Achtung – Trackabweichung! Alpenüberquerung der Freeridefactory

Auf der Bucketlist fast jeden Moutainbiker steht die Alpenüberquerung. Auch wir von der Freeridefactory sind da nicht anders.

 

Alpenüberquerung – auf der Bucketlist fast jeden Moutainbikers. In diesem Jahr wollen auch wir von der Freeridefactory dieses Abenteuer angehen. Für mich ist es Nummer 3 – jedoch zum ersten Mal komplett selber organisiert und geplant. Schon im Februar trifft sich das Kernteam zum ersten Mal, um Termin und grobe Route festzulegen. Start Landeck, Ziel Riva del Garda. Ca. 2000+ Höhenmeter / Tag an 6 Etappen plus 1 Ruhetag.

Dem Kernteam schließen sich noch 2 weitere Vereinskollegen an und so sind wir zu fünft:

Thoso, der Navigator

Thomas, durch und durch Optimist und unser Schrauber

Kruno, der Tourist

Roland, unsere Vorhut, Hotelfinder und Waschmaschinenorganisator

Katrin, das Duracelhäschen, bei dem noch keiner den Aus-Knopf gefunden hat.

Die Hotels buchen wir schon im März – vier Monate vor Abfahrt. Aber in einigen Regionen wie dem Vinschgau ist es schon schwer, noch Zimmer zu finden.

Wie immer rast die Zeit dann plötzlich doch schnell dahin und so steht der Abfahrtstag an: in zwei Autos fahren wir nach Landeck, von wo aus unsere Tour startet.

Tag 1: Landeck – Val d’Uina – Glurns

Wir frühstücken um 7 Uhr. Alle sind freudig gespannt, einzig die dicken Wolken und andauernder Regen lassen uns eher verkniffen lächeln. Noch ein letzter Check, ob wirklich alles am Fahrrad ist, was ans Fahrrad soll, Flaschen gefüllt und Rucksäcke geschlossen sind, geht es los. Wir fahren Richtung Reschen und biegen kurz vor dem Pass gen St. Moritz ab. Unser Ziel ist die Uina-Röhre. Zum Glück lässt der Regen schnell nach und wir können unsere Regensachen einpacken. Schon an unserer ersten Mittagsrast treffen wir andere Alpencrosser, die bereits den ersten Platten flicken müssen. Wir laden unsere Energiespeicher auf und machen uns an den Anstieg zur Uina-Röhre. Ca. 1 Stunde dauert es bis zur letzten Einkehrmöglichkeit vor der Schiebestelle. Noch eine schnelle Cola und los geht es. Die Röhre wurde vom DAV gebaut, um die damals dort befindliche Pforzheimer Hütte zu erreichen. Die Hütte gibt es mittlerweile nicht mehr, dafür jedoch die Sesvennahütte und die Röhre, die schon wirklich zu einem Touristenmagnet für Wanderer und Biker zählt. Unser Tagesziel ist Glurns, welches wir gegen frühen Abend wohlbehalten erreichen. Unsere Bikes finden Unterschlupf in der Garage des Hotels, unsere Sachen kommen für 4 Euro in die Waschmaschine und wir sitzen frisch geduscht beim Abendessen.

Tag 2: Glurns – Sulten – Madritschjoch – Martelltal – Goldrain – Kastelbell

Aufstehen, Frühstücken um 7 Uhr, Sachen packen, Bikes checken, Garmin an und los. Das wichtigste: Folge dem Track! Und dieser führt uns heute zum Madritschjoch. Die zweite Etappe ist eine reine „Spaßetappe“, denn sie bringt uns Riva nicht wirklich viel näher. Wir fahren von Glurns über Sulten zur Talstation vom Madritschjoch. 700 Höhenmeter lassen wir uns per Gondel nach oben bringen, die letzten 600 Höhenmeter müssen wir dann noch bis zum Joch schieben. Oben angekommen genießen wir die Aussicht nur kurz, da ein starker Wind weht, der die Temperaturen auch auf ca. 10 Grad drückt. Und so machen wir uns auf den Weg ins Martelltal. Der Trail führt uns zügig zunächst durch Schotterfelder hinab, die Landschaft wird immer grüner und lieblicher, bis wir wieder über satte Almen rauschen. Vorbei am Zufrittsee nehmen wir die letzten Meter zur Etsch unter die Reifen. Unser geplanter Stopp im Café Vis-à-Vis fällt leider aus – Ruhetag am Sonntag! – aber an der Bahn nach St. Martin bekommen wir zum Glück doch noch ein kaltes Getränk. Unsere Unterkunft bietet uns dann auch noch Entspannung am Pool – ein perfekter Tag.

Tag 3: Kastelbell – Latscher Alm – Tarscher Alm – Tarscher Pass – St. Nikolaus

Wieder mal um 7 Uhr sitzen wir im Speiseraum beim Frühstück. Unsere Gastgeberin hat extra für uns eine halbe Stunde früher alles hergerichtet. Aus meiner Sicht das beste Frühstück auf der gesamten Tour. Heute steht unsere Angstetappe an: über 2000HM auf nur 28km. Über Latscher Alm zur Tarscher Alm und dann hoch zum Tarscher Pass. Bis zur Tarscher Alm führt ein mäßig steiler Forstweg hoch. Auf der LAtscher Alm stärken wir uns noch mit Kaiserschmarrn und Flädlesuppe, bevor es dann ab der Tarscher Alm heißt: Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt. Und zwar ganze 600 HM. Als Belohnung ein super Ausblick ins Vinschgau und eine tolle Trailabfahrt ins Ultental. Im Hotel erwartet uns schon Roland, der nicht nur unser Abendessen, sondern auch die Waschmaschine klar gemacht hat. Hungrig wie wir sind räubern wir das gesamte Buffet und fallen müde, aber zufrieden in unsere Betten im 5-Personen-Familienzimmer.

