Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… die Freeridefactory feiert den 2. Advent

 

    

Kaum zu glauben, es ist schon wieder Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende, die Saison ist vorbei, ganz Deutschland isst Kekse, zündet Kerzen an und wartet sehnsüchtig auf die kommende Bikesaison. Ganz Deutschland? Fast. Eine kleine Truppe hartgesottener Biker macht sich auf den Weg gen Süden, um den zweiten Advent recht feierlich auf den Trails zu verbringen. Das Wetter ist gut angesagt: Sonne, aber eher frostig. Egal, dicke Handschuhe und Daunenweste ins Gepäck und ab.

Los geht’s Samstag im Stockdunkel auf die Autobahn nach Italien. Nach 3 Stunden entspannter Fahrzeit ist das Ziel – die Talstation – erreicht. Die Bikes sind schnell zusammengebaut und die Liftkarte gekauft. Absoluter Vorteil an der Jahreszeit: wir sind die einzigen Fahrgäste. Oben angekommen gilt es nochmal ca. 500HM zu kurbeln. Wir nehmen die Anstrengung dankend an, denn bei ca. -2 Grad oben am Joch tut Bewegung gut. Die Aussicht ist atemberaubend: klarer Himmel, Sonne und dieses unvergleichliche goldene Herbst-/Winterlicht taucht die Almen in eine ganz besondere Atmosphäre. Nach einer kurzen Querung steht der Trail auf dem Programm: Flowig geht es über Nadelboden, Laub, Stein- und Wurzelfelder bergab. Trotz dicker Handschuhe legen wir recht häufig kurze Stopps ein, um die Finger zu wärmen. Hier entwickelt jeder seine eigene Strategie: Hände unter die Knieschoner, zu Fäusten in den Handschuhen geballt oder auf die warme Bremsscheibe.

Unser Ziel liegt im sonnigen, aber auch kalten Vinschgau. Ein Stopp in einem Café wärmt uns von Innen und von Außen. Voller Energie starten wir in die zweite Auffahrt des Tages: auch hier wieder Teil I mit Liftunterstützung und Teil II dann mit reiner Muskelkraft. Vom Joch aus blicken wir auf die in die Abendsonne getauchte Bergwelt: Plattkofel, Langkofel, Sellamassiv liegen vor uns und lassen die Temperaturen vergessen. Bergab führt uns wieder ein toller flowiger Trail. Im Dunkeln erreichen wir die Autos. Schnell verladen wir unsere Sachen und fahren ins Hotel, wo uns schon die heiße Sauna erwartet. Der Tag verdient nur ein Wort: Perfekt!

Tag 2 startet nach einem leckeren Frühstück und schneller Dämpferwartung auf dem Parkplatz. Auch heute stehen 2 Trails auf dem Programm, die wir uns per Lift und per Kurbeln erarbeiten. Das Wetter ist noch einen Tick besser: zwar weiterhin nur -2 Grad, jedoch strahlender Himmel, voller Sonnenschein. Es ist einfach genial, zu dieser Jahreszeit unterwegs zu sein, erlaubt es doch, Trails unter die Stollen zu nehmen, die sonst von Wanderern überlaufen sind. Wir treffen nur vereinzelt Menschen im Wald, die uns alle begeistert fragen, woher und wohin. Wir folgen wieder der bewährten Fingeraufwärmstoppstrategie. Mittags füllen wir die Energiespeicher bei Suppe und Tee wieder auf und freuen uns auf den zweiten Trail.

Insgesamt stehen an beiden Tagen jeweils gut 1200 selbst getretene Höhenmeter und je 3000 Tiefenmetern auf unseren Tachos.

Wir runden unser perfektes Adventswochenende beim Wirt ab. Kekse, Kerzen und den Adventskranz haben wir definitiv nicht vermisst.