(Bayrischer) Saisonauftakt im Enduro-Renngeschehen

 

„Wieso war ich gefühlt ununterbrochen auf der Hinterradbremse, damals bei dem Endurorennen in den Vogesen Anfang März? – Wenigstens zu Ende gefahren, wenn auch mit Platz 74 nicht zufriedenstellend… Und weshalb musste das Innenleben meiner Pike genau am letzten Trainingstag für den Radon Epic Enduro ihr zeitliches segnen?… Das Rennen wäre so gut wie letztes Jahr geworden. Und warum stand der Fußgänger mitten auf Stage 2 beim Rennen in Belfort vor zwei Wochen? Ohne ihn hätte ich womöglich das Rennen mit intakter Hinterradfelge beenden können… Fragen ohne Antworten oder…“ Und plötzlich wird dieser Gedankenstrudel unterbrochen, da einer der benachbarten Enduro-Racer kein Gas für seine Bialetti hat. Selbstverständlich lade ich ihn auf eine Tasse aus meiner eben durchgelaufenen Kaffee-Kanne ein. Dadurch kommt mein Kopf auch wieder schnell zurück in die Gegenwart und zum heutigen Programm im fränkischen Frammersbach: Auftakt der Enduro-One Serie im Jahr 2017.

Der örtliche Motorsportverein hat hier für circa 500 Enduro-Begeisterten jeder Altersklasse einen Parcours mit 35km und 1000 Höhenmeter vorbereitet. Hier wird in 7 Stages um die beste Gesamtzeit gekämpft.

Am Tag zuvor konnten drei der sieben Stages im Rahmen des Trainings befahren und besichtigt werden. Auf einem Teil der 6. Stage wurde dann im Anschluss der Prolog ausgetragen der in die Gesamtzeit eingegangen ist und vor allem die heutige Startplatzierung festgelegt hat. Ich habe dabei Glück gehabt und bin sauber durchgekommen, sodass ich mit einem 5. Platz im Prolog meiner Kategorie zufrieden bin und somit auch zeitgleich mit meinem Enduro-Kollegen Erik am heutigen Renntag starten kann.

Wie bei allen Rennen der Enduro-One Serie ist der Zeitplan verhältnismäßig entspannt, sodass ich noch am Morgen des Renntags genug Zeit hatte den Semislick-Reifen am Hinterrad durch einen Profilreifen zu tauschen. Es hat über Nacht etwas geregnet und somit sollten die ohnehin feuchten Strecken etwas rutschiger als gewöhnlich sein.
Die Zeit rennt dann aber doch immer dahin, sodass ich mich sehr bald mit Erik auf unseren Bikes auf dem Transfer zur Stage 1 befinde. Die Spannung was uns wohl hier erwartet ist vor allem zur ersten Stage bei jedem Rennen groß. Das flache Stück der ersten Meter die vom Start einsehbar sind, lassen auf „etwas“ Treten schließen. Und dies sollte auch das Hauptmotto der ersten beiden Stages sein. Ab und zu geht es dabei links oder rechts den Hang hinauf aber ansonsten fahrtechnisch nicht anspruchsvoll dafür besonders fordernd für die Waden. Der Grip dabei ist überraschenderweise gut. Letzterer ist dann auch in Stage 3 hervorragend, wo eine frisch abgesteckte Strecke über moosigen Waldboden im ständigen Wechsel zwischen perfekt abgesteckten Kurven und natürlichen Bodenwellen den Racer talwärts führt. Mit einem breiten Grinsen wird nach dem Transfer-Uphill auch die Stage 4 bewältigt, wobei mich hier zwei gröbere Patzer wertvolle Sekunden kosten. Vorbei an der Verpflegungsstation, wo die lustigen und amüsanten einheimischen Damen des Vereins für unser leibliches Wohl sowie gute Laune sorgen. Die letzten drei Stages sind nun kein Neuland mehr, da ich sie gestern jeweils zweimal abgefahren bin. Nach Stage 5 kämpfe ich aber ein wenig mit der Müdigkeit, die mich nach der schlafarmen Woche nun versucht vom Bike zu ziehen. Aber nach ein wenig Energiezuvor und Selbstmotivation starte ich soweit es geht mit Vollgas in die 3 Minuten Sprintstrecke der ersten Hälfte von Stage 6. Als ich dann in den Teil einbiege, der am Tag zuvor im Prolog abgefahren worden ist, fühle ich mich so langsam als würde jemand 10kg Steine an mein Bike gehängt haben. Aber als die Stage endlich ins Gefälle taucht, verliere ich ganz schnell dieses Gefühl und komme mit großer Erleichterung ins Ziel dieser vorletzten Stage. Nur noch einmal nach oben, um dann die letzte gesteckte Abfahrt auf der örtlichen Skipiste in Stage 7 in Angriff zu nehmen. Zwar finde ich in einigen Kurven dieser letzten Abfahrt nicht die Ideallinie, jedoch sorgen die kleinen Sprünge für Spaß und Flow bis ins Ziel.

