Advents-Schnee-Biken

Schneefall in Deutschland und an den Nordalpen, deshalb geht es für uns so schnell wie möglich Richtung Süden. Bozen ist ein altbekanntes und immer wieder geniales Ziel. Gutes Essen, tolle Landschaft und meist das beste Wetter im gesamten Alpenraum

Wir starten nicht allzufrüh in den Biketag, es ist noch empfindlich kalt. Der Schnee hat uns dann doch überrascht. Egal, kalt aber trocken.

 

Happy Advent ride #freeridefactory #mtblife #bansheebikes #haerocarbon

A post shared by Michael Dobler (@michi_dobler) on

Mitglieder testen den PEAKRIDER live – mit dabei der Entwickler …..

 

……..Marvin der Vater des Peakriders. Am Samstag, am Tage der www.flow-valley.de Weihnachtfeier konnten Anja, Andi und Robert die Gunst der Stunde nutzen um den Peakrider live und aktion zu testen. Marvin verteilte seine Tester. Anschließend wurde das System mit wenigen handgriffen verbaut und einsatzbereit gemacht. Ideal da wir an diesem Tag von Null weg tragen mussten.

https://www.peak-rider.com

Installation:

Das System wir relativ einfach und schnell durch die mittlere Trinköffnung des RS und die Verlängerung ca. eine Faustbreit über den RS ausziehen. Wir hatten im Test einen EVOC FR Enduro mit 16L in M/L und S sowie die 20 L Version in Größe L. Beim  Größe S müsste ggf. der Metalstab um 1cm gekürtz werden damit das System schneller ein/ausgebaut werden kann.

 

 

Bike auflegen:

wichtig ist den Köcher an der für sich idealen Stelle zu platzieren und richtig fest zu ziehen. Auch wichtig, die Stellschraub an der Höhenverstellung muss straff geschlossen sein, damit der Stab mit dem Gewicht des Bikes nicht zusammen sackt. Einmal versucht und verbaut ist es ein kinderspiel.

 

 

das Tragen:

Wie schon in div. Tests oder auch Fotos beschrieben lässt sich das Bike absolut handlos tragen ohne den Eindruck zu erwecken das es nach hinten abfällt. Selbst leichte Drehungen des Bikes sind noch möglich. Komplett geradstellen wird allerdings schwer, hier wir das Bike aus dem Köcher genommen und kurz „manuel“ getragen.

Mein Fazit:

180 Gramm und rund 80 Euro erleichtern das Bikerleben erheblich, ich würde fast behaupten wollen das dies wohl eines der hilfreichsten Aufstiegs/Auffahrtshilfen ist die man für Geld kaufen kann.

Bilder copyright by Adrian Greiter und Arnau Navarro

Lago die zweite – willkommen im Herbst

Man kann die Augen nicht davor verschließen – der Sommer neigt sich dem Ende. Aber noch sind auch ausgedehnte Tagestouren möglich. Denn die Sonne verabschiedet sich erst gegen 19 Uhr und das Thermometer erreicht doch in der Regel noch zweistellige Ziffern. Das Ganze in Kombination mit dem langen Wochenende, welches uns die deutsche Wiedervereinigung schenkt, will natürlich genutzt werden.

Die erste Herausforderung stellt jedoch die Wahl des Ortes. In vielen Teilen Europas soll es regnen – teilweise richtig viel. Nach einiger Konsultation der diversen Wetterstationen und Brainstorming bzgl. möglicher Trails fällt die Entscheidung auf den Gardasee. Halbwegs stabile Vorhersage plus recht hohe Temperaturen plus kurze Anreise plus verfügbare Unterkunft plus gute Ortskenntnis machen den Plan perfekt.

Mitten in der Nacht klingelt Samstags der Wecker und es geht los. Michi fährt uns durch die Nacht gen Süden. So gelangen wir schon um 10 Uhr an unser Ziel. Das Auto parken wir direkt an unserem Hotel, laden die Bikes aus, füllen Wasser in die Trinkblasen und treten los. 1300HM später erreichen wir unser heutiges Ziel – den Pass. Oben ist es nebelig bewölkt, aber noch recht warm. Wir gönnen uns einen Cappuccino und betrachten die anderen Biker. Wir haben beim Aufstieg schon so viele Biker gesehen, wie sonst an einem ganzen Wochenende nicht. Aber es ist wirklich nett, sich die Radel der Kollegen anzuschauen oder den ein oder anderen Techniktipp geben zu können.

Bergab geht es eher flowig mit nur wenigen Schlüsselstellen durch den Wald. Auf halber Höhe gabeln wir drei Biker aus dem Raum Rosenheim auf und nehmen diese kurzerhand in unser Schlepptau. Vor allem der Tipp, den Sattel komplett einzufahren wirkt wie ein Aha-Erlebnis.

Am Seeufer angekommen genießen wir unser Bier mit unseren neuen Freunden und fachsimpeln noch bis der Hunger und die Aussicht auf eine warme Dusche zum Aufbruch drängen.