Tag 4: St. Nikolaus – Rabijoch – Malé – Dimaro – Madonna di Campiglio

War das Abendessen schon lecker, so kann das Frühstück ebenso mithalten. Wir bemühen uns, den anderen Gästen noch etwas am Buffet über zu lassen und machen uns auf den Weg. Rucksack packen, Flaschen füllen und GPS anstecken gehören längst zur Routine. Auf dem Plan heute steht das Rabijoch an. Die erste Pause machen wir an der Kirchbergalm. Dort treffen wir auf eine Gruppe Passauer Alpencrosser, die mit superleichten Leftys unterwegs sind. Klar, dass sie schneller sind als wir: die müssen ja auch nur 9kg über den Berg treten J

Das Rabijoch kann bis auf die letzten 200-300HM komplett getreten werden. Der Blick zurück ins Ultental zeigt uns, was wir schon wieder an Höhe zurückgelegt haben. Am Joch machen wir noch jeder ein schönes Gipfelfoto und freuen uns auf die Hütte. Dort treffen wir die Passauer Jungs wieder, die schon beim Cappuccino sitzen. Für uns gibt es jetzt erstmal Minestrone. Wir genießen die Aussicht ins Rabital, die Sonne und die Stärkung. Die Passauer genießen unsere Dämpferpumpe – dafür war wohl kein Platz mehr in den gewichtsoptimierten Rücksäcken.

Die Abfahrt über Trail läuft flüssig dahin – bis ein lautes Platzen und Zischen mir sagt, dass etwas schief gelaufen sein muss. Mein Reifen ist platt und der Mantel auf ca. 3 cm aufgeschlitzt. Einen Ersatzmantel haben wir natürlich nicht dabei – zum Glück aber Flickzeug. Von Innen den größten Flicken auf den Schlitz, neuen Schlauch rein und hoffen, dass wir bis zum nächsten Radlladen kommen. Der ist 17km und 1600HM weiter unten in Malé. Schwitzend komme ich unten an. Ein letzter Stresstest: im Laden gibt es haufenweise 27.5er und 26er (ja, 26er!) Mäntel – aber kaum 29er. Zum Glück zaubert der Mitarbeite noch einen aus einem Karton und zieht diesen auch rasch auf (leider falschrum, wie wir später merken).

Nun stehen den letzten 1000HM zu unserer Unterkunft nach Madonna di Campiglio nichts mehr entgegen. Im Lichte der Abendsonne erreichen wir unsere Unterkunft. Schnell duschen, umziehen und los in die Pizzeria im Ortskern. Wen treffen wir dort? Unsere Leftytruppe aus Passau. Angesichts der Anstrengungen des Tages verschlägt es uns früh ins Bett.

Tag 5: Madonna di Campiglio – Lago d’Idro

Unser heutiges Ziel ist nicht Riva, was durchaus in Reichweite liegt, sondern der Lago d’Idro. Unser Weg führt uns über den Lago di Val’Agola in Richtung Süden. Am Joch treffen wir bekannte Gesichter – unsere Passauer Freunde müssen mal wieder einen Platten flicken. Wir nutzen die Chance zu einem Plausch und einem Gruppenfoto, bevor es weiter geht. Heute machen uns weniger die Höhenmeter, als die Hitze (mehr als 30 Grad) zu schaffen. Es fällt uns schwer, den Schatten der Sonnenschirme unserer Mittagseinkehr zu verlassen. Aber es hilft nichts, wir müssen weiter. Wir legen die letzten Kilometer auf einem schönen Radweg zurück, der uns direkt ans Ufer und damit ans kühle Wasser des Idrosees führt. Ein Bad versteht sich von selbst. Wir beziehen unsere Unterkunft, die diesmal aus einem Hostel besteht. Nach dem Duschen, was diesmal etwas länger dauert, da wir uns nicht nur alle ein Zimmer, sondern auch ein Bad teilen, gehen wir in die Pizzeria des benachbarten Campingplatzes. Noch ein kleiner Schlummertrunk in der Strandbar und ab geht es ins Bett.

Tag 6: „Ruhetag“

Heute steht ein Ruhetag am Idrosee auf dem Programm. Nach dem Frühstück zerstreut sich die Gruppe: ein Teil legt sich wieder ins Bett, ein Teil erkundet die nähere Umgebung zu Fuß und ein dritter kann nicht genug vom Biken kommen und lockert die Waden auf einer kurzen und knackigen 1600HM und 45km Runde. Nachmittags gehen wir noch Baden, liegen faul im Schatten und schauen die Tour de France.

Tag 7: Lago d’Idro – Riva del Garda

Finale – die letzte Etappe: über den Tremalzo und Passo Nota geht es endlich nach Riva. Das Wetter ist wie seit unserer Abfahrt im Inntal wieder hervorragend. Wir genießen die letzten Meter, das Wetter, den Spaß in der Gruppe. Wie immer zwitschern wir diverse Lieder auf dem Fahrrad, scherzen und achten natürlich darauf, den Track nicht zu verlassen. Am Nachmittag erreichen wir die Ponale und rollen dem See entgegen. Roland erwartet uns schon in der Sailing Bar, wo wir auf das Erreichte mit Aperol Spritz anstoßen.

Wir haben noch 1 ganzen Tag in Riva, an dem wir einen kleinen Ausflug zum Lago di Tenno und nach Torbole machen. Wir kommen uns ein wenig komisch vor unter all den Badetouristen und nach so langer Zeit in den Bergen, auf Hütten und in kleinen Hotels. Auf der Heimfahrt nach München hänge ich meinen Gedanken nach. Auch wenn dies nicht meine erste Alpenüberquerung war, so war es ein besonderes Erlebnis. Zum ersten Mal habe ich die Tour selber geplant, habe alle Hotels selber ausgesucht, habe mein Gepäck für die gesamte Woche selber geschleppt. Am ersten Tag habe ich noch zu Thomas gesagt, dass ich am Ende der Tour eine selbst geplante Transalp entweder hassen oder lieben werde. Ich liebe es. Und eines ist sicher: nächstes Jahr wieder!

