzutunen. Das ist das Tolle an so einer langen-Wochenend-Aktion: Man kann nicht nur sich selber wieder an Wurzeln, Steine, Steilstufen und Spitzkehren gewöhnen, sondern auch am Setup feilen. Das Feedback von Abfahrt 1 des Tages fließt direkt in die zweite ein.

Tag 1 krönten wir dann mit einer menschenleeren Sauna im Hotel und dem ein oder anderen Bier.

An Tag 2 wollten wir einen neuen Trail unter die Räder nehmen. Nach ausgezeichnetem Frühstück und Bikecheck lösten wir erneut das Gondelticket, um fahrend und tretend die 2.000m üNN zu erreichen. Die Querung mussten wir leider per Forstautobahn bewältigen, da der Höhentrail noch mit Eisplatten und Schneefeldern gespickt war. Der Trail war jedoch aller erste Sahne und wir von uns garantiert noch das ein oder andere weitere Mal auf der Liste stehen.

Tag 3 erhielt unser Zweierteam dann Unterstützung von unseren Kollegen, die Samstags noch arbeiten mussten. Zu viert und später zu sechst (wir haben tatsächlich noch zwei weitere Vereinsmitglieder mehr oder weniger zufällig aufgegabelt) ging es auf unsere persönliche Königsetappe: 1700HM selber treten – zuerst bei 25 Grad und Sonne, später bei bewölktem Himmel und nurmehr 11 Grad (ja, es ist halt erst April) erklimmen wir den Gipfel, der mit einer geöffneten Hütte aufwartet. Aufgewärmt und gestärkt geht es in den Trail: gefühlt 100 Spitzkehren, die zu Beginn noch sehr steil und eng, später weiter und flacher, einladen, das Versetzen zu üben. Vom Ehrgeiz gepackt werden die Schlüsselstellen mehrfach genommen, bis sie wirklich sitzen. Die Kollegen geben Tipps, feuern an und machen den Fotobeweis. Ein perfekter Tag geht mit Sauna, Pizza und Wein zu Ende.

Tag 4 wird dann für den ein oder anderen zur mentalen Herausforderung: erneut 1700HM selber treten, diesmal zieht sich der Weg jedoch ewig. Oben herrschen bei Wolken und ordentlichem Wind nur noch 6 Grad. Wir packen uns mit allem ein, was im Rucksack steckt und machen uns auf den Weg nach unten. Im oberen Bereich wird wieder die mentale Stärke gefordert, da der Trail super schmal und ausgesetzt an der Kante des Kammes entlang führt. Aber wir haben Zeit und lassen es ruhig angehen – wir wollen ja noch bis November auf den Rasten stehen. Im unteren Bereich wird es wieder flowig und hält das ein oder andere Schmankerl bereit. Unten spuckt uns der Trail im Ort aus – ich komme mir vor wie ein Weltraumfahrer, der nach Jahren der Isolation wieder auf die Zivilisation trifft.

Geschafft sitzen wir im Auto auf dem Weg nach Deutschland. Es soll schneien. Können wir kaum glauben. Wehmut überfällt mich. Und die tiefe Freude und Zufriedenheit, die die Tour in mir ausgelöst haben. Was kann es besseres geben, als ein Wochenende mit guten Freunden auf dem Bike? Sport, Herausforderung, Kameradschaft, gutes Essen, Wein und Bier aus Jochens Privatbrauerei – perfekt nenne ich das.

Ach ja, Ostereier haben wir auch gefunden – beim Frühstücksbuffet.

Frühlingstour am Schliersee

    

Perfekte Planung ist alles – wie immer. So auch hier habe ich nicht nur die Tour Meter für Meter akribisch ausgearbeitet (;-)) – sondern auch das Wetter organisiert. Und Dank dieser Mühe war das Wetter einfach bombastisch: knapp über 20 Grad und Sonne vom bayrischen blau-weißen Himmel.

Und so starteten pünktlich um 9 Uhr 9 wackere Freerideritter auf die erste Tagestour der Factory.