Tag 2 erwartet uns wie die Vorhersage angekündigt hat mit Regen. Eher mäßig motiviert sitzen wir beim hervorragenden Frühstück. Wir beschließen, zumindest die ersten 600HM zu treten und dann je nach Wetter zu entscheiden, was wir den Rest des Tages machen. Zum Glück verzieht sich der Regen schnell und lässt nur feuchte Luft zurück. Somit steht die Entscheidung bis zum Rifugio weiter zu treten. Je weiter wir aufsteigen desto schlechter wird die Sicht. Wir beißen uns durch und werden oben mit einer fast leeren Hütte, einem warmen Ofen, leckerer Pasta und Bier belohnt. Angesichts des Wetters entschließen wir uns, die geplante Abfahrt auszulassen und den vermeintlichen Kiesweg abzufahren. Dieser entpuppt sich jedoch als netter, flowiger aber stellenweise wirklich verblockter Trail, der uns 1600 Tiefenmeter später wieder am See ausspuckt.

Tag 3 – das Wetter ist super. Die Wolken haben sich verzogen und die Sonne blinzelt uns an. Wir haben heute einen weiteren Gipfel vor Augen. Der höchste an unserem Teil des Sees mit knapp 2000m Höhe. Die Hütte oben ist der komplette Kontrast zum Vortag: dank Wetter total voll und laut. Unsere Rast fällt entsprechend kürzer aus und wir stürzen uns in 2000 Tiefenmeter Abfahrt. Der Trail ist wirklich nicht ohne – durchgehend S3 mit S4 Schlüsselstellen. Der Gardasee ist definitiv kein Anfängerrevier! Das besondere heute ist die geniale Sicht auf den See tief unter uns. Wir genießen die Abfahrt, die hohen langen Felsstufenpassagen, tiefe, rutschige Schotterstücke und flowig Wurzelteppiche. Unten betrachten wir die Bikeszene im Toplokal direkt am See und wundern uns ob der ein oder anderen Panzerung der anderen Biker.

Tag 4 ist leider auch der letzte Tag. Ein letztes Mal laden wir unsere Energiespeicher voll und treten los. Ein Klassiker soll es heute sein. Doch der befürchtete Ansturm auf den Trail bleibt aus. Wir kurbeln alleine die Straße zum Traileinstieg auf ca. 1000m Höhe. Oben ist es dank Wind doch wieder recht kühl, also legen wir nicht nur die Schoner an, sondern ziehen noch eine Jacke drüber. Der Trail selber ist wieder durchaus anspruchsvoll. Leider bleibt daher wenig Zeit, um die tolle Aussicht auf den See zu genießen. Unten gibt es einen letzten Cappuccino, bevor wir die Bikes einladen und uns auf den Rückweg machen.

Dank Michi können Jochen und ich uns entspannen und ein Nickerchen einlegen. Deutschland empfängt uns zwar trocken, aber kalt. Winter is coming…

Im Land der weißen Spitzen und Kugeln

          

 

Am Donnerstagabend machten wir uns wieder auf in Richtung Alpen, und das mit einem unguten Gefühl, da es die Tage immer wieder geschneit hatte. Wir nächtigten in Sulden und machten uns bereits um 8 Uhr auf den Weg zur Gondelbahn.

Mit der ersten Fahrt ging es bereits auf 2600 Meter ü.M. Nach einem kurzen WC-Stopp an der Bergstation ging es anschließend, wenn auch nur kurz auf dem Bike, dem Berg entgegen. Nach wenigen Metern war dann wie immer Bike schultern angesagt. Noch einige Höhenmeter auf gefrorenem Stein ging es zügig in den Schnee und anschließend auf Eis. Einige legten für die Gletscherbegehung ihre Grödeln an und wir teilten unser Team in zwei Gruppen und marschierten anschließen weiter. Nach einigen Höhenmetern schlängelte sich der Weg durch ein Labyrinth von Spalten bis hin zum Steilanstieg, den wir in perfekter Teamarbeit überwunden haben. Im oberen Teil des Gletschers entspannte sich die Situation sehr schnell, der Weg wurde zunehmend flacher bis hin zum Übergang auf Stein und Fels am Gipfelgrad. Für viele war das der höchste Punkt, mit dem sie jemald auf dem Rad unterwegs waren.

Euphorisch durch das, was wir da geleistet hatten, ging es dann via Bike über Fels und Schnee in Richtung Hütte, hier stand nun eine ausgiebige Pause auf den Programm bei dieser wir den neugierigen Wanderern unseren Aufstieg schilderten.

 

          

 

 

          

 

Nach unserer Pause auf der 3269 Meter hoch gelegenen Hütte machten wir uns auf den Weg ins Tal. Los ging es im ersten Teil mit einem Steilstück das zum Teil noch mit Schnee bedeckt war und grundsätzlich durchaus fahrbar gewesen wäre. Im weiteren Verlauf kamen wir an einer weiteren Hütte vorbei die, der Sonne und der niedrigeren Lage geschuldet, nun ein Bier auf der Terrasse zulies. Von hier an schlängelt sich unser Weg über grüne Wiesen hinab gen Tal wo der Trail nochmal an Steilheit zulegen sollte…..

Nach eine kurze Stück Teerabfahrt und einem Plattfuß bei Sebi wechselten wir die Talseite. Hier ging es laufend auf und ab, bis wir zu unserem zweiten Aufstieg des Tages gelangten. Obwohl jetzt nur 250 Höhenmeter auf den Navi standen, kam uns die Lauferei wie eine Ewigkeit vor, schließlich hatten wir die erste Hütte innerhalb von nicht mal 3 Std. ab Talstation erreicht und schon einige Körner verschossen.