Dolomiti Express

Es lockt uns wieder einmal die grandiose Bergwelt der Dolomiten. Allesamt weltbekannt und doch jedes Mal wieder sehr schön anzuschauen und zum biken ein Traum.

Die Anreise ist wie gewohnt gut organisiert und wir kommen super durch, trotz regen oder gerade deshalb.

Trailtag ein startet schnell, sehr schnell denn wir rasen auf einem Trail parallel zur Passstraße hinab in den Ort um unsere erste Gondel zu erwischen. Danach ist direkt kurbeln und tragen angesagt um über einen Grat zum Traileinstieg zu kommen. Alles in absolut faszinierender hochalpiner Landschaft. Der Trail bergab zieht sich endlos hin und wir kommen richtig in flow…

Das Highlight des Tages ist dann aber eine Abfahrt vom mondähnlichen Plateau auf 2500m hinunter über hunderte Spitzkehren bis ins sommerlich grüne Tal. Wir benötigen knapp zwei Stunden, sind hoch konzentriert und absolut begeistert. So etwas macht man dann doch nicht alle Tage. Nach einer kurzen Rast begeben wir uns wieder bergauf um noch einen Bikepark zu erkunden. Den Abend lassen wir ganz entspannt bei gutem Essen ausklingen, denn uns war gar nicht aufgefallen dass wir den ganzen Tag über nichts gegessen hatten.

Am Sonntag starten wir nach einem reichhaltigen Frühstück ganz oben am Pass. Der Trail quert aber in einem ewigen auf und ab bis wir schließlich einen eher zugewachsenen Grastrail finden. Dieser ist so ausgesetzt dass es wirklich viel Konzentration benötigt um wenigsten Teilstücke zu fahren. Naja, danach geht es auf trockenem Waldboden steil hinab ins Tal. Wieder oben auf dem Pass (Shuttlebus sei dank) kehren wir erstmal in der Hütte ein und stärken uns, dazu kommt sogar noch die Sonne raus.

Der darauf folgenden Trail will es noch einmal wissen, wir tragen erstaunlich viel bergauf. Aber in einer solchen Bergkulisse ist das absolut ok. Eine weitere Hütteneinkehr mit kleinem Bierstop macht uns fit für die finale Trailabfahrt.

Rundum die Großen…..

Einrollen am Gardasee….

   

   

Val Aosta

Trails am Fuße des Gran Paradiso

   

   

Val Aosta + Tignes

umgeben der Großen 4, Gran Paradiso, Gran Combin, Mont Blance und Monte Rosa……

   

   

Val Aosta + Breuil

Bikepark und Naturtrails im Wintersport-Giganten Cervina – Zermatt

   

   

 

Am ersten Donnerstag im Oktober findet ein DIA Vortrag „Val Aosta“

an unserem Bikerstammtisch statt

Dolce Vita im Trailparadies

   

Lange geplant und vorbereitet, dann ist es nun soweit. Wir fahren wieder in die Berge, abseits jeder Tourirouten. Ins abgelegene Venetien, einem absoluten Paradies.

Bei endlich heißem Sommerwetter haben wir mitgedacht und kalte Getränke eingepackt. Zum Glück können wir ohne Stau durchfahren und erreichen zum Abendessen unsere Unterkunft.

Da es geregnet hatte beginnt der erste Tag noch etwas wolkenverhangen und die Auffahrt bei dieser Luftfeuchtigkeit fühlt sich nach Sauna an. Egal… die Trails entschädigen umso mehr für die Qualen und etwas Höhenmeter selber erarbeiten tut auch immer gut.

Nach der zweiten Auffahrt und einer geschmeidigen Trage- und Kletterpassage erforschen wir echtes Trail-Neuland. Explorer Touren eben! Ein verlassener Trail und immer wieder Stollen aus dem ersten Weltkrieg. Wir sind absolut begeistert. Den Abend lassen wir gemütlich im Restauran „altes Kino“ ausklingen.

   

In den zweiten Tag starten wir früh uns genießen das Frühstück bei angenehmen Temperaturen. Nach einer kurzen Autofahrt starten wir quasi direkt vom Gipfel in einen sportlichen Trail, so früh und noch ganz frisch dauert es etwas in Schwung zu kommen. Aber spätestens nach einem recht steilen, fast senkrechten Trageabschnitt sind wir „on fire“ und genießen die endlosen Spitzkehren auf einem extrem schmalen Trail. Ein Traum für alle Singletrail Fans 😉

Der zweite Teil des Tages beginnt frustrierend. Der geplante Trail ist nicht mehr vorhanden, komplett zugewachsen und verfallen. Spontan wird umgeplant. Es geht über einen weiteren Gipfel und Bunkeranlagen Richtung Tal. Ein kurzer Cappuccino Stop darf aber in Italien nicht fehlen – ok… es gab auch ein Bier. Später im Restaurant lassen wir den Tag revue passieren und genießen den Wein des Hauses.

   

   

Der nächste Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein, genau das richtige Wetter um etwas zu Tragen. Um die 600hm um genau zu sein, immer mit überwältigendem Blick auf den Passubio. Der anschließende Trail ist ein echtes Highlight. Obwohl wir etwas skeptisch in die Abfahrt starten (ein Schild mit „sentiero esperti“ steht am Einstieg) ist der Trail absolut fahrbar.

Unten angekommen hüpfen wir direkt in den eiskalten Bach. Das Bier wird eingeklühlt und wir genießen die Zeit in absolut unberührter Natur. Ein absoluter Traumtag neigt sich dem Ende.

