auf Frau Holles Trails

    

 

Wie kann für eine begeisterte Bikergruppe das neue Jahr fantastischer beginnen, als mit einem Trip in den Süden; präziser gesagt in das Trentino, ins Bike-Paradies nahe Trento.

Zudem hatten wir unseren Shuttler Albert dabei, der uns jegliches Erkurbeln von Höhenmeter abnehmen sollte. Daher konnten wir uns auf ein supergemütliches Wochenende mit genialen Abfahrten freuen.

Als Treffpunkt war der Neujahrstag um die Mittagszeit vereinbart, was ich persönlich aufgrund der Silvesterfeierlichkeiten etwas riskant empfand. Die Befürchtungen stellten sich jedoch als absolut unbegründet heraus, denn alle waren vom Vortag fit und pünktlich am vereinbarten Treffpunkt.

Einige waren schon einen Tag früher nach Bozen gefahren, um dort gepflegtes italienisches Silvesterflair zu genießen 😉 !

Der Rest packte seine Taschen und Bikes in den Bus des Carsharings und düsten bereits früher als geplant zum nächsten Treffpunkt, um dort Andi aufzunehmen.

Mit kompletter Mannschaft ging es bei bester Stimmung und voller Euphorie Richtung Süden.

Als wir unten ankamen, haben uns Anja und Peter schon empfangen. Rasch wurden die Zimmer verteilt und ein Zeitpunkt für das gemeinsame Abendessen, in einer von Peter ausgesuchten Location vereinbart.

Nach lecker Pizza, Pasta, Vino und dem Austausch interessanter bikespezifischen Gesprächen verabschiedeten wir uns und fielen müde in unsere Betten.

 

 

 

 

Am nächsten Morgen trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück, das wie schon beim letzten Mal wieder ordentlich üppig ausfiel und alles beinhaltete, was sich ein Biker wünscht. Frisch gestärkt verluden wir die Bikes in den Bus und shuttelten zur ersten für heute geplanten Abfahrt. Es ging serpentinenmäßig hoch Richtung Gipfel. Auf halber Höhe,  stoppten wir und begaben uns auf die einzige schneefreie Abfahrt. Vorab ging es noch wenige Höhenmeter bergauf, worauf eine super Abfahrt mit allen möglichen Passagen von Flow bis steinigen Stufen und Spitzkehren folgte. Unten in Rovereto angekommen trafen wir, wie ausgemacht unseren Shuttler Albert, der uns beim Verladen unserer Bikes half und umgehend zum Ausgangspunkt unserer zweiten Abfahrt beförderte. Der zweite Uphill, nun vom Rifugio weg, war etwas länger und sicherlich nicht weniger spektakulärer als der erste. Das Wetter wurde zunehmend schlechter und brachte immer mehr Schnee, was das Niveau von Befahren der Trails enorm steigerte. Jedoch leistete das unserer Begeisterung keinen Abbruch und wir shuttelten noch einmal hoch zum Rifugio Monte Zugna, wo wir unsere hochverdiente Mittagspause einlegten. Mittlerweile sind wir bei den Betreibern des Rifugio bekannt, die ihre Gastfreundschaft gegenüber uns mit selbstgebackenem Kuchen in Form eines Baumstammes und einer Flasche Sekt zum Ausdruck brachten. Nach der leiblichen Stärkung ging es auf die dritte und für diesen Tag letzte Abfahrt. Während unserer Mittagspause hatte es ordentlich geschneit und uns war klar, dass dies nun für uns ein Heidenspaß werden wird. Mit lautem „Juhuuu“ und „Yeahhh“ schlitterten wir die Trails bergab Richtung Rovereto.

Am Abend wurde einstimmig beschlossen, dass uns die Fahrt nach Riva für einen Besuch eines der hiesigen Restaurants wert war. Somit verbrachten wir den Abend bei gutem Essen in einem Ristorante am Ufer des Gardasees.

 

 

 

 

Am nächsten Morgen war das Wetter nicht wirklich besser und wir beschlossen beim Frühstück in Richtung Norden aufzubrechen. Dort sollten laut Wettervorhersage bessere Bedingungen herrschen. Gesagt, getan und zwei Stunden später standen wir auf Höhe 1363 im Passdorf  zwischen den beiden höchsten Gipfeln. Da ich mich unsicher fühlte, entschied ich für mich, die Abfahrt heute aus zu lassen. Die anderen verbauten ihre Laufräder, prüften Bremsen, Luftdruck und Schaltung an den Bikes und machten sich auf zur ersten und einzigsten Abfahrt für heute. Bei klarer Sicht und wunderbarem Blick in den Bozener Talkessel, schlängelte sich der Trail entlang der Ostrampe bis hinunter nach St. Nikolaus. Dort haben wir uns wieder getroffen und zum letzten Mal die Bikes verladen. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und der wetterbedingten schlechten Wegbeschaffenheit begaben wir uns vor Ort zum letzten gemeinsamen Mittagessen und danach auf den Heimweg Richtung Markt Schwaben.

Für mich war es ein absolut gelungenes Wochenende, an dem ich was Fahrtechnik angeht, wieder mal sehr viel mitnehmen konnte und meine Vereinsentscheidung wieder mal bestätigte.