Zum Saisonstart verschlug es uns auf Grund von Schnee und schlechtem Wetter gelich wieder an den Comersee. Es sollten vier Tage mit vier Touren werden. Auf Grund eines halben Regentags mussten wir jedoch die Pläne etwas ändern. So blieben uns dann immerhin der Tremezzo (allerdings eine unglückliche Auffahrtsvariante) der Monte Legnone (wegen Restschnees mussten wir unterhalb des Gipfels abbrechen) sowie der St. Anna Trail und der Tracciolino.

Alles in allem aber gelungene 4 Tage am See nördlich von Mailand.

 

Vom 17.02 bis zu 23.02 gastierten wir in Courmayeur, unter Bergsteigern bekannt als der Ausgangsort für eine Mont Blanc Besteigung von Süden.

Genau dasselbe hatten wir auch im Sinn, allerdings nahmen wir den Helikopter und ließen auch die Bergschuhe im Tal zurück. Montagmorgen, der Wecker schrillt, die Augen weitaufgerissen, der Adrenalinspiegel steigt. Kurz noch zähneputzen, frühstücken und ab ins Auto. Nach ca. 750 Meter fahrt tauchen sie unter einem Erdwall auf, zwei Helikopter des Typs Eurocopter. Die Rotorblätter glänzen im Sonnenschein. Kurze Einweisung der nicht Heli-erfahrenen Kollegen und ab geht’s zu unbeschreiblichen Abfahren in unberührten Pulverschnee, aber nicht nur das ist unbeschreiblich, noch viel mehr faszinierte uns das gigantische Panorama der meisten 4000der rund um den Monte Bianco. Vier Leute + Guide pro Heli machte die Sache zu einer zackigen Angelegenheit. Im Schnitt schafften wir 4 Flüge pro Tag bei ca. 6000 hm downhill. Die längste Abfahrt erwartet uns am Donnerstag bei wieder einmal Traumwetter. Der Pilot setzte uns auf ca. 4000 Meter südwestlich unter Mont Blanc Kuppe ab. Anmutig standen wir am Grad und ließen das Panorama auf uns wirken. Von hier aus nun 2000hm in feinstem in der Sonne glänzendem Pulver…

Es muss nicht immer Canada oder USA sein um ein Skiabenteuer zu bekommen…