   

   

Den letzten Tag starten wir mit den legendären Galerien, ein absolut einmaliges Erlebnis für Biker. Die in den Fels gehauenen Wege sind spektakulär. Die darauf folgenden einhundert Spitzkehren fordern unsere ganze Konzentration. Der letzt Trail der Ausfahrt will es ebenfalls noch einmal wissen und wir gönnen uns etwas Zeit zum üben an den S4 Stellen. Mächtig stolz beenden wir auch diesen Sommer-Trail-Tag mit einem Bad im erfrischenden Bach.

Vielen Dank an die gesamte Crew für ein absolut unvergessliches langes Wochenende!

Euer Michi

what a day! bike and dolce vita with the crew #factoryteam #freeridefactory #mtblife #outdoorfun #italy #trailhunting

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how to switchback #freeridefactory #switchbacks #mtblife #outdoorfun #trails

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nice Trail, 29er rocks! #tailhunter #mtblife #bansheebikes #freeridefactory #haerocarbon #rockshox #syntace

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Lago di Salami – extended Adventuring

Es geht wieder los, an den anderen Lago. Mittwoch mittag wird gepackt, 8 Personen mit Gepäck passen ganz locker in unseren Bus. Mit immer wieder Stau in Deutschland und in der Schweiz erreichen wir erst spät Abends unsere Unterkunft direkt am See.

Zum Glück haben wir Proviant eingepackt, somit gibt es Getränke und Brotzeit direkt im Bus.

Am Morgen dann Frühstück in der Ferienwohnung bei bestem Wetter und deutlich wärmeren Temperaturen als noch in Deutschland. Gestartet wird im Shuttlebus auf die Ostseite des Sees, die Trail hier sind uns noch unbekannt. Doch genau das wollen wir! Neues Entdecken, Trailhunting… immer auf der Suche nach einem neuen perfekten Trail.

Gut, die ersten Bergpfade sind schwer aber doch sehr spaßig. Wir gewöhnen uns an langsames rumpeln über Felsen und zahlreiche Gegenblöcke in steilem Gelände. Die dritte Abfahrt des Tages hat es nochmal in sich und wir lassen den Abend im Restaurant um die Ecke ausklingen.

Tag zwei folgt und wir werden einiges bergauf kurbeln müssen, auf den grasbewachsenen Gipfel zwischen den beiden Seeteilen im unteren Bereich. Bei fast 30 Grad noch recht ungewohnt und deshalb sehr anstrengend bewältigen wir auch das. Der Blick von oben ist unbezahlbar! Der Trail danach aber recht unbefahren und steil. Nach einigen Zwischenanstiegen erreichen wir nach einer kurzen Abfahrt eine Alpe. Da uns allen bereits das Wasser ausgegangen ist bekommen wir von zwei sehr netten Italienern Nachschub und viele Komplimente für unsere Bergradel.

Der letzte Trail des Tages beginnt nach kurzer Auffahrt recht verwachsen und zieht sich dann auf perfektem Waldboden fast 1000 Tiefenmeter bis hinunter an Seeufer. Was ein Tag, mein absolutes Highlight. Auf dem Rückweg entdecken wir einen richtig toll gelegenen Campingplatz und kehren sofort ein. Frischer Salat und die beste Pizza am See lassen wir uns zusammen mit etwas Vino Rosso schmecken. Uns gehts gut! Zumindest bis zum nächsten Morgen…

Noch etwas mitgenommen von den Geschehnissen des Vortages starten wir im Shuttlebus direkt in Richtung Passstraße, einigen von uns wird quasi sofort übel. Aber das muss man durch. Der erste Trail direkt an einem Bachbett entlang ist ein echtes Monster. Eng, steil, volle loser Steine, riesige Gegenblöcke. Hier ist es eine Kunst die richtige Linie zu finden. Wir lassen uns Zeit, schieben etwas und versuchen immer wieder die Schlüsselstellen doch zu fahren. Dieser Trail muss seinen Meister erst noch finden, wobei Peter gefühlt alles gefahren ist.

Der darauffolgenden Trail beginnt mit einem Aufstieg zur Hütte, allerdings stellt sich sehr schnell heraus das wir in einen extrem steilen, mit Kletterstellen versetzten Bergpfad geraten. Wir brechen ab und befinden und 3 Stunden später wieder sicher an der Ausgangsstelle. Trotz Umkehr konnten wir bergab noch einige tollt Fotos machen uns sind mehr gefahren als gedacht.

Den Abend verbringen wir mit einer Abkühlung am See und gönnen uns das ein oder andere Eis.

Danach verlässt und das Glück, denn der Bus streikt. Es geht nix mehr und wir brauchen eine Werkstatt. Der Abschlepper am nächsten Tag lässt ganz schön auf sich warten und unser treuer Begleiter wird für die Reparatur in die Werkstatt geschleppt. Die Zeit bis zum Abend verbringen die einen mit einer Runde biken und die anderen bei gutem Essen und erfrischenden Getränken direkt am See. Sonne tanken wir dann alle gemeinsam beim baden. Erst spät am Abend geht es dann wieder zurück.

Ein Abenteuer, teilweise geplant, das wir so schnell nicht vergessen werden. Gerne kehren wir an diesen tollen italienischen See zurück. Die schöne aber dennoch wilde Landschaft hat uns in ihren Bann gezogen.

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love this lake #lagodicomo #italy #summer #havingfunwithfriends #lake #mtblife

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Vecnum GmbH: Neuer Partner der Freeridefactory

Design, Engineering

Prototyping made with love in Germany

so lautet das Motto unseres neuen Partners Vecnum GmbH.
ich freu mich euch mitteilen zu dürfen, dass wir ab sofort den Design & Innovation Award Gewinner und mehrmaligen Produkttestsieger VECNUM als neuen Partner der Freeridefactory gewonnen haben.
Das klingt ja schon mal sehr vielversprechend. Nachdem die Firma anfängliche Startschwierigkeiten hatte, blüht sie nun auf und liefert z.B. die sehr beliebte und bekannte voll mechanische Sattelstütze Moveloc mit sage und schreibe 200mm hub. Nebenbei konnte ich auch schon sehr gute Erfahrungen mit der externen Gabelabsenkung levelloc machen.
Egal was die Jungs in die Hand nehmen. Es hat Hand und Fuß und ist durchdacht.

