12 Tausender an einem Tag

Das geht nur im Bayrischen Wald. Schon fast zur Tradition der Freeridefactory gehört diese landschaftlich einmalige, aber auch sehr schwere Tour. Daher reisten wir bereits am Freitag Nachmittag an und freuten uns über leere Autobahnen gen Osten. Nach einer regenreichen Nacht wachten wir bei nebelverhangenem Wetter auf. Gestärkt vom Superfrühstück unserer Herbergsmutter machten wir uns schon um 8 Uhr auf den Weg zum Einstieg der Tour. Während wir die ersten Höhenmeter in Angriff nehmen zieht der Himmel langsam auf und es wird zunehmend sonniger. Am ersten Gipfel erwartet uns dann Panorama pur und eine tolle Abfahrt. Die Wanderer bestaunen uns und machen fast schon ehrfürchtig Platz.
Auf gehts zum nächsten Gipfel, den wir noch radelnd erklimmen können. Auch die zweite Abfahrt ist gut fahrbar. Sie führt über eine Bergflanke, die dem letzten schweren Orkan zum Opfer fiel. Somit kaum mehr stehende, dafür aber sehr viel liegende und abgesägte Bäume zu sehen.
Die nächsten Gipfel werden anspruchsvoller: tragend geht es bergauf, kurzes Foto, und ab hinunter. Auch hier oft tragend oder schiebend, zum Glück auch immer wieder fahrend. Peter drückt auf die Tube und gönnt der Gruppe kaum Pausen. Zu recht, denn die Tour ist definitiv lang. Die gut 1900 HM wollen erkämpft werden und auch die Trails sind eher im Bereich S3-S4.
Endlich kommt der Berggasthof in Sicht, der uns eine Mittagspause verspricht. Die Stärkung ist notwendig, wen der letzte Anstieg hat es nochmals in sich. Kurz vor dem Ziel kehren wir nochmals in einer wirklich traumhaft gelegenen Hütte ein und freuen uns über das Geschaffte.


Tag 2 empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein und wieder dem mit viel Herz gemachten Frühstück. Heute steht nochmals eine schöne Tour an, jedoch zur Entspannung nur 700 HM  und ein richtig schöner, fast schon flowiger Trail. Abschließend geht es noch zum Baden. Bei 30 Grad genau der richtige Abschluss eines schönen Wochenendes in der Heimat.