Die letzten Meter, der Wald lichtet sich und wir erreichen die gelbgrünen Bergwiesen hoch über Santa C. wo wir nochmal inne halten und anschließende die Abfahrt über einen genialen und top gepflegten Spitzkehren-Trail beginnen.

Kehre für Kehre schrauben wir uns nach unten, man kann das Feierabendbier schon rufen hören und nach ein paar sehr engen und kniffligen Teilstücken in unserem Weg ist es auch soweit…..Willkommen beim Wirt.

 

 

          

 

 

          

 

An Tag 2 unserer Reise erwartet und Petrus erstmal mit einem sauberen Regenschauer beim Frühstück….wir beschlossen aber dann trotzdem zumindest mal mit dem Auto in Richtung Pass zu kurven. 3 Grad und böiger Regen, keine Traumbedingungen. Nach einer weiteren Kaffeepause am Berg entschlossen wir uns nun doch einen Trail unter die nassen Stollen zu nehmen. Zwar weichten wir hier nun von unserem eigentlichen Plan ab aber wurden mit einem durchaus brauchbaren Trail belohnt, der sich im unteren Teil sogar als echter Trial-Hammer herausstellen sollte.

Nach einem kurzen Bikewash und machen wir uns wieder auf in Richtung Pass, hier auf der knapp 2600 Meter hoch gelegen Passhütte machen wir eine ausgiebige Pause und trocknen dabei unsere Sachen. Im Anschluss geht es auf einen erst nebelreiche Südabfahrt die sich im Anschluss zu echten Enduro Rennstrecke entpuppt.

Wieder oben am Pass, geht es nun über eine kurze aber doch spannende Abfahrt wieder in Richtung Hotel, wo wird die Bikes nochmal waschen und verladen für die morgige Abreise, denn Petrus lässt am Sonntag keine Trails mehr zu 🙂

 

 

          

 

viele Pässe, viele Trails – die Schweiz wie sie uns gefällt

Wir lieben Italien, keine Frage: Sonne, Pizza, Wein, tolle Trails, nette Leute. Nur eines fehlt dort: Hochalpine Trails. Um diese zu genießen, fahren wir einmal im Jahr in die Schweiz. Das Zeitfenster ist kurz, nur wenige Wochen im August sind die Wege schneefrei und machen mit dem Bike Spaß.

Mitte August geht es los. Am Abfahrtstag sind wir noch sehr skeptisch: Sturzregen seit 3 Tagen in München und Schnee auf den geplanten Gipfeln. Das kann heiter werden. So packe ich auch eher die Winter-, als die Sommersachen in meine Tasche. Nach kurzen Shoppingstop in Österreich, wo wir uns mit allem notwendigen für die Brotzeiten der kommenden Woche eindecken, erreichen wir unseren ersten Trailspot am Abend.

Tag 1

Auf Grund des Wetters müssen wir schon am ersten Tag unsere Pläne anpassen und fahren direkt zu Trailspot Nummer 2. Bei Regen und ungemütlichen 12 Grad laden wir am Pass die Bikes aus. Regensachen werden ausgepackt und die wasserfesten Handschuhe aus der Tasche gekramt. Wir steigen in den Trail ein und freuen uns darüber, dass wir mit wenig Luft in den Reifen fahren können – Chuck Norris sei Dank. Denn der Trail ist total nass und entsprechend rutschig. Da ist jeder Fitzel Grip hilfreich. Nach kurzem Zwischenanstieg tauchen wir in den Wald ein, der uns über Wurzeln und Spitzkehren nach unten in den Ort führt. Zum Glück hört der Regen von oben auf, als wir unten am Bahnhof auf unseren geliebten Crafter treffen. Somit können wir die erste Brotzeit im Trockenen einnehmen. Gestärkt geht es wieder bergauf. Nach kurzer Kurbelei auf einem Forstweg schultern wir die Bikes und tragen die letzten 500HM durch hochalpine Landschaft auf den Gipfel. Wir treffen einige Wanderer, die uns alle neugierig fragen, wo wir denn mit dem Bikes hinwollen. Man ist hier als Radler doch eher ein Unikum. Hochalpin geht es dann über kurzes Gras und Fels hinab. Je weiter wir hinunter kommen, desto mehr Heide und kleine Büsche finden sich längs des Weges bis wir kurz vor dem Ziel eine Wiesenlandschaft mit Schafen vorfinden. Roland wartet schon mit kalten Getränken und aufgebauten Klappstühlen am Shuttle auf uns, so dass wir sofort auf den erfolgreichen ersten Tag anstoßen können.

Tag 2

Strahlender Sonnenschein weckt uns. Es ist zwar noch ein wenig kühl so früh am morgen, aber der Tag verspricht warm zu werden. So machen wir uns hochmotiviert auf den Weg zum Pass. Schnell sind die Bikes ausgeladen. Ein letzter Luftdruckcheck und los geht es. Fahrt Nummer 1 führt uns vom Pass in südliche Richtung. Die Temperaturen und auch die Landschaft lässt keinen Zweifel daran, dass es nach Süden geht. Locker fließt der Trail dahin, im oberen Bereich am Bach entlang, über Wiesen, durch kleine Waldstücke bis runter in den Ort. Unser zweiter Trail führt uns über Kuhweiden hinab. Der Weg ist insofern herausfordernd, als dass er sich teilweise sehr tief in den Boden eingegraben hat, und immer wieder unvermittelt fiese Grasbüschel auftauchen, die die Fahrt abrupt stoppen.