 

Firmengeschichte der

Vecnum GmbH Bikeparts

Die Wurzeln von Vecnum liegen im Ingenieurbüro Maier, welches primär im Bereich der Fertigungstechnologieentwicklung für Luft- und Raumfahrt, sowie Powergeneration tätig ist. Vor diesen Herausforderungen werden zudem Verfahren zur Erhöhung der Bearbeitungsgenauigkeit von Werkzeugmaschinen entwickelt und umgesetzt.  Die hohen Ansprüche, sowie die jahrelange Erfahrung auf diesen Gebieten verbinden wir heute mit unserer Leidenschaft und unserem Hobby.

Als begeisterte Biker & Ingenieure entwickeln wir hochwertige und praxistaugliche Bike-Komponenten. Radikale neue Ansätze zu konzipieren, treibt uns an.

Engineering, Prototyping & Testing in Germany: Die komplette Prozesskette, vom Scribble über Konstruktion (CAD), CNC-Programmierung (CAM) , Prototypenfertigung, Auswahl von Fertigungsverfahren, Produkttest & Qualitätskontrolle findet bei uns alles im Haus statt. Speziell bei der Umsetzung komplett neuer Konzepte, welche eine Entwicklungsphase mit umfangreichen Tests notwendig macht, ist der direkte Zusammenschluss zwischen CAD / CAM ein unabdingbarer Vorteil zur Bauteiloptimierung.  Unser Hightech-5-Achs-Bearbeitungszentrum bildet das Herzstück dieser Fertigung.

Für höchste Qualität und Belastbarkeit entwickeln wir zudem entsprechende Prüfstande und Versuchsaufbauten im Haus, um auch hier schnell reagieren zu können.

Marzell Maier Konstrukteur

Der Allgäuer Maschinenbauer Marzell Maier ist die treibende kreative Kraft hinter Vecnum. Angeborene Neugierde und Erfindungsgeist brachten dem Isnyer schon in jungen Jahren den begehrten Schweizer Innovationspreis Lista für seine Diplomarbeit ein.

Nach dem Studium setzte er für einen führenden deutschen Werkzeugmaschinenhersteller komplexe Projekte im Bereich Luft-& Raumfahrt und Power Generation um. Höchste Anforderungen an Präzision, außergewöhnliche Formen & Komplexität sind dort an der Tagesordnung.

Die Liebe zur Präzision hat Marzell beibehalten. Er steht als Erfinder hinter zahlreichen Patentanmeldungen zur Erhöhung der Genauigkeit von Werkzeugmaschinen.

Mit seiner Allgäuer Heimat verbindet Marzell die Leidenschaft für die Berge und das Mountainbiken. Dort entwickelte er die Vorliebe fürs alpine technische Biken.

Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

http://www.vecnum.com/

Danke und Schöne Grüße
Jochen

Training macht den Meister – Techniktraining 2 im Bayerischen Wald

   

Kurven fahren, Blickführung, Drops, kleinere Sprünge. Dabei immer die Geschwindigkeit richtig einschätzen und möglichst sicher im Bike stehen. Das ist unser Zeil auf der Flow Country Strecke.

Nach einer Mittagspause wollen wir es dann wissen und gehen auf die Freeride Strecke. Diese ist wesentlich steiler, voller Wurzeln und Absätze. Optimales Trainingsgebiet um in sicherer Umgebung sein Fahrkönnen zu erweitern und zu erfühlen was das Bike alles kann.

 

   

 

 

 

   

 

 

 

   

TOP Platzierung bei der ENDURO WORLD SERIES für Tobias Leonhardt / Freeridefactory

Wir sind am Montag Abend vor dem Rennen auf Madeira angekommen. Haben dann noch gschwind die Bikes vorbereitet, da wir zusammen mit Tanja, Cornelius und Patrick am Dienstag ein paar Trails zum Warmfahren erkunden wollten.
Der Untergrund auf Madeira hat so seine Eigenheiten, unser Guide Nuno (sehr geiler Typ btw, www.bikesandfun.pt) hat uns gleich mal mit dem sogenannten „Madeira Ice“ bekannt gemacht. Eine Art festgebackener Lehm, der oberflächlich aber scheints nie austrocknet und glitschig wie Schmierseife ist.

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Warmrollen am Dienstag

Am Mittwoch machte sich dann leider ein leichtes Halskratzen bemerkbar, Cornelius hats leider auch erwischt. Das wechselhafte Wetter am Dienstag (Sonne/Regen/Sonne/Regen/warm/kalt/warm/kalt/wind/kein wind….) ist uns scheinbar nicht gut bekommen.

An den beiden offiziellen Trainingstagen Do/Fr konnten wir auch auf Nunos Shuttle Hilfe setzen, das war ein absolut perfekter Support, besser gehts nicht! Am 2. Trainingstag hatte ich noch einen blöden Einstich an einem zu kurz gesprungenen mini-Gap.
Beim Einschlag ist die Gabel voll durchgeschlagen, eine Speiche im VR gerissen und mit der Hüfte hab ich den Sattel abgerissen, aua. Auch die Wade hat ne ziemliche Quetschung abbekommen.
3 der 4 Speichentypen hätte ich als Ersatzteil dabei gehabt, sonnenklar welche dann abreisst…. Das gab dann abends noch Hektik und Rumfahrerei um eine Speiche aufzutreiben und jemand der das LR neu zentriert. Ein neuer Sattel musste ebenso her, daheim liegt ja nur n halbes Dutzend rum…
Der Infekt ging bei mir „zum Glück“ nur in die unteren Atemwege, so dass ich des Nachts ne gute Stunde mit Husten beschäftigt war, welche ich dann auch gleich zur Mückenjagd verwendet habe.
Cornelius hats so heftig erwischt dass er gar nicht starten konnte, wie ärgerlich!?!