Am Ende des Tages reicht es für den sechsten Platz in meiner Kategorie und ich fahre mit großer Erleichterung über das Ausbleiben jeglicher Defekte und zusammen mit Erinnerungen an ein spaßiges Wochenende wieder zurück in mein schwäbisches Domizil. Die Frage nach Wieso, Weshalb, Warum sollte man ohnehin sofort immer mit einem Wort beantworten: Darum!

Nächster Enduro-Auftritt ist dann Ende Mai nahe der bayrischen Heimat, in Aschau im Chiemgau.

euer Martin

    

 

    

Eingetragener Radsport Verein sucht dich:

Egal ob Student/in oder Rentner/in….

Wir suchen eine/n ehrenamtliche/n Kleinbusfahrer/in (max. 3,5T, Führerschein Klasse B) für unsere Vereins- und Urlaubsfahrten.

Unterkunft und Taschengeld incl.

Sehe die schönsten Flecke der Alpen und sammle einmalige Erlebnisse, ohne dafür zu zahlen.

Die Aufgabe:

Unsere Biker am Ausgangspunkt absetzen und anschließendes das Fahrzeug

zum Sammelpunkt fahren. Zwischendurch sind immer wieder Wanderungen oder Sightseeing für Dich möglich.

Ziele für 2017/18 sind unter anderem

Kanaren, Italien, Slowenien, Schweiz, Frankreich uvm.

Weiteres gerne am Telefon.

Wir freuen uns über Deinen Anruf….

Weiter Infos und persönlicher Kontakt:

Telefon:   0176-34171717

oder

E-Mail:   info@freeridefactory.com

Okay Leute, zweiter Versuch. Nachdem uns das Winter come back letztes Wochenende einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sind wir jetzt guter Dinge für unser kleines feines Opening. Wie schon angekündigt ist das Motto „back to the roots“ . Wir werden Fahrradfahren, Testen, Feiern, shooten und einen Aufgrillen. Los gehn tuts am Freitag um 15 Uhr , um 17 Uhr werden wir zu einem Feierabend Ride starten. Danach noch bei Musik das Wochenende bei einem Bier und Brotzeit einläuten. Schaugt´s vorbei.

Samstag + Sonntag Programm

11.00 bis 13.00 Uhr: Enduro Tour
12.00 bis 14.00 Uhr: E Mtb Trail Tour
14.00 bis 16.00 Uhr: Enduro Tour
15.00 bis 17.00Uhr: E Mtb Tour
13.00 bis 16.00 Uhr: Samerberg ballern

Samstag ab 18 Uhr bei Ghettofassl Stimmung mit Grillen und Open End

Änderungen vorbehalten!!!!!

Viele Grüße

Robbie

Schnee in Deutschland – das ist an und für sich nicht ungewöhnlich. Zumindest im Winter nicht. Aber Anfange Mai?! Das muss wirklich nicht mehr sein. Daher kehrten wir unserem Heimatland mal wieder den Rücken, um in den sonnigen Süden aufzubrechen.

Einpacken bei Nieselregen und 5 Grad, Brenner bei Schnee. Die bange Frage „Hat der Wagen eigentlich schon Sommerreifen“ versuchen wir so gut es geht zu ignorieren. Die Stimmung im Auto ist trotz Regen und Stau sehr gut. Wir freuen uns auf 3 Tage Trails, Sonne, Wein und Pasta.

Mitten in der Nacht erreichen wir endlich unsere Ferienwohnungen. Nur schnell die Taschen aus dem Auto und ab in die Federn. Dank Andis super Vorbereitung erwartet uns am nächsten Morgen ein stärkendes Frühstück mit frischen Semmeln, Wurst, Käse, Kaffee und natürlich O-Saft.