Tag 3

Los geht es nach dem Frühstück wieder rauf zum Pass. Nach dem Parkplatz heißt es noch ca. 1h tragen. Die Landschaft wird immer schroffer, die Grasbüschel weichen zunehmend dem Fels. Wir passieren einige kleinere Seen, die zu unserer Verwunderung tatsächlich befischt werden. Jochen erklärt uns, dass die Fischer Jungfische in Tüten hochtragen und aussetzen, um sie dann später zu angeln. Die Spinnen, die Angler!

Der Trail führt uns über Fels und dann Wiese bergab. Im oberen Bereich flüssig zu fahren erwartet uns im unteren Bereich wieder die Mischung aus canyonartig eingegrabenem Weg, Grasbüscheln und Kuhmist. Unten erwartet uns Roland, um uns erneut auf den Pass zu bringen. Nun geht es in Richtung Süden. Aber auch jetzt dürfen wir erst noch ein paar Höhenmeter kurbelnd und tragend überwinden. Der Weg zieht sich nur langsam steigend an der Bergflanke entlang, bis er endlich das Gipfelkreuz erreicht, welches hoch über dem Tal trohnt. Sanft abfallend schlängelt sich der Trail am Sonnenhang hinunter. Wir begegnen wieder kaum Wanderern und erreichen unten Roland und den Crafter. Ein schneller Biss ins Brot (danke Roland, dass du uns immer so gut mit Essen versorgt hast!) und schon geht es wieder hinauf. Diesmal geht es in einem der schönsten Täler der gesamten Tour in schneller Fahrt hinunter. So schnell, dass manch einer die plötzlich auftauchenden Steine übersieht. Wir machen einen kurzen Reparaturstopp direkt neben der Bahnlinie. Hier windet sich die Bahn unterirdisch in einer Art Spirale den Berg hinauf. Anja und ich warten darauf, dass die Bahn wieder aus dem Tunnel auftaucht. Leider sind die Jungs mit der Reparatur schneller fertig als die Bahn. Schade. Da müssen wir wohl nochmal wiederkommen. Der letzte Teil des Trails schlängelt sich durch abartig schöne, idlilische Bergwald immer am munter sprudelnden Fluss entlang. Es ist so schön, dass ich immer wieder stehen bleiben muss, um die Bilder einzusaugen. Man könnte meinen, dass ein Landschaftsgärtner alles designed hat. Das zeigt jedoch wieder einmal, dass das schönste Design von der Natur kommt.

Wir machen Feierabend direkt am Fluss und gönnen uns eine Abkühlung. Die untergehende Sonne taucht uns in ein abendliches Rot.

Tag 4

Heute steht ein Highlight auf dem Programm: ein Rundweg rund um den Gletscher. Wir stehen früh auf, um eine der ersten Gondeln zu erwischen. Von der Bergstation müssen wir noch ca. 100HM kurbeln, bis wir den ersten Blick auf den Gletscher erhaschen. Wir schieben die Bikes noch zur Aussichtsplattform hoch. Der Blick ist gigantisch. Unter uns liegen Jahrtausende Naturgeschichte. Es ist aber auch sehr erschreckend zu sehen, wie sich das Eis schon zurückgezogen hat. Die Amis sollten mal herkommen, dann sehen sie schon, dass der Klimawandel keine Lüge ist!

Der Weg führt uns nun in ständigem bergauf und bergab am Gletscher entlang. Immer wieder lassen wir Wanderer passieren – es ist nur Platz für eine Person, rechts geht es steil hinunter. Genau passend erreichen wir eine kleinere Gondel inkl. Brotzeithäusel, die wir dankbar für eine Pause in der Sonne nutzen. Weiter geht es durch Wald in die Schlucht hinab, die am Ende des Gletschers anschließt. Wir queren mehrfach den Gletscherbach und befinden uns dann wieder weit oberhalb des Wassers am Felsrand. Wer Probleme mit ausgesetzten Wegen hat, wird in der Schweiz definitiv nicht glücklich. Wir genießen den Wechsel der Landschaft und die Herausforderungen des Trails. Ein schöner Spitzkehrenabschnitt fordert uns nochmals alle Konzentration ab. Zwei Wanderer freuen sich über diese unerwartete Moutainbikevorführung und verewigen unsere Künste auf ihren Kameras. Endlich erreichen wir das Tal und finden eine Wirtschaft mit Livemusik, wo wir den Tag ausklingen lassen.

Tag 5

Heute stehen zwei Trails auf dem Programm, die sich an alten Handelsrouten über den Pass orientieren. Wir nehmen zunächst den südlichen Teil unter die Stollen. Munter rollt der Trail unter uns erst hochalpin, dann durch Wald und Wiesen und immer wieder an alten Handelsstützpunkten vorbei. Im unteren Bereich taucht er in die Schlucht ein. Wir müssen einige Leitern erklimmen und fahren teilweise auf dem Dach der Straßengallerien entlang. Nach 20km 95% Singletrail erwartet uns Roland am kühlen Bach mit aufgebautem Brotzeittisch. Wir stärken uns für Teil 2 des Tages: den nördlichen Teil des Handelsweges. Dieser ist landschaftlich komplett anders: es geht fast sofort in den Wald, Spitzkehren und ständige Bachquerungen führen uns abwärts. Ein Zwischenanstieg von ca. 300HM, die wir tragend überwinden leitet uns auf den letzten Part, der wieder ausgesetzt am Rande der Schlucht hoch über dem unten sprudelnden Wasser führt.