Wir wurden an beiden Renntagen ca. 40 Minuten per Bus zum Rennstart hochgeshuttelt.
Von dort dann ca 40min Transfer zur ersten stage. Da das ja mein erstes EWS Rennen war, stand ich in der Startliste nicht vorne bei denen dies arg eilig haben, sondern halt entsprechend weiter hinten wo es schon etwas gemütlicher zuging.

https://fotos.mtb-news.de/p/2148953?in=user
Start am Festivalgelände zum Bustransfer. Dieter (links) und ich waren beide Renntage stets zusammen unterwegs

Am ersten Tag standen 4 stages auf dem Programm, mit stage 1 war gleich mal die längste (10m54s) als Auftakt zu bewältigen. War eine sehr tretlastige Angelegenheit auf über 1.600 Metern Höhe mit einem recht knackigen Anstieg, den viele schiebend bewältigt haben. Ich konnte mich im leichtesten Gang grad noch so raufquälen, während ich dabei den ersten der vor mir gestarteten Fahrer überholen konnte. Das Überholen des nächsten Fahrers gestaltete sich etwas komplizierter:
Hat zunächst mal paar Kurven gebraucht bis er das realisiert hat, dann hatte ich ihm „rechts!“ zugerufen und wollte damit zum Ausdruck bringen dass ich rechts vorbeifahre. Er hats anders interpretiert, so dass wir vor einer Kehre beide nach rechts gezogen sind und somit erstmal eingeklemmt geparkt haben. Ich konnte aus der Situation gar nicht an ihm vorbei, also war er erstmal weiterhin vorne, liess mich dann aber rasch passieren. Der Konzentration war das Gehakel nicht grad zuträglich so dass ich mich paar Meter später erstmal abgelegt habe
Naja, trotzdem noch fünftbeste Zeit auf dieser Stage aber einige Zeit auf die vorderen Herrschaften eingebüsst.

https://fotos.mtb-news.de/p/2148954?in=user
Stage 1, (mit der weissen Sonnebrille Nuno unser Guide und Shuttle)

Stage 2 war vom Charakter her schon deutlich anders als die erste. Ein teils wurzeliger, vom Regen der Vortage aufgeweichter Trail, mit einigen engen Ecken, aber auch etwas Treten. Hier musste ich gleich 3 vor mir gestartete Fahrer überholen. Das hat diesmal schon etwas besser geklappt, Übung macht den Meister
Die stage lief sonst bis auf einen Steher gut, so dass ich gleich mal die zweitbeste Stagezeit verbuchen konnte.

https://fotos.mtb-news.de/p/2148955?in=user
Glitschiger Untergrund auf stage 2

Ein kurzer Transfer brachte uns zur 3. Stage, welche mir nach dem Trainingslauf etwas Respekt eingeflösst hat. Es sollte die zweitlängste werden (10m07s) , zwar mit eher geringem Tretanteil, dafür umso mehr Geschüttel auf extrem glitschigem verblocktem Gestein. Dazu an der ein oder anderen Stelle noch hübsch ausgesetzt, abfliegen war da keine Option…
Ich weiß nicht mehr ob ich im Laufe dieser stage 2 oder 3 Fahrer überholen musste, das größere Problem war dass nach ca. 8 Minuten Geschüttel meine Unterarme den Dienst quittierten. Ich musste das Tempo deutlich rausnehmen, andernfalls hätte es mir einfach den Lenker aus der Hand – und mich anschliessend aus dem Sattel gehebelt. Das tut echt weh wenn man vom Kopf her deutlich schneller könnte, einen die Physis aber so limitiert. Somit hier leider nur die sechstbeste Zeit.

Auf dem langen Transfer zu Stage 4 waren dann wieder eher die Beine beschäftigt, für die Arme gabs ausreichend Zeit zur Erholung.
Zumal es auf diesem Transfer noch eine üppig ausgestattete Verpflegungsstation gab. Durch das relativ enge Zeitfenster welches man für die Transfers bei der EWS zur Verfügung hat, konnte ich leider nicht unbegrenzt Leckereien reinschaufeln, auch ne Form der Diät. Stage 4 lief wieder richtig rund, der vor mir startende Dieter aus Linz hatte sich mittlerweile gut eingestellt auf den von hinten herannahenden Hektiker Ein richtig cooler Achterbahntrail durch Urwald ähnliches Gewächs auf griffigem (Wald-)Boden, was will man mehr? Drittschnellste Zeit und Gesamtrang 5 am ersten Tag. 9s hinter P4 und 20s hinter P3.

Auch die Nacht zum Sonntag war leider wieder sehr unruhig. Zunächst sind bis spät Abends hupende und gröhlende Autokonvois durchs Dorf gezogen, Benfica Lissabon hat wohl die Meisterschaft errungen. Danach hab ich mich wieder dem Husten und Mücken jagen gewidmet…

Am Sonntag das gleiche Startprozedere wie am Vortag, wir Masters sind ja als erste auf die Strecke geschickt worden. Demnach war jeweils schon um 06:00Uhr aufstehen angezeigt.
Für stage 5 war ich eigtl recht zuversichtlich, hatte mich vom Charakter bischen an das Rennen im Harz erinnert und da liefs ja nicht so schlecht. Den ersten engen Linksanlieger dann gleich mal ordentlich verhaun, ich glaub ich weiß auch woran das lag. Die Zuschauer gingen da trotz des frühen Morgens schon so ab, das hat mich tatsächlich ausm Konzept gebracht
Vielleicht bin ich auch mim falschen Fuß aufgestanden, Linkskurven lagen mir in der stage einfach nicht. In einer weiteren hab ich nochmal vom Bike springen müssen und später kurz nach dem Überholen des 2. Fahrers in einem Linksknick wieder gepatzt…
Nur die sechstbeste Zeit und keine guter Start in den Tag.