Anschließend kurbelt uns der Crafter souverän die erste Passstraße rauf. Oben empfängt uns morgendliche Kühle. Wir checken unsere Bikes, pumpen noch etwas Luft in die Reifen, um den anstehenden Anstieg unter die Stollen zu nehmen und fahren los.

Der erste Trail des Wochenendes ist schon der Hammer. Knapp 1700 Tiefenmeter über unterschiedliche Untergründe: rutschiges Gestein, Spitzekehren, Waldboden, Absätze, Steilstufen fordern unser Können. Das beste: wir sind (mal wieder) alleine auf den Wegen.

Unten empfängt uns Roland zuverlässig mit dem Crafter. Wir laden ein und fahren zum nächsten Spot. Dieser Trail führt uns erst über Wiesen, dann durch den Wald bis zu unserer Unterkunft.  Nach der Mittagspause steht dann noch die „Zusatzaufgabe“ an. Ca. 500 HM selber kurbeln und für die ganz fleißigen noch bis zum Gipfelkreuz tragen. Die ein oder andere freut sich über ihren neuen Mantel am Vorderrad. Grip ist schon was feines.

Im Abendlicht nehmen wir Spitzkehre um Spitzkehre durch den Wald, bis uns der Trail wieder an unserer Unterkunft ausspuckt. Wir genießen unser Feierabendbier bei Sonnenuntergang auf der Wiese und lassen den Tag Revue passieren.

An Tag 2 stehen zunächst ca. 600HM am Stück an. Anschließend treffen wir auf deinen ausgesetzten Höhenweg, der in ständigem Auf und Ab nochmals ca. 300HM von uns fordert. Nicht nur die Sicht ist hier atemberaubend. Am Pass angekommen legen wir die Schoner an und machen uns auf die Abfahrt in die Schlucht. Hier kann jeder nochmals seine Spitzkehrentechnik verfeinern. Dank Peters Hinweisen und Hilfestellungen gelingen auch die wirklichen Schlüsselstellen.

Mittagspause in einer urigen Hütte füllt unsere Energiespeicher wieder auf. Und Energie benötigen wir für die kommenden 200HM und anschließende Abfahrt am Bach in jedem Fall. Am frühen Nachmtitag erreichen wir wieder unsere Homebase. Nun muss jeder für sich entscheiden, welcher der drei Versuchungen er nachgeben möchte: Eis, Bier oder noch einen Trail?

Ich schließe mich der letzten Option an. 500HM kurbeln und schieben später stehen wir am Trailhead. Hier wartet der bislang anspruchvollste Trail auf uns: Spitzkehren auf rutschigem Geröll – und das ganze noch am ausgesetzten Hang. Dafür aber wieder mit super Aussicht. Wir lassen uns Zeit und jeder nimmt die Herausforderung in seinem eigenen Tempo an. Wir grinsen ob der eigenen Leistung und Bikebeherrschung. Unten wartet schon Andi mit dem Bus, um uns zurück zu Bier, Dusche und Abendessen zu bringen.

Leider läutet nun schon der letzte Morgen. Noch einmal checken wir Bremsbeläge und Luftdruck und füllen Wasser in unsere Flaschen. Ein letztes Schmankerl hat Andi heute für uns vorgesehen. Wieder geht es Kehre um Kehre in Richtung Tal. Wir nehmen uns noch die Zeit für einen Fotostopp.

Wir erreichen ausgepowert und zufrieden das Auto. Dort laden wir die Bikes ein, ziehen uns um und machen uns auf den Weg zurück ins verregnete und kalte Deutschland.

Zum Glück hat das Jahr erst angefangen und es stehen noch viele weitere Freeridefactory-Tourwochenenden an.

    

Tourentitel: Techniktraining 2 (Aufbaukurs für Fortgeschrittene, Einstieg Sprung und Anliegertechnik)
Beschreibung: 8.30 Uhr – 9.00 Uhr am Parkpkatz – Freeridefactory Bike Station

Einteilung und Infos zum Park wie auch zum Ablauf

9.00 Uhr – 16.30 Uhr Training

Wir fahren in kleine Gruppen, pro Gruppe ein oder zwei Trainer

Unsere Trainer zeigen euch, wie man verschiedene Fahrsituationen meistert. Ideal zum Aufbau auf Techniktraining 1, damit ihr das Gelernte perfekt auf euren Touren und Trails umsetzen könnt….