Tag 6

Ortswechsel Nummer 3: der Wecker klingelt um 5.40 Uhr, denn wir wollen den Zug um 6.52 Uhr nehmen, der uns zu unserem nächsten Ziel führt: Zermatt. Ich bin zum ersten Mal dort und immer noch extrem beeindruckt: Majestätisch trohnt das Matterhorn über dem Tal, umgeben von weiteren Viertausendern. Wir nehmen die Bahn zum Gornergrat. Oben werden wir von Asiaten erst sehr schüchtern beäugt. Dann bricht der Damm und jeder möchte ein Foto von uns, bis wir am Ende umringt von ca. 20 Touristen als Fotomodels herhalten dürfen. Wir nehmen eine technische Abfahrt nach unten. Je nach Können ist hier auch durchaus Tragen angesagt. Peter gibt uns Tipps und vor allem ich höre vermehrt von ihm „tief bleiben“. Immer wieder schweift mein Blick zum Matterhorn. Zum Glück verschafft die Gondel eine Verschnaufpause, bevor wir uns wieder in Richtung Zermatt aufmachen. Der zweite Trail ist wieder flüssig fahrbar, wartet aber mit Spitzkehren und Steilstufen sowie ausgesetzten Stellen wieder anspruchsvoll auf.

Nach einer schönen Einkehr auf der Hütte gehen wir nun den letzten Trail des Tages an, der uns auch konditionell fordert: ca. 400HM gilt es, das Bike zu schultern, um den Höhenweg zu erreichen. Dieser führt uns noch mehrere Kilometer am Abgrund entlang. Schwindelfreiheit ist ein Muss! Bei untergehender Sonne erreichen wir die Hütte, die uns diesmal Unterkunft bietet. Hugo, unser Hüttenwirt empfängt uns freundlich und versorgt uns mit den wichtigsten Infos: ja, es gibt Bier. Licht bis 22h, die Dusche am Ende des Ganges, WC N°1 direkt daneben, WC N°2 auf halber Treppe und Abendessen gibt’s um 19 Uhr. Hugo kredenzt uns als Nachtisch seinen weltberühmten Apfelkuchen. Zu Gast sind neben uns noch ein paar Wanderer und eine große Gruppe Franzosen, die alle 2 Jahre zur Familienreunion hierher kommt. Wir lassen den Abend mit Wein und deutsch-französischen Gesangseinlagen ausklingen.

 

Tag 7

Hüttentypisch geht es früh aus den Federn. Das selbstgemachte Birchermüsli von Hugos Küchencrew sorgt für die notwendige Energie, um den ersten Trail des Tages anzugehen, der uns durch die Schlucht immer entlang des Baches gen Zermatt führt. Unten angekommen treffen wir Björn, unseren Schweizer Kollegen, den wir letztes Jahr am selben Ort kennengelernt haben. Gemeinsam steigen wir in die Bahn, die uns wieder nach oben bringt, um in die nächste Abfahrt in dieser gigantischen Bergwelt zu starten. Wieder sind wir beliebtes Foto- oder auch Videomodel. Anja und ich denken ernsthaft darüber nach, unseren Bürojob in München an den Nagel zu hängen und hauptberuflich Bikemodel für die ganzen asiatischen Touristen zu werden. Ungläubig werden wir gefragt „Do you wanna go down WITH your bike?!“ – Ja, wollen wir!

Das Highlight des Tages – für mich ehrlich gesagt das Highlight der gesamten Woche – bildet der letzte Trail des Tages: Wir starten auf über 3.000müNN und fahren zunächst über den Grad, der nur aus Fels besteht, hinab, bis wir nach gut 700 Tiefenmetern wieder Gras unter den Reifen haben. Anschließend geht der Weg eher flowig über die Wiese und fädelt anschließend auf eine Höhenweg ein, der uns hoch über dem Tal entlang in ständigem Auf und Ab unserem Shuttlebus näher bringt. Noch eine letzte Abfahrt zum Parkplatz durch unzählige Spitzkehren (natürlich erschallt hinter mir Peters „tief bleiben“) und wir erreichen den Crafter und damit das Ende unseres Trips ins Tal von Zermatt. Müde und zufrieden lassen wir uns in die Sitze plumpsen und fahren ins Hotel, wo uns Pizza, Nudeln und ein warmes Bett erwarten.

Tag 8

Der letzte Tag unserer Tour begrüßt uns im Nebel. Über Nacht hat es teilweise sinntflutartig geregnet. Die Wolken hängen noch tief in den Bergen. Mystisch sagen die einen, kalt und nass die anderen. Der Trail schlängelt sich entlang der Bergflanke und verliert zunächst kaum an Höhe. Eine ca. 300HM Tragepassage sorgt für entsprechend hohe Körpertemperatur. Weiter geht der Höhenweg. Bei Sicht von unter 5m fällt der Abgrund, der sich links neben dem Weg auftut, kaum auf. Wir erreichen einen Aussichtspunkt, von dem aus Björn uns „seine“ Berge zeigen möchte. Jedoch sehen wir auch hier mehr Wolken und Nebel als Gipfel und Täler. Endlich zeigt die Tendenz des Trails bergab und schnell näheren wir uns dem Tal und damit auch Sonne und Crafter. Am Parkplatz angekommen zieht es auf und wir können unsere letzte Brotzeit im Sonnenschein einnehmen.