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Eine der wenigen Linkskurven die ich nicht verhaun habe auf stage 5

Bei einem der vielen Patzer auf stage 5 hatte ich mir den Sattel remote Hebel verdreht, ausserdem ist die Staubabstreifer Dichtung aus der Sattelstütze geploppt. Habe das nach stage 5 in ca. 5-10 min. repariert und kam dann prompt schon in Hektik um es rechtzeitig zu stage 6 zu schaffen. Zu spät zu seiner fixen Startzeit erscheinen heisst glaub gleich ne Strafminute. Nicht erstrebenswert jedenfalls. Also in voller Montur den Transfer hochgeknüppelt und mich wieder Fahrer um Fahrer nach vorne geschoben.

An stage 6 kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr so genau erinnern, nur dass es super Spaß gemacht hat und ich fehlerfrei durchgekommen bin. War wieder alles ziemlich rutschig und ich kam mir deshalb eigentlich gar nicht schnell vor. Die anderen sind scheints noch mehr gerutscht, wieder die zweitbeste Zeit auf diese stage, jihaaa!

https://fotos.mtb-news.de/p/2148957?in=user
Die Steilpassage auf stage 6 hatte schon was von Madeira Eis

Stage 7 war/ist wenn ich mich recht erinnere Austragungsort eines DH Rennens auf Madeira.
Ziemlich schnell und flüssig, wenig treten, ein netter Rockgarden und unten noch ein wildes Wurzelmassaker. War zwar keine Meisterleistung meinerseits aber zumindest solide durchgekommen, viertschnellste Zeit.

https://fotos.mtb-news.de/p/2148958?in=user

Stage 7

Nun folgte wieder ein laaanger Transfer über 2,5h zu den letzten beiden stages 8 und 9.
Am live timing habe ich erspäht dass ich mich erfreulicherweise auf P4 vorgeschoben habe, hatte aber nur 4 sek. Vorsprung auf P5. P3 war immer noch 19sek. voraus, das war auf den letzten beiden stages eher nicht mehr zu holen.
Stage 8 war mein absoluter Favorit, da läuft mir gleich wieder das Wasser im Munde zusammen…
Oben wieder in urwaldähnlichem Terrain, sehr spacig, im Mittelteil einige Enge Kehren dabei wo dynamisches Hinterradversetzen nicht nur ultra Spaß gemacht hat, sondern sicher auch die ein oder andere Sekunde gebracht hat. Unten raus dann ein typisch alpiner Charakter mit einem sich am Hang entlang schlängelnden schmalen trail. Lief bis auf einen doofen Steher auch wirklich sehr gut, wobei hier auch der Zweit- und Drittplazierte nochmal richtig Gas gegeben haben. Wir lagen alle innerhalb von knapp 5 Sekunden bei rund 6min30s Fahrzeit. Viertschnellste Zeit auf dieser stage, dem hinter mir platzierten aber satte 12 Sekunden aufgebrummt, => P4 abgesichert!

Die Missionsparameter für stage 9 waren somit klar definiert: Keinen Mist bauen, nicht den Helden spielen, einfach solide runterrollen und die 16 Sekunden Vorsprung verwalten.
Aber erstmal hinkommen. Der Anstieg zu stage 9 ganz am Schluss dieser anstrengenden Reise war jetzt nicht nett. Mittlerweile wars richtig schön warm und die Sonne brannte uns auf die Vollvisier behelmten Köpfe. Wir mussten einen asphaltierten Weg hoch der gefühlt mindestens 25% Steigung hatte. Dieter hat sein Bike gleich geschultert und getragen. Ich entschied mich zu schieben, was mit meiner 2€-Stück-großen Blase an der Ferse gar nicht so angenehm war.
Naja, auch das haben wir noch irgendwie hinbekommen und bald zählten auch schon die Sekunden runter bis zum Start. War dann doch gar nicht so einfach wie zunächst gedacht P4 ins Ziel zu bringen wenn man dauernd ans „nicht stürzen“ denkt. Hat dann aber letztlich gut funktioniert, viertbeste Zeit und keine Zeit eingebüsst auf meinen Verfolger, yeah!

Fazit:
Abenteuerliche Aktion, anstrengend, Schlafmangel, aber insgesamt ziemlich lässig.
Wieder zuhause habe ich die beiden ersten Nächte im eigenen Bett jeweils fast 12h geschlafen! Da bestand offensichtlich Nachholbedarf.
Die festen Startzeiten für die stages erzeugen quasi ganztägigen Stress. Bei nem ernsthafterem Defekt ist man recht schnell ausm Rennen, bzw mit Strafzeit belegt die eine gute Platzierung ad acta legen. Was mir nicht einleuchtet, warum am zweiten Renntag nicht nach Zwischenklassement des ersten Tages gestartet wird. Das wäre generell spannender und für die Fahrer auch wesentlich sinnvoller, da es dann kaum mehr zu Überholmnövern auf den stages kommt.
Organisation ansonsten tadellos.

—   Viele Grüße Tobi

  

Wieso, Weshalb, Warum? – Darum!

 

    

(Bayrischer) Saisonauftakt im Enduro-Renngeschehen

 

„Wieso war ich gefühlt ununterbrochen auf der Hinterradbremse, damals bei dem Endurorennen in den Vogesen Anfang März? – Wenigstens zu Ende gefahren, wenn auch mit Platz 74 nicht zufriedenstellend… Und weshalb musste das Innenleben meiner Pike genau am letzten Trainingstag für den Radon Epic Enduro ihr zeitliches segnen?… Das Rennen wäre so gut wie letztes Jahr geworden. Und warum stand der Fußgänger mitten auf Stage 2 beim Rennen in Belfort vor zwei Wochen? Ohne ihn hätte ich womöglich das Rennen mit intakter Hinterradfelge beenden können… Fragen ohne Antworten oder…“ Und plötzlich wird dieser Gedankenstrudel unterbrochen, da einer der benachbarten Enduro-Racer kein Gas für seine Bialetti hat. Selbstverständlich lade ich ihn auf eine Tasse aus meiner eben durchgelaufenen Kaffee-Kanne ein. Dadurch kommt mein Kopf auch wieder schnell zurück in die Gegenwart und zum heutigen Programm im fränkischen Frammersbach: Auftakt der Enduro-One Serie im Jahr 2017.