–       Linienwahl

–       Sprung Technik

–       Vers. Kurventechniken

–       Fahrwerksabstimmung

–       Livecoaching via Funkgerät

17.00 Uhr – Feedback

Kurzes Feedbackgespräch und gemütliches Beisammensein

Datum: 14.05.2017
Dauer: 1 Tag
Treffpunkt: Deggendorf/Bischofsmais in Richtung Regen
Tourencharakter: Techniktraining 2 – Anfänger bis Fortgeschritten
HM zu Kurbeln: wenig
Schwierigkeitsgrad: S1-S2
Kosten: 75,00 Euro pro Person incl. Beförderungskosten vor Ort, Trainer und Getränke am Freeridefactory Camp
Unterkunftsart: Keine
Vereins Bus möglich: Eigene Anreise
Voraussetzung:
  •  evtl. Teilnahme an TT1
  • Richtiges Bremsen
  • Aktiv und Grundposition
  • Fully mit min. 140mm Federweg (auch Leihbike vorOrt möglich)
  • Helm, Brille, Schoner, Vollfingerhandschuhe
Plätze: 15-20 Plätze pro Tages-Veranstaltung
Trageanteil: NEIN
Rückfragen: info@freeridefactory.com oder 015114518727

    

Techniktrainings gehören mittlerweile fest zum Jahresplan der Freeridefactory. Und so stand am 22.04. das erste Techniktraining für Anfänger auf dem Plan. Dem vorangegangen waren einige Diskussionen, ob wir das Training angesichts des Wettereinbruchs überhaupt durchführen können. Vor allem standen wir vor der Herausforderung, einen Trail zu finden, der schneefrei, nicht zu leicht und nicht zu schwer ist. Dank Sven und Peter, die am Freitag noch zum Scouten im Inntal unterwegs waren, und einer leichten Wetterbesserung (immerhin keinen Schnee mehr!) entschieden wir, das Training wie geplant durchzuführen.

Freitag Abend dann zunächst Platz kehren, von Scherben befreien und Hindernisse aufbauen – Samstag früh das Zelt aufstellen und die Getränke bereit stellen.

Langsam trudelten die ersten Teilnehmer ein. Peter, Michi und Bernie halfen beim Bikesetup. Das alleine war schon ein wirklicher Mehrwert für die meisten.

Um 8.45 Uhr standen alle 22 Teilnehmer vor dem sechsköpfigen Trainerteam. Unter Anleitung vom Cheftrainer Sven ging es los mit warmfahren und den Positionen am Bike: Fleißig wechselten alle von der Grund- in die aktivierte Position und zurück. Für den ein oder anderen war es ein ganz neues Gefühl, die Pedale waagerecht zu halten. Immer wieder hörte man die TrainerInnen „Gorilla“ über den Platz rufen.

Nun waren alle warm – beachtlich, bei ca. 6 Grad Lufttemperatur! – und Sven teilte die Truppe in 4 Kleingruppen. Hier konnten die Trainer sich nun voll auf die Ansprüche und Bedürfnisse ihrer Schützlinge konzentrieren.

Der Trainingsplan aller Gruppen umfasste Gleichgewicht, richtiges Bremsen, Kurven fahren, Vorderrad und Hinterrad anheben und über Hindernisse fahren.

Punkt 12 Uhr leutete es zur Mittagspause bei Semmeln, Brezn und Spezi. Danach wurden alle Bikes in den Bus verladen und los ging es zum Trail ins Inntal.

Ca. 250 HM mussten erkurbelt werden, um den Einstieg zu erreichen. Oben gingen wir nochmal in Ruhe die notwendigen Vorbereitungen für den Start in den Trail durch: Reifendruck, Protektoren anlegen, Dämpfer öffnen (Ja: man kann einen Dämpfer auf- und zumachen!) und vor allem der Hinweis, dass jeder sein Tempo fährt, es keine Schande ist, abzusteigen und jeder Passagen gerne wiederholen kann.

Wir Trainer postierten und an allen Schlüsselstellen, um im Fall des Falles helfen zu können. Souverän meisterte die Gruppe den bei der Witterung doch sehr anspruchsvollen Trail und kam vollzählig, unverletzt und ohne Defekt wieder am Parkplatz an.