Wir laden die Bikes ein, um zu Teil 2 der Tour aufzubrechen. Roland bringt uns auf der anderen Seite des Tals wieder nach oben. Dieser Trail empfängt uns mit Wurzel gespicktem Waldboden, der meist extrem steil und abhängend bergab führt. Hier ist wieder mal volle Konzentration und – natürlich – „tief bleiben“ gefordert.

Der letzte Anstieg der Tour wird mit der Gondel überwunden. Bevor wir das Finale angehen gibt es noch einen letzten Cappuccino beim Wirt. Der letzte Trail ist flowig und schnell und lässt die Endorphinausschüttung nochmal steigen. Wir erreichen den Crafter und ein letztes Mal heißt es Vorderräder raus, Pedalschuhe an und Räder einladen.

Beim Abendessen machen wir einen Kassensturz: Wir haben an 8 Tagen 28.000 Tiefenmeter, 260km sowie 4.500 Höhenmeter (zu 90% tragend) zurückgelegt. Doch das sind nur die nüchternen Zahlen. Wirklich in Erinnerung bleiben werden uns die grandiosen Ausblicke, die teils karge hochalpine Landschaft, Gletscherspalten, Murmeltiere und asiatische Touristen.

Achtung – Trackabweichung! Alpenüberquerung der Freeridefactory

Auf der Bucketlist fast jeden Moutainbiker steht die Alpenüberquerung. Auch wir von der Freeridefactory sind da nicht anders.

 

Alpenüberquerung – auf der Bucketlist fast jeden Moutainbikers. In diesem Jahr wollen auch wir von der Freeridefactory dieses Abenteuer angehen. Für mich ist es Nummer 3 – jedoch zum ersten Mal komplett selber organisiert und geplant. Schon im Februar trifft sich das Kernteam zum ersten Mal, um Termin und grobe Route festzulegen. Start Landeck, Ziel Riva del Garda. Ca. 2000+ Höhenmeter / Tag an 6 Etappen plus 1 Ruhetag.

Dem Kernteam schließen sich noch 2 weitere Vereinskollegen an und so sind wir zu fünft:

Thoso, der Navigator

Thomas, durch und durch Optimist und unser Schrauber

Kruno, der Tourist

Roland, unsere Vorhut, Hotelfinder und Waschmaschinenorganisator

Katrin, das Duracelhäschen, bei dem noch keiner den Aus-Knopf gefunden hat.

Die Hotels buchen wir schon im März – vier Monate vor Abfahrt. Aber in einigen Regionen wie dem Vinschgau ist es schon schwer, noch Zimmer zu finden.

Wie immer rast die Zeit dann plötzlich doch schnell dahin und so steht der Abfahrtstag an: in zwei Autos fahren wir nach Landeck, von wo aus unsere Tour startet.

Tag 1: Landeck – Val d’Uina – Glurns

Wir frühstücken um 7 Uhr. Alle sind freudig gespannt, einzig die dicken Wolken und andauernder Regen lassen uns eher verkniffen lächeln. Noch ein letzter Check, ob wirklich alles am Fahrrad ist, was ans Fahrrad soll, Flaschen gefüllt und Rucksäcke geschlossen sind, geht es los. Wir fahren Richtung Reschen und biegen kurz vor dem Pass gen St. Moritz ab. Unser Ziel ist die Uina-Röhre. Zum Glück lässt der Regen schnell nach und wir können unsere Regensachen einpacken. Schon an unserer ersten Mittagsrast treffen wir andere Alpencrosser, die bereits den ersten Platten flicken müssen. Wir laden unsere Energiespeicher auf und machen uns an den Anstieg zur Uina-Röhre. Ca. 1 Stunde dauert es bis zur letzten Einkehrmöglichkeit vor der Schiebestelle. Noch eine schnelle Cola und los geht es. Die Röhre wurde vom DAV gebaut, um die damals dort befindliche Pforzheimer Hütte zu erreichen. Die Hütte gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür jedoch die Sesvennahütte und die Röhre, die schon wirklich zu einem Touristenmagnet für Wanderer und Biker zählt. Unser Tagesziel ist Glurns, welches wir gegen frühen Abend wohlbehalten erreichen. Unsere Bikes finden Unterschlupf in der Garage des Hotels, unsere Sachen kommen für 4 Euro in die Waschmaschine und wir sitzen frisch geduscht beim Abendessen.

Tag 2: Glurns – Sulten – Madritschjoch – Martelltal – Goldrain – Kastelbell

Aufstehen, Frühstücken um 7 Uhr, Sachen packen, Bikes checken, Garmin an und los. Das wichtigste: Folge dem Track! Und dieser führt uns heute zum Madritschjoch. Die zweite Etappe ist eine reine „Spaßetappe“, denn sie bringt uns Riva nicht wirklich viel näher. Wir fahren von Glurns über Sulten zur Talstation vom Madritschjoch. 700 Höhenmeter lassen wir uns per Gondel nach oben bringen, die letzten 600 Höhenmeter müssen wir dann noch bis zum Joch schieben. Oben angekommen genießen wir die Aussicht nur kurz, da ein starker Wind weht, der die Temperaturen auch auf ca. 10 Grad drückt. Und so machen wir uns auf den Weg ins Martelltal. Der Trail führt uns zügig zunächst durch Schotterfelder hinab, die Landschaft wird immer grüner und lieblicher, bis wir wieder über satte Almen rauschen. Vorbei am Zufrittsee nehmen wir die letzten Meter zur Etsch unter die Reifen. Unser geplanter Stopp im Café Vis-à-Vis fällt leider aus – Ruhetag am Sonntag! – aber an der Bahn nach St. Martin bekommen wir zum Glück doch noch ein kaltes Getränk. Unsere Unterkunft bietet uns dann auch noch Entspannung am Pool – ein perfekter Tag.