Locker ging es erst am Schliersee entlang, dann ein entspannter Aufstieg über Forstwege bis zum Traileinstieg. Schoner an und flowig ging es über Wurzelteppiche bergab. Der Wald spuckt uns auf grünen Almen wieder aus – wären die Bäume nicht noch oft kahl, könnte man meinen, es sei Juni.

Die Einkehr ist wohlverdient und der ein oder andere lässt sich nicht nur alkoholfreies Weißbier, sondern auch Schnitzel schmecken. So gestärkt treten wir die letzten Kilometer an, die uns am munter sprudelnden Bächlein entlang führt, bis der Schliersee wieder vor uns liegt.

Diejenigen unter uns, die noch nicht genug haben, nehmen nochmal einen kleinen Anstieg unter die Reifen, um noch einen weiteren Trail zu fahren.

Nach gut gestrampelten 1300HM stehen wir wieder am Auto und freuen uns über diesen gelungenen bayrischen Saisonauftakt. So kann es weitergehen!

    

    

 

Reif für die Insel

Ich zähle. Eine Unendlichkeit. Noch 20 Tage, noch 12 Tage, noch 3 Tage… Das Winterwetter ist einfach furchtbar für alle Freunde des Mountainbikens. Aber bald geht es wieder einmal auf eine Atlantikinsel.

 

Tag 1

Höllisch früh. 4 Uhr – aber im Urlaub steht man gerne auf. Der Flug verläuft sehr ruhig über die verschneiten Alpen. Also genau der richige Zeitpunkt, um dem Winter zu entfliehen. Die Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln ist wechselhaft, deswegen starten wir gleich nach dem Bezug unserer Unterkunft zur ersten Tour. Von A nach B fahren gestaltet sich auf den Kanaren als Entdeckungsreise: die vermeintliche „Teerstraße“ entpuppt sich als Feldweg mit knietiefen Löchern… also wieder umdrehen und 20 km Umweg fahren. Aussicht ist etwas anderes; als wir an unserem Drop Off den Reifendruck prüfen, sind wir froh, dass wir die Anzeige noch lesen können. Aber es wird besser – mit jedem Tiefenmeter klärt sich der Blick und wir fahren den ersten Flow Trail mit gefühlten 50 Kehren.

Tag 2

Heute geht´s auf den höchsten Punkt der Insel. Leider wieder etwas nebelig, dafür aber wesentlich wärmer.

Schade – der Trail entpuppt sich im oberen Teil als S0-Feldweg. Danach geht´s umso heftiger weiter: S4 mit rutschigen, sandigen Passagen, enges, verblocktes Gelände und keine SIcherheit, dass man wirklich dort hält, wo man selbst geplant hat. Da hilft auch kein Luftablassen der REifen oder eine besonders aktive Position auf dem Bike. Bis ans Meer fahren ist dann leider keine gute Idee – das stellen wir allerdings erst fest, als wir um die 20 km auf Feldwegen im Cross Country Style hinter uns haben.

Tag 3

Ruhetag = Pannentag! Ein komisches Rumsen und zack – wars das mit dem Plan von Strand und Meer. An einem Parkplatz warten wir auf den Wagenvermieter, 15 Minuten hat er gemeint. Mittlerweile tobt ein Gewitter über uns und der Platzregen begrüßt uns im undichten, kaputten Auto, in dem wir ausharren.Allerdings handelt es sich um spanische Minuten – also warten wir 90 Minuten. Der Vermieter stellt fest: Auto kaputt. Ahja… zum Glück erhalten wir dann doch schnell 2 Ersatzwagen: Ein Lieferwagen und ein geländegängiger Landrover. Pauls Tag ist somit gerettet, er hat ein fable für diese Autos. 😉 Wir beschließen, uns am Strand wenigstens ein spätes Mittagessen zu gönnen und dümpeln den Rest des Tages herum. Die Dünen in Maspalomas bringen dennoch ein wenig die Abenteuerlust zurück. Danach wird der Defender noch ausgiebig im offroad Gelände getestet, der Abend ist gerettet und wir lassen es gemütlich bei Spaghetti Bolognese und einem ausgiebigen Bad im Whirpool ausklingen.