Der örtliche Motorsportverein hat hier für circa 500 Enduro-Begeisterten jeder Altersklasse einen Parcours mit 35km und 1000 Höhenmeter vorbereitet. Hier wird in 7 Stages um die beste Gesamtzeit gekämpft.

Am Tag zuvor konnten drei der sieben Stages im Rahmen des Trainings befahren und besichtigt werden. Auf einem Teil der 6. Stage wurde dann im Anschluss der Prolog ausgetragen der in die Gesamtzeit eingegangen ist und vor allem die heutige Startplatzierung festgelegt hat. Ich habe dabei Glück gehabt und bin sauber durchgekommen, sodass ich mit einem 5. Platz im Prolog meiner Kategorie zufrieden bin und somit auch zeitgleich mit meinem Enduro-Kollegen Erik am heutigen Renntag starten kann.

Wie bei allen Rennen der Enduro-One Serie ist der Zeitplan verhältnismäßig entspannt, sodass ich noch am Morgen des Renntags genug Zeit hatte den Semislick-Reifen am Hinterrad durch einen Profilreifen zu tauschen. Es hat über Nacht etwas geregnet und somit sollten die ohnehin feuchten Strecken etwas rutschiger als gewöhnlich sein.
Die Zeit rennt dann aber doch immer dahin, sodass ich mich sehr bald mit Erik auf unseren Bikes auf dem Transfer zur Stage 1 befinde. Die Spannung was uns wohl hier erwartet ist vor allem zur ersten Stage bei jedem Rennen groß. Das flache Stück der ersten Meter die vom Start einsehbar sind, lassen auf „etwas“ Treten schließen. Und dies sollte auch das Hauptmotto der ersten beiden Stages sein. Ab und zu geht es dabei links oder rechts den Hang hinauf aber ansonsten fahrtechnisch nicht anspruchsvoll dafür besonders fordernd für die Waden. Der Grip dabei ist überraschenderweise gut. Letzterer ist dann auch in Stage 3 hervorragend, wo eine frisch abgesteckte Strecke über moosigen Waldboden im ständigen Wechsel zwischen perfekt abgesteckten Kurven und natürlichen Bodenwellen den Racer talwärts führt. Mit einem breiten Grinsen wird nach dem Transfer-Uphill auch die Stage 4 bewältigt, wobei mich hier zwei gröbere Patzer wertvolle Sekunden kosten. Vorbei an der Verpflegungsstation, wo die lustigen und amüsanten einheimischen Damen des Vereins für unser leibliches Wohl sowie gute Laune sorgen. Die letzten drei Stages sind nun kein Neuland mehr, da ich sie gestern jeweils zweimal abgefahren bin. Nach Stage 5 kämpfe ich aber ein wenig mit der Müdigkeit, die mich nach der schlafarmen Woche nun versucht vom Bike zu ziehen. Aber nach ein wenig Energiezuvor und Selbstmotivation starte ich soweit es geht mit Vollgas in die 3 Minuten Sprintstrecke der ersten Hälfte von Stage 6. Als ich dann in den Teil einbiege, der am Tag zuvor im Prolog abgefahren worden ist, fühle ich mich so langsam als würde jemand 10kg Steine an mein Bike gehängt haben. Aber als die Stage endlich ins Gefälle taucht, verliere ich ganz schnell dieses Gefühl und komme mit großer Erleichterung ins Ziel dieser vorletzten Stage. Nur noch einmal nach oben, um dann die letzte gesteckte Abfahrt auf der örtlichen Skipiste in Stage 7 in Angriff zu nehmen. Zwar finde ich in einigen Kurven dieser letzten Abfahrt nicht die Ideallinie, jedoch sorgen die kleinen Sprünge für Spaß und Flow bis ins Ziel.

Am Ende des Tages reicht es für den sechsten Platz in meiner Kategorie und ich fahre mit großer Erleichterung über das Ausbleiben jeglicher Defekte und zusammen mit Erinnerungen an ein spaßiges Wochenende wieder zurück in mein schwäbisches Domizil. Die Frage nach Wieso, Weshalb, Warum sollte man ohnehin sofort immer mit einem Wort beantworten: Darum!

Nächster Enduro-Auftritt ist dann Ende Mai nahe der bayrischen Heimat, in Aschau im Chiemgau.

euer Martin

    

 

    

Okay Leute, zweiter Versuch. Nachdem uns das Winter come back letztes Wochenende einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sind wir jetzt guter Dinge für unser kleines feines Opening. Wie schon angekündigt ist das Motto „back to the roots“ . Wir werden Fahrradfahren, Testen, Feiern, shooten und einen Aufgrillen. Los gehn tuts am Freitag um 15 Uhr , um 17 Uhr werden wir zu einem Feierabend Ride starten. Danach noch bei Musik das Wochenende bei einem Bier und Brotzeit einläuten. Schaugt´s vorbei.

Samstag + Sonntag Programm

11.00 bis 13.00 Uhr: Enduro Tour
12.00 bis 14.00 Uhr: E Mtb Trail Tour
14.00 bis 16.00 Uhr: Enduro Tour
15.00 bis 17.00Uhr: E Mtb Tour
13.00 bis 16.00 Uhr: Samerberg ballern

Samstag ab 18 Uhr bei Ghettofassl Stimmung mit Grillen und Open End

Änderungen vorbehalten!!!!!

Viele Grüße

Robbie