Tag 3: Kastelbell – Latscher Alm – Tarscher Alm – Tarscher Pass – St. Nikolaus

Wieder mal um 7 Uhr sitzen wir im Speiseraum beim Frühstück. Unsere Gastgeberin hat extra für uns eine halbe Stunde früher alles hergerichtet. Aus meiner Sicht das beste Frühstück auf der gesamten Tour. Heute steht unsere Angstetappe an: über 2000HM auf nur 28km. Über Latscher Alm zur Tarscher Alm und dann hoch zum Tarscher Pass. Bis zur Tarscher Alm führt ein mäßig steiler Forstweg hoch. Auf der LAtscher Alm stärken wir uns noch mit Kaiserschmarrn und Flädlesuppe, bevor es dann ab der Tarscher Alm heißt: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Und zwar ganze 600 HM. Als Belohnung ein super Ausblick ins Vinschgau und eine tolle Trailabfahrt ins Ultental. Im Hotel erwartet uns schon Roland, der nicht nur unser Abendessen, sondern auch die Waschmaschine klar gemacht hat. Hungrig wie wir sind räubern wir das gesamte Buffet und fallen müde, aber zufrieden in unsere Betten im 5-Personen-Familienzimmer.

Tag 4: St. Nikolaus – Rabijoch – Malé – Dimaro – Madonna di Campiglio

War das Abendessen schon lecker, so kann das Frühstück ebenso mithalten. Wir bemühen uns, den anderen Gästen noch etwas am Buffet über zu lassen und machen uns auf den Weg. Rucksack packen, Flaschen füllen und GPS anstecken gehören längst zur Routine. Auf dem Plan heute steht das Rabijoch an. Die erste Pause machen wir an der Kirchbergalm. Dort treffen wir auf eine Gruppe Passauer Alpencrosser, die mit superleichten Leftys unterwegs sind. Klar, dass sie schneller sind als wir: die müssen ja auch nur 9kg über den Berg treten J

Das Rabijoch kann bis auf die letzten 200-300HM komplett getreten werden. Der Blick zurück ins Ultental zeigt uns, was wir schon wieder an Höhe zurückgelegt haben. Am Joch machen wir noch jeder ein schönes Gipfelfoto und freuen uns auf die Hütte. Dort treffen wir die Passauer Jungs wieder, die schon beim Cappuccino sitzen. Für uns gibt es jetzt erstmal Minestrone. Wir genießen die Aussicht ins Rabital, die Sonne und die Stärkung. Die Passauer genießen unsere Dämpferpumpe – dafür war wohl kein Platz mehr in den gewichtsoptimierten Rücksäcken.

Die Abfahrt über Trail läuft flüssig dahin – bis ein lautes Platzen und Zischen mir sagt, dass etwas schief gelaufen sein muss. Mein Reifen ist platt und der Mantel auf ca. 3 cm aufgeschlitzt. Einen Ersatzmantel haben wir natürlich nicht dabei – zum Glück aber Flickzeug. Von Innen den größten Flicken auf den Schlitz, neuen Schlauch rein und hoffen, dass wir bis zum nächsten Radlladen kommen. Der ist 17km und 1600HM weiter unten in Malé. Schwitzend komme ich unten an. Ein letzter Stresstest: im Laden gibt es haufenweise 27.5er und 26er (ja, 26er!) Mäntel – aber kaum 29er. Zum Glück zaubert der Mitarbeite noch einen aus einem Karton und zieht diesen auch rasch auf (leider falschrum, wie wir später merken).

Nun stehen den letzten 1000HM zu unserer Unterkunft nach Madonna di Campiglio nichts mehr entgegen. Im Lichte der Abendsonne erreichen wir unsere Unterkunft. Schnell duschen, umziehen und los in die Pizzeria im Ortskern. Wen treffen wir dort? Unsere Leftytruppe aus Passau. Angesichts der Anstrengungen des Tages verschlägt es uns früh ins Bett.

Tag 5: Madonna di Campiglio – Lago d’Idro

Unser heutiges Ziel ist nicht Riva, was durchaus in Reichweite liegt, sondern der Lago d’Idro. Unser Weg führt uns über den Lago di Val’Agola in Richtung Süden. Am Joch treffen wir bekannte Gesichter – unsere Passauer Freunde müssen mal wieder einen Platten flicken. Wir nutzen die Chance zu einem Plausch und einem Gruppenfoto, bevor es weiter geht. Heute machen uns weniger die Höhenmeter, als die Hitze (mehr als 30 Grad) zu schaffen. Es fällt uns schwer, den Schatten der Sonnenschirme unserer Mittagseinkehr zu verlassen. Aber es hilft nichts, wir müssen weiter. Wir legen die letzten Kilometer auf einem schönen Radweg zurück, der uns direkt ans Ufer und damit ans kühle Wasser des Idrosees führt. Ein Bad versteht sich von selbst. Wir beziehen unsere Unterkunft, die diesmal aus einem Hostel besteht. Nach dem Duschen, was diesmal etwas länger dauert, da wir uns nicht nur alle ein Zimmer, sondern auch ein Bad teilen, gehen wir in die Pizzeria des benachbarten Campingplatzes. Noch ein kleiner Schlummertrunk in der Strandbar und ab geht es ins Bett.