Tag 4

2 Autos – 8 Bikes – 9 Leute: jetzt ist organisatorisches Talent gefragt! Letzendlich kommt dann aber doch jeder auf den Berg und auch mit dem Bike wieder runter. Roque Nublo, ein Wahrzeichen der Insel lockt uns. Der Trail startet nass und wir tragen die Bikes 100 Tifenmeter bevor wir in einen unglaublich geschmeidigen Trail starten. Dieses Sahnestück musste hart erarbeitet werden und wir vergessen im Trailrausch schnell die strapazen der vergagngenen Stunde. Weiter geht es im illegalen Shuttle-Modus mit nur 3 Sitzplätzen und 6 Gartenstühlen auf der Ladefläche – egal. Wir sind heiß aufs Trailfahren!

Durch dichtes Grün kämpfen wir uns in der Mittagshitze 350hm tragend bergauf und genießen eine Abfahrt über eine unglaubliche Hochebene. Leider geplagt von zwei Materialpannen, neigt sich der Tag zu Ende. Der finale Trail hat es noch einmal in sich, lose, extrem loses Geröll begleitet uns auf dem gesamten Trail Richtung Meer. Glücklich und geschafft laufen wir im am Strand ein und gönnen uns beim ersten sehr sympathischen Wirt ein Feierabendbier. Ein absolut gelungener Tag, wir können unser Glück kaum in Worte fassen!

Tag 5

Wir erwarten unser defektes Shuttleauto zurück. Da wir aber nicht untätig rumsitzen wollen starten wir im Transporter zum nächsten Trail. Geht schon ist das Motto und wir starten ab dem Parplatz in einen ungeplanten Uphill. Gerade gut genug um das Frühstück und den Dieselgestank des Autos zu verdauen. Die technischen Flowtrails rund um den Roque Noblo warten auf uns. Erst 150hm bergauf und dann vollkommen spaßig aber doch technisch anspruchsvoll bergab. Wir haben echtes Trailgrinsen im Gesicht. Beendet wir die Tour wieder am Strand und bei unserem nun bekannten Treffpunkt in Puerto de Mogán.

Tag 6

Pausentag: und damit auch gleichzeitig Sightseeing und Reparaturtag. Wir schauen uns die Hauptstadt Las Palmas an, gehen am Strand spazieren und essen den wohl besten Fisch der Insel in einem kleinen und einfachen Fischrestaurant. Die Suche nach Epoxidharz für eine gebrochene Carbonfelge ist das Highlight des Tages und wir machen uns einen Spaß aus dem Einkaufstrip. In der Unterkunft angekommen teilen sich die Gruppen, es wird repariert, gebadet und gekocht. Perfekte Zusammenarbeit!

Bis zum nächsten Abenteuer

 

Eure Anschilope

Saisonauftakt N°2 in Bella Italia

    

Wie unser vorletzter Blogpost beweist, sind wir auch ohne Bike und im Schnee unterwegs. Aber irgendwann ist auch mal Schluss mit Lust auf Schnee und es juckt in den Fingern – das Bike will bewegt werden. Um diesen Schmerz zu lindern haben wir unsere Sachen ins Auto gepackt und uns auf den Weg nach Italien gemacht. Endstation: Finale Ligure. Ziel: Kondition aufbauen, die Trailtechnik des letzten Jahres wieder aus den Tiefen des Gehirns rauskramen und natürlich Sonne, Cappuccino und Pizza genießen.

Der Plan war klar: jeden Tag 1-2 Touren fahren, dabei zwischen 1000-1500 Höhen- und Tiefenmeter selbst gekurbelt überwinden – und somit autonom von jeglichem Shuttleservice und dem damit verbundenen hohen Fahreraufkommen unterwegs sein.

    

    

Und so empfing uns Finale nach entspannter und staufreier Autofahrt bei bestem Wetter: Sonne, angenehme 12 Grad – perfekt, um die ersten Höhenmeter in T-Shirt und kurzer Hose unter die Reifen zu nehmen.