Natürlich liessen wir die Jungs und Mädels dann nicht einfach von Dannen ziehen, sondern versammelten uns nochmals gemeinsam zu einem schönen Ausklang beim Wirt. Hier zeigte uns Michi noch, was man alles unbedingt in seinen Bikerucksack packen muss – u.a. min. 3 Labellos und 2 Sonnencremes.

Durchaus müde aber zufrieden machten wir uns dann wieder auf den Weg nach München.

Ostern – vier Tage umsonst frei. Das muss genutzt werden! Vier Tage biken, ein wenig entspannen und gerne noch das ein oder andere Osterei finden – so der Plan. Die Trails sollten noch nicht allzu schwer sein (die Saison beginnt ja gerade erst) und ein bisschen Konditionstraining durch selbst erradelte Gipfel sollten es sein. Und – wichtig – bitte keinen Schnee, kein kaltes Wetter mehr. Mit diesen Parametern ausgestattet gingen wir an die Suche und wurden rasch fündig: wie so oft sollte es nach Italien gehen.

Und so klingelte am Freitag für den einen der Wecker erst um 4.25h, für den anderen schon um 3.30h und es machten sich die ersten beiden wackeren Biker auf den Weg in der Dunkelheit ins Licht. Das frühe Aufstehen wurde mit Cappuccino, Croissant und der Gondel schon um 9 Uhr belohnt.

An Tag 1 standen 2 Trails auf dem Programm, die mit Gondelunterstützung und nochmals jeweils 600HM selber treten erreicht wurden. Trotz Osterfeiertage waren die Wege überraschend leer – zumindest am Berg. Im Tal bei der Mittagseinkehr dann treffen wir auf andere Radler aller Colour: Körbchenfahrrad, E-Bike, Radelanhänger mit Nachwuchs – bei dem Wetter treibt es alle raus. Nach Kaminwurzn, Latte Macchiato und Cola für den Zuckerhaushalt machten wir uns auf, die zweite Abfahrt unter die Stollen zu nehmen. Wir nutzten diese auch, um unser Setup nochmals feinzutunen. Das ist das Tolle an so einer langen-Wochenend-Aktion: Man kann nicht nur sich selber wieder an Wurzeln, Steine, Steilstufen und Spitzkehren gewöhnen, sondern auch am Setup feilen. Das Feedback von Abfahrt 1 des Tages fließt direkt in die zweite ein.

Tag 1 krönten wir dann mit einer menschenleeren Sauna im Hotel und dem ein oder anderen Bier.

An Tag 2 wollten wir einen neuen Trail unter die Räder nehmen. Nach ausgezeichnetem Frühstück und Bikecheck lösten wir erneut das Gondelticket, um fahrend und tretend die 2.000m üNN zu erreichen. Die Querung mussten wir leider per Forstautobahn bewältigen, da der Höhentrail noch mit Eisplatten und Schneefeldern gespickt war. Der Trail war jedoch aller erste Sahne und wir von uns garantiert noch das ein oder andere weitere Mal auf der Liste stehen.

Tag 3 erhielt unser Zweierteam dann Unterstützung von unseren Kollegen, die Samstags noch arbeiten mussten. Zu viert und später zu sechst (wir haben tatsächlich noch zwei weitere Vereinsmitglieder mehr oder weniger zufällig aufgegabelt) ging es auf unsere persönliche Königsetappe: 1700HM selber treten – zuerst bei 25 Grad und Sonne, später bei bewölktem Himmel und nurmehr 11 Grad (ja, es ist halt erst April) erklimmen wir den Gipfel, der mit einer geöffneten Hütte aufwartet. Aufgewärmt und gestärkt geht es in den Trail: gefühlt 100 Spitzkehren, die zu Beginn noch sehr steil und eng, später weiter und flacher, einladen, das Versetzen zu üben. Vom Ehrgeiz gepackt werden die Schlüsselstellen mehrfach genommen, bis sie wirklich sitzen. Die Kollegen geben Tipps, feuern an und machen den Fotobeweis. Ein perfekter Tag geht mit Sauna, Pizza und Wein zu Ende.