Tag 6: „Ruhetag“

Heute steht ein Ruhetag am Idrosee auf dem Programm. Nach dem Frühstück zerstreut sich die Gruppe: ein Teil legt sich wieder ins Bett, ein Teil erkundet die nähere Umgebung zu Fuß und ein dritter kann nicht genug vom Biken kommen und lockert die Waden auf einer kurzen und knackigen 1600HM und 45km Runde. Nachmittags gehen wir noch Baden, liegen faul im Schatten und schauen die Tour de France.

Tag 7: Lago d’Idro – Riva del Garda

Finale – die letzte Etappe: über den Tremalzo und Passo Nota geht es endlich nach Riva. Das Wetter ist wie seit unserer Abfahrt im Inntal wieder hervorragend. Wir genießen die letzten Meter, das Wetter, den Spaß in der Gruppe. Wie immer zwitschern wir diverse Lieder auf dem Fahrrad, scherzen und achten natürlich darauf, den Track nicht zu verlassen. Am Nachmittag erreichen wir die Ponale und rollen dem See entgegen. Roland erwartet uns schon in der Sailing Bar, wo wir auf das Erreichte mit Aperol Spritz anstoßen.

Wir haben noch 1 ganzen Tag in Riva, an dem wir einen kleinen Ausflug zum Lago di Tenno und nach Torbole machen. Wir kommen uns ein wenig komisch vor unter all den Badetouristen und nach so langer Zeit in den Bergen, auf Hütten und in kleinen Hotels. Auf der Heimfahrt nach München hänge ich meinen Gedanken nach. Auch wenn dies nicht meine erste Alpenüberquerung war, so war es ein besonderes Erlebnis. Zum ersten Mal habe ich die Tour selber geplant, habe alle Hotels selber ausgesucht, habe mein Gepäck für die gesamte Woche selber geschleppt. Am ersten Tag habe ich noch zu Thomas gesagt, dass ich am Ende der Tour eine selbst geplante Transalp entweder hassen oder lieben werde. Ich liebe es. Und eines ist sicher: nächstes Jahr wieder!

Dolomiti Express

Es lockt uns wieder einmal die grandiose Bergwelt der Dolomiten. Allesamt weltbekannt und doch jedes Mal wieder sehr schön anzuschauen und zum biken ein Traum.

Die Anreise ist wie gewohnt gut organisiert und wir kommen super durch, trotz regen oder gerade deshalb.

Trailtag ein startet schnell, sehr schnell denn wir rasen auf einem Trail parallel zur Passstraße hinab in den Ort um unsere erste Gondel zu erwischen. Danach ist direkt kurbeln und tragen angesagt um über einen Grat zum Traileinstieg zu kommen. Alles in absolut faszinierender hochalpiner Landschaft. Der Trail bergab zieht sich endlos hin und wir kommen richtig in flow…

Das Highlight des Tages ist dann aber eine Abfahrt vom mondähnlichen Plateau auf 2500m hinunter über hunderte Spitzkehren bis ins sommerlich grüne Tal. Wir benötigen knapp zwei Stunden, sind hoch konzentriert und absolut begeistert. So etwas macht man dann doch nicht alle Tage. Nach einer kurzen Rast begeben wir uns wieder bergauf um noch einen Bikepark zu erkunden. Den Abend lassen wir ganz entspannt bei gutem Essen ausklingen, denn uns war gar nicht aufgefallen dass wir den ganzen Tag über nichts gegessen hatten.

Am Sonntag starten wir nach einem reichhaltigen Frühstück ganz oben am Pass. Der Trail quert aber in einem ewigen auf und ab bis wir schließlich einen eher zugewachsenen Grastrail finden. Dieser ist so ausgesetzt dass es wirklich viel Konzentration benötigt um wenigsten Teilstücke zu fahren. Naja, danach geht es auf trockenem Waldboden steil hinab ins Tal. Wieder oben auf dem Pass (Shuttlebus sei dank) kehren wir erstmal in der Hütte ein und stärken uns, dazu kommt sogar noch die Sonne raus.

Der darauf folgenden Trail will es noch einmal wissen, wir tragen erstaunlich viel bergauf. Aber in einer solchen Bergkulisse ist das absolut ok. Eine weitere Hütteneinkehr mit kleinem Bierstop macht uns fit für die finale Trailabfahrt.

Rundum die Großen…..

Einrollen am Gardasee….

   

   

Val Aosta

Trails am Fuße des Gran Paradiso

   

   

Val Aosta + Tignes

umgeben der Großen 4, Gran Paradiso, Gran Combin, Mont Blance und Monte Rosa……

   

   

Val Aosta + Breuil

Bikepark und Naturtrails im Wintersport-Giganten Cervina – Zermatt

   

   

 

Am ersten Donnerstag im Oktober findet ein DIA Vortrag „Val Aosta“

an unserem Bikerstammtisch statt