Die Trails sind um diese Jahreszeit angenehm leer. Im Ort sind zwar viele Biker zu sehen und die Shuttlefahrzeuge der lokalen Anbieter auch viel unterwegs. Jedoch findet man Ruhe bei tollen Wegen, wenn man sich abseits der bekannten Downhillstrecken bewegt.

So kommen einem höchstens mal ein paar Wanderer oder Kletterer entgegen.

Wir steigern unsere Touren von Tag zu Tag: Sowohl die Höhenmeter werden langsam mehr, aber auch die Trailschwierigkeit, bis wir wieder an dem Punkt angelangt sind, an dem wir Ende 2016 in die Winterpause gegangen sind.

Es ist eine wahre Freude, die Schlüsselstelle im Trail zu meistern. Auch der Ehrgeiz ist geweckt, so dass die wirklich knackigen Passagen durchaus 2 bis 3 Mal in Angriff genommen werden. Denn man will ja nicht nur irgendwie, sondern vor allem schön runter kommen.

    

    

Der Tagesablauf unserer 8 Biketage ist schnell gefunden: 7.30 Uhr klingelt der Wecker zur ersten lockeren Laufrunde an der Strandpromenade. Zurück in der Ferienwohnung stärkt das ausgiebige Frühstück mit den auf dem Rückweg vom besten Bäcker in Town mitgebrachten frischen Semmeln für die Biketour. Dann heißt es pedalieren, Knieschoner an die Beine, Sattel runter und ab in den Trail bis zum Mittag. Kurze Pause bei Cappuccino und Brotzeit, und ab in den Nachmittag, der die fleißigen Biker wieder mit tollen Abfahrten und grandiosen Ausblicken auf das Meer belohnt. Angekommen zurück an der Ferienwohnung: Bikecheck, Bikes verschließen, Duschen und ab zum Abendessen. Bei leckerer Pasta und Pizza und natürlich dem ein oder anderen Wein oder Bier planen wir den nächsten Tag und fallen dann zufrieden ins Bett.

Wir haben uns in den 8 Tagen hervorragend auf die Saison 2017 eingestimmt. Mensch und Material harmonieren wieder so gut zusammen wie zuvor.

Und ehrlich: Das ganze blöde Weiß kann sich jetzt bitte mal verziehen 🙂

    

Aber ohne Bike machts weniger Spaß – Trainingslager an den Südalpen

   

 

 

   

 

Aber ohne Bike machts weniger Spaß – so machen wir uns auf in unser Trainingslager an den Südalpen. Donnerstag frühmorgens wurde das Shuttle gepackt und alle 9 Plätze sind besetzt. Die Vorfreude auf die ersten Biketage steigt: von Stunde zu Stunde wird es wärmer und die Sonne scheint mit voller Kraft.

Erster Stopp ist in Südtirol, hier fahren wir 2 geniale und großteils schneefreie Trails. Ein guter Einstieg in die Saison…..

 

   

 

 

   

 

 

   

 

Anschließend geht es weiter an den Alpensüdrand, dort warten auf uns noch weitere 3 geniale Bike Tage mit Sonne und mega langen Trails. Natürlich ist hier und da mit Schneefeldern zu rechnen und der ein oder andere Gipfel ist noch in winterliches weiß getaucht – das schreckt uns jedoch keinesfalls ab und so wird der  matschige Schnee für Gleichgewichts- und Konditionsübungen genutzt.

 

   

 

 

Die ersten Maiglöckchen sind bereits im Wald zu sehen und die Temperaturen machen Lust auf mehr Bewegung an der frischen Luft. Der Frühling 2017 kann kommen, bis dahin geht´s für einen Teil der Freeridefactory nochmal in den Süden…

 

   

 

 

   

 

 

   

 

   

   

   

Es geht auch ohne Bike…

Im Winter ohne Bike, ja das machen wir auch mal. Dabei kommt aber der Spaß nicht zu kurz und wir sind gerne zu Fuß oder mit dem Rodel im Schnee unterwegs.