Tag 4 wird dann für den ein oder anderen zur mentalen Herausforderung: erneut 1700HM selber treten, diesmal zieht sich der Weg jedoch ewig. Oben herrschen bei Wolken und ordentlichem Wind nur noch 6 Grad. Wir packen uns mit allem ein, was im Rucksack steckt und machen uns auf den Weg nach unten. Im oberen Bereich wird wieder die mentale Stärke gefordert, da der Trail super schmal und ausgesetzt an der Kante des Kammes entlang führt. Aber wir haben Zeit und lassen es ruhig angehen – wir wollen ja noch bis November auf den Rasten stehen. Im unteren Bereich wird es wieder flowig und hält das ein oder andere Schmankerl bereit. Unten spuckt uns der Trail im Ort aus – ich komme mir vor wie ein Weltraumfahrer, der nach Jahren der Isolation wieder auf die Zivilisation trifft.

Geschafft sitzen wir im Auto auf dem Weg nach Deutschland. Es soll schneien. Können wir kaum glauben. Wehmut überfällt mich. Und die tiefe Freude und Zufriedenheit, die die Tour in mir ausgelöst haben. Was kann es besseres geben, als ein Wochenende mit guten Freunden auf dem Bike? Sport, Herausforderung, Kameradschaft, gutes Essen, Wein und Bier aus Jochens Privatbrauerei – perfekt nenne ich das.

Ach ja, Ostereier haben wir auch gefunden – beim Frühstücksbuffet.

 

  

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Perfekte Planung ist alles – wie immer. So auch hier habe ich nicht nur die Tour Meter für Meter akribisch ausgearbeitet (;-)) – sondern auch das Wetter organisiert. Und Dank dieser Mühe war das Wetter einfach bombastisch: knapp über 20 Grad und Sonne vom bayrischen blau-weißen Himmel.

Und so starteten pünktlich um 9 Uhr 9 wackere Freerideritter auf die erste Tagestour der Factory.

Locker ging es erst am Schliersee entlang, dann ein entspannter Aufstieg über Forstwege bis zum Traileinstieg. Schoner an und flowig ging es über Wurzelteppiche bergab. Der Wald spuckt uns auf grünen Almen wieder aus – wären die Bäume nicht noch oft kahl, könnte man meinen, es sei Juni.

Die Einkehr ist wohlverdient und der ein oder andere lässt sich nicht nur alkoholfreies Weißbier, sondern auch Schnitzel schmecken. So gestärkt treten wir die letzten Kilometer an, die uns am munter sprudelnden Bächlein entlang führt, bis der Schliersee wieder vor uns liegt.

Diejenigen unter uns, die noch nicht genug haben, nehmen nochmal einen kleinen Anstieg unter die Reifen, um noch einen weiteren Trail zu fahren.

Nach gut gestrampelten 1300HM stehen wir wieder am Auto und freuen uns über diesen gelungenen bayrischen Saisonauftakt. So kann es weitergehen!

    

    

 

Ich zähle. Eine Unendlichkeit. Noch 20 Tage, noch 12 Tage, noch 3 Tage… Das Winterwetter ist einfach furchtbar für alle Freunde des Mountainbikens. Aber bald geht es wieder einmal auf eine Atlantikinsel.

 

Tag 1

Höllisch früh. 4 Uhr – aber im Urlaub steht man gerne auf. Der Flug verläuft sehr ruhig über die verschneiten Alpen. Also genau der richige Zeitpunkt, um dem Winter zu entfliehen. Die Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln ist wechselhaft, deswegen starten wir gleich nach dem Bezug unserer Unterkunft zur ersten Tour. Von A nach B fahren gestaltet sich auf den Kanaren als Entdeckungsreise: die vermeintliche „Teerstraße“ entpuppt sich als Feldweg mit knietiefen Löchern… also wieder umdrehen und 20 km Umweg fahren. Aussicht ist etwas anderes; als wir an unserem Drop Off den Reifendruck prüfen, sind wir froh, dass wir die Anzeige noch lesen können. Aber es wird besser – mit jedem Tiefenmeter klärt sich der Blick und wir fahren den ersten Flow Trail mit gefühlten 50 Kehren.

Tag 2

Heute geht´s auf den höchsten Punkt der Insel. Leider wieder etwas nebelig, dafür aber wesentlich wärmer.