 

 

Bikebergsteigen am südlichen Alpenrand

Und wiedermal musste der goldene Süden der Alpen für unsere Unternehmung herhalten. Ziel war diesmal ein markanter Bergrücken im Trentino, der sich als echte Herausforderung darstellen sollte…

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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… die Freeridefactory feiert den 2. Advent

 

    

Kaum zu glauben, es ist schon wieder Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende, die Saison ist vorbei, ganz Deutschland isst Kekse, zündet Kerzen an und wartet sehnsüchtig auf die kommende Bikesaison. Ganz Deutschland? Fast. Eine kleine Truppe hartgesottener Biker macht sich auf den Weg gen Süden, um den zweiten Advent recht feierlich auf den Trails zu verbringen. Das Wetter ist gut angesagt: Sonne, aber eher frostig. Egal, dicke Handschuhe und Daunenweste ins Gepäck und ab.

    

    

Los geht’s Samstag im Stockdunkel auf die Autobahn nach Italien. Nach 3 Stunden entspannter Fahrzeit ist das Ziel – die Talstation – erreicht. Die Bikes sind schnell zusammengebaut und die Liftkarte gekauft. Absoluter Vorteil an der Jahreszeit: wir sind die einzigen Fahrgäste. Oben angekommen gilt es nochmal ca. 500HM zu kurbeln. Wir nehmen die Anstrengung dankend an, denn bei ca. -2 Grad oben am Joch tut Bewegung gut. Die Aussicht ist atemberaubend: klarer Himmel, Sonne und dieses unvergleichliche goldene Herbst-/Winterlicht taucht die Almen in eine ganz besondere Atmosphäre. Nach einer kurzen Querung steht der Trail auf dem Programm: Flowig geht es über Nadelboden, Laub, Stein- und Wurzelfelder bergab. Trotz dicker Handschuhe legen wir recht häufig kurze Stopps ein, um die Finger zu wärmen. Hier entwickelt jeder seine eigene Strategie: Hände unter die Knieschoner, zu Fäusten in den Handschuhen geballt oder auf die warme Bremsscheibe.

    

    

Unser Ziel liegt im sonnigen, aber auch kalten Vinschgau. Ein Stopp in einem Café wärmt uns von Innen und von Außen. Voller Energie starten wir in die zweite Auffahrt des Tages: auch hier wieder Teil I mit Liftunterstützung und Teil II dann mit reiner Muskelkraft. Vom Joch aus blicken wir auf die in die Abendsonne getauchte Bergwelt: Plattkofel, Langkofel, Sellamassiv liegen vor uns und lassen die Temperaturen vergessen. Bergab führt uns wieder ein toller flowiger Trail. Im Dunkeln erreichen wir die Autos. Schnell verladen wir unsere Sachen und fahren ins Hotel, wo uns schon die heiße Sauna erwartet. Der Tag verdient nur ein Wort: Perfekt!

    

    

Tag 2 startet nach einem leckeren Frühstück und schneller Dämpferwartung auf dem Parkplatz. Auch heute stehen 2 Trails auf dem Programm, die wir uns per Lift und per Kurbeln erarbeiten. Das Wetter ist noch einen Tick besser: zwar weiterhin nur -2 Grad, jedoch strahlender Himmel, voller Sonnenschein. Es ist einfach genial, zu dieser Jahreszeit unterwegs zu sein, erlaubt es doch, Trails unter die Stollen zu nehmen, die sonst von Wanderern überlaufen sind. Wir treffen nur vereinzelt Menschen im Wald, die uns alle begeistert fragen, woher und wohin. Wir folgen wieder der bewährten Fingeraufwärmstoppstrategie. Mittags füllen wir die Energiespeicher bei Suppe und Tee wieder auf und freuen uns auf den zweiten Trail.

Insgesamt stehen an beiden Tagen jeweils gut 1200 selbst getretene Höhenmeter und je 3000 Tiefenmetern auf unseren Tachos.

Wir runden unser perfektes Adventswochenende beim Wirt ab. Kekse, Kerzen und den Adventskranz haben wir definitiv nicht vermisst.

    

Wir drücken die Schulbank – Technikttraining im Trail

    

 

Lebenslanges Lernen – das gilt nicht nur für den Job, sondern auch für den Sport. Und so machten wir uns Mitte November auf nach Bozen, um 2 Tage lange intensiv an unserer Trailtechnik zu feilen.

Eine Woche vorher schon hatten wir uns für den Theorieteil getroffen und Dinge wie Tourenplanung per GPS und Karte, Versicherungsschutz und Rucksackpackliste besprochen.

Das Wetter war super – strahlend blauer Himmel – jedoch schon recht kühl mir 2 Grad am Morgen und 7 Grad am Nachmittag.

An Tag 1 stand erst einmal Hinter- und Vorderrad anheben auf dem Programm. Die Herauforderung hier: den Sweet Spot zu finden: also genau den Punkt, an dem sich das Rad in der Luft im Gleichgewicht befindet. Gar nicht mal so einfach.

Gut aufgewärmt ging es dann per Bahn auf den Kohlern. Peter hatte am Vortrag schon den Trail gesichtet und die noralgischen Stellen markiert. Wir nahmen uns sehr viel Zeit, die Schlüsselstellen zuerst per pedes abzugehen, die Lines zu diskutieren und dann das ganze auf zwei Rädern zu probieren. Das Gute an einem solchen Techniktraining sind vor allem folgende 3 Punkte:

  1. Nimmt man sich beim normalen Fahren nie die Zeit, die Stellen vorher abzuschreiten und die Ideallinie zu finden.
  2. Kann man im Techniktraining die Stellen mehrfach fahren, bis es klappt.
  3. Stehen die Vereinskollegen als Ratgeber und Fänger zu Seite. Somit traut man sich auch an Stellen heran, die man sonst nicht fahren würde.

Wir brauchten für Abfahrt 1 dann auch ganze 4 Stunden. 4 gut investierte Stunden, wie Abfahrt 2, die nach einer kurzen Brotzeitpause in der Sonne auf dem Kohlern unter die Reifen genommen wurde. Viele der schwierigen Passagen klappten nun ohne Probleme. Einige noch nicht. Und hier haben wir uns wieder Zeit genommen, mit Hütchen die Ideallinie markiert und uns an den kritischen Stellen als Fänger postiert.

Das Härteste an Tag 1 war für mich, sich ständig zu fordern und über sich hinaus zu gehen. Gerade für den Kopf ist das enorm anstrengend. Aber nur so kann man wirklich besser werden.

Abends haben wir noch die Bozener Innenstadt erkundet und den Tag bei Wein und Südtiroler Küche ausklingen lassen.

 

    

    

 

Tag 2 begann nach einem guten Frühstück wieder am Fuße des Kohlerns. Am Vormittag wollten wir uns dem Thema Drop widmen. Ein geeignetes Übungsobjekt hatte Peter beim Scouten schon ausgemacht. Diesmal packte Michi auch sein Tablet auf, um unsere Versuche aufzunehmen. Es ist wirklich sehr viel wert, wenn man sich mal selber fahren sieht. Oft kommt es einem ja so vor, dass man schon total weit unten steht oder die Arme schon total weit auseinander macht. Sieht man sich dann mal auf Video, erkennt man, dass man doch noch ganz schön aufrecht steht oder die Arme doch eher am Körper kleben.

Die 2 Abfahrten von Tag 2 nutzen wir, um nochmals die entscheidenden Passagen gemeinsam anzugehen. Hier wurde der Fortschritt deutlich, den die Gruppe in den zwei Tagen schon erzielt hat: die Anzahl der Schlüsselstellen hatte im Vergleich zu ersten Abfahrt schon enorm abgenommen. Vieles, was Samstag Morgen noch quasi unfahrbar wirkte, ging nun locker von der Hand. Auch sind wir nun in der Lage anderen Fahrern Tipps zu geben, denn wir erkennen nun deren Haltungsfehler. Das haben wir dann auch direkt an den anderen Fahrern, die im Trail unterwegs waren, ausprobiert und nicht mit gut gemeinten Ratschlägen gegeizt.

Am Ende von Tag 2 waren zwar alle sowohl körperlich als auch mental (vor allem ich J) platt, aber auch super stolz auf unseren Lernerfolg. So blöd er auch klingen mag, „Übung macht den Meister“ stimmt einfach