Schade – der Trail entpuppt sich im oberen Teil als S0-Feldweg. Danach geht´s umso heftiger weiter: S4 mit rutschigen, sandigen Passagen, enges, verblocktes Gelände und keine SIcherheit, dass man wirklich dort hält, wo man selbst geplant hat. Da hilft auch kein Luftablassen der REifen oder eine besonders aktive Position auf dem Bike. Bis ans Meer fahren ist dann leider keine gute Idee – das stellen wir allerdings erst fest, als wir um die 20 km auf Feldwegen im Cross Country Style hinter uns haben.

Tag 3

Ruhetag = Pannentag! Ein komisches Rumsen und zack – wars das mit dem Plan von Strand und Meer. An einem Parkplatz warten wir auf den Wagenvermieter, 15 Minuten hat er gemeint. Mittlerweile tobt ein Gewitter über uns und der Platzregen begrüßt uns im undichten, kaputten Auto, in dem wir ausharren.Allerdings handelt es sich um spanische Minuten – also warten wir 90 Minuten. Der Vermieter stellt fest: Auto kaputt. Ahja… zum Glück erhalten wir dann doch schnell 2 Ersatzwagen: Ein Lieferwagen und ein geländegängiger Landrover. Pauls Tag ist somit gerettet, er hat ein fable für diese Autos. 😉 Wir beschließen, uns am Strand wenigstens ein spätes Mittagessen zu gönnen und dümpeln den Rest des Tages herum. Die Dünen in Maspalomas bringen dennoch ein wenig die Abenteuerlust zurück. Danach wird der Defender noch ausgiebig im offroad Gelände getestet, der Abend ist gerettet und wir lassen es gemütlich bei Spaghetti Bolognese und einem ausgiebigen Bad im Whirpool ausklingen.

Tag 4

2 Autos – 8 Bikes – 9 Leute: jetzt ist organisatorisches Talent gefragt! Letzendlich kommt dann aber doch jeder auf den Berg und auch mit dem Bike wieder runter. Roque Nublo, ein Wahrzeichen der Insel lockt uns. Der Trail startet nass und wir tragen die Bikes 100 Tifenmeter bevor wir in einen unglaublich geschmeidigen Trail starten. Dieses Sahnestück musste hart erarbeitet werden und wir vergessen im Trailrausch schnell die strapazen der vergagngenen Stunde. Weiter geht es im illegalen Shuttle-Modus mit nur 3 Sitzplätzen und 6 Gartenstühlen auf der Ladefläche – egal. Wir sind heiß aufs Trailfahren!

Durch dichtes Grün kämpfen wir uns in der Mittagshitze 350hm tragend bergauf und genießen eine Abfahrt über eine unglaubliche Hochebene. Leider geplagt von zwei Materialpannen, neigt sich der Tag zu Ende. Der finale Trail hat es noch einmal in sich, lose, extrem loses Geröll begleitet uns auf dem gesamten Trail Richtung Meer. Glücklich und geschafft laufen wir im am Strand ein und gönnen uns beim ersten sehr sympathischen Wirt ein Feierabendbier. Ein absolut gelungener Tag, wir können unser Glück kaum in Worte fassen!

Tag 5

Wir erwarten unser defektes Shuttleauto zurück. Da wir aber nicht untätig rumsitzen wollen starten wir im Transporter zum nächsten Trail. Geht schon ist das Motto und wir starten ab dem Parplatz in einen ungeplanten Uphill. Gerade gut genug um das Frühstück und den Dieselgestank des Autos zu verdauen. Die technischen Flowtrails rund um den Roque Noblo warten auf uns. Erst 150hm bergauf und dann vollkommen spaßig aber doch technisch anspruchsvoll bergab. Wir haben echtes Trailgrinsen im Gesicht. Beendet wir die Tour wieder am Strand und bei unserem nun bekannten Treffpunkt in Puerto de Mogán.

Tag 6

Pausentag: und damit auch gleichzeitig Sightseeing und Reparaturtag. Wir schauen uns die Hauptstadt Las Palmas an, gehen am Strand spazieren und essen den wohl besten Fisch der Insel in einem kleinen und einfachen Fischrestaurant. Die Suche nach Epoxidharz für eine gebrochene Carbonfelge ist das Highlight des Tages und wir machen uns einen Spaß aus dem Einkaufstrip. In der Unterkunft angekommen teilen sich die Gruppen, es wird repariert, gebadet und gekocht. Perfekte Zusammenarbeit!

Bis zum nächsten Abenteuer

 

Eure